https://www.faz.net/-gum-3vs8

Studie : Weihnachten als Todestag des Weihnachtsmannes

  • Aktualisiert am

Ein Drittel aller Kinder weiß nicht, warum Weihnachten gefeiert wird. Die Erklärungen sind zum Teil skurril.

          1 Min.

          Weihnachtsbaum, Krippe, Geschenke und vielleicht sogar der Gang zur Kirche gehören zu Weihnachten nun einmal dazu - doch was feiern wir eigentlich am 24. Dezember? Denn dass das Weihnachtsfest festes Brauchtum ist, weiß jedes Kind, den Grund jedoch nicht zwangsläufig.

          Immerhin jedes dritte Kind (39 Prozent) weiß nicht, warum Weihnachten gefeiert wird: Jesus wurde geboren, wie es in der Weihnachtsgeschichte in der Bibel steht. Dieses Ergebnis brachte eine Umfrage des Münchner Jugend-Forschungsinstituts „iconkids & youth“, das mehr als 700 Kinder befragte. Besonders Kinder im Osten Deutschlands wussten mehr als die Hälfte (54 Prozent) nicht, was gefeiert wird, im Westen waren es 36 Prozent.

          "Irgendwas mit Jesus"

          Gute sechs Prozent der Kinder gaben an, den Grund für Weihnachten nicht zu kennen. Etwa 15 Prozent waren mit Angaben wie „das habe was mit Jesus zu tun“ auf der richtigen Spur. Was die restlichen statt des richtigen Grundes angaben, war wenn auch nicht richtig, so zumindest allerdings einfallsreich.

          "Weil es immer so gemacht wurde", war ein Grund, ein weiterer, "dass es Winter ist". Klar: "Weil der Weihnachtsmann kommt" (manche Kinder gaben auch das Kommen der Oma als Grund an), und vielleicht auch, "damit die Geschäfte mehr verkaufen". Eher unwahrscheinlich war der 24. Dezember als Todestag des Weihnachtsmannes, was immerhin ein Kind antwortete.

          "Mehr Geschenke"

          Viele Kinder nehmen sich selber im Zentrum des Festes wahr: Neun Prozent erklärten, Weihnachten werde gefeiert, „damit es Geschenke für die Kinder gibt.“ Und zu quengeln haben die Lütten auch genug: Von den Zehn- bis Zwölfjährigen beklagte jedes dritte Kind (32 Prozent): „Es nervt, dass schon Monate vor Weihnachten alles nach Weihnachten aussieht.“ Nur die Sechs- bis Siebenjährigen können nicht genug bekommen: 30 Prozent von ihnen wollen sogar noch mehr Weihnachten erleben.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Coinbase-Gründer Brian Armstrong in San Francisco im Jahr 2016

          Brian Armstrong : Der Mann hinter dem digitalen Goldrausch

          Keine 30 Jahre war Brian Armstrong alt, als er mit Coinbase ein Unternehmen gründete, das heute wertvoller als die New Yorker Börse ist. Er ähnelt den findigen Geschäftsleuten, die während des Goldrauschs im Wilden Westen Schaufeln und Spitzhacken verkauften.
          Quantencomputer von IBM

          Quantencomputer : Wunderwaffe für die deutsche Industrie?

          Eine Zukunftstechnologie, die von Google, IBM und Co. beherrscht wird, für den deutschen Mittelstand? Die Entwicklung beflügelt die Phantasie und könnte für manche Branchen ziemlich wichtig werden.
          Blick auf die Eliteuniversität Harvard in Cambridge, Massachusetts

          Exzellenzinitiative : Es gibt noch immer kein deutsches Harvard

          Die Exzellenzinitiative wollte deutsche Hochschulen in die Ranglisten internationaler Spitzenunis führen. Dieses Ziel wurde verfehlt – und doch der deutschen Forschung zu einer größeren Sichtbarkeit verholfen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.