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Neue Studie : Jeder dritte deutsche Erwachsene wird gemobbt

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Mobbing am Arbeitsplatz ist weitverbreitet (Symbolbild). Bild: Picture-Alliance

Immer mehr Menschen in Deutschland werden Opfer von Mobbing. Die meisten dieser Fälle finden am Arbeitsplatz statt.

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          Die Zahl der Mobbingfälle bei Erwachsenen in Deutschland ist laut einer Studie weiter gestiegen. So gaben 30 Prozent der Befragten an, schon einmal gemobbt worden zu sein – egal ob online oder offline. Seit der letzten Erhebung 2014 entspricht das einer relativen Steigerung von 6,4 Prozent. „Die Studie zeigt, dass ich das Problem verschärft hat“, sagt Uwe Leest vom Bündnis gegen Cybermobbing, das die Erhebung durchgeführt gegeben hat, am Freitag in Berlin.

          Noch stärker zugenommen haben die Diffamierungen, Nötigungen, Beleidigungen oder Belästigungen im Netz. So ist das Internetmobbing relativ um 13,6 Prozent auf 9,2 Prozent gewachsen.

          „Ein Grund ist natürlich, dass die mobile Internetnutzung massiv gewachsen ist“, sagt Daniel Süß, Professor für Medienpsychologie in Zürich. Gemobbt werden kann praktisch jederzeit und von überall. Beispiele gibt es zuhauf, ob erniedrigende Bilder und intime Videos, die im Kollegenkreis verbreitet werden, der stalkende ehemalige Partner oder das gefälschte Facebook-Profil. Für Experten gehören Mobbing und Cybermobbing längst zusammen. Attacken in der realen Welt vermischen sich zunehmend mit dem Internetmobbing, welches das analoge Mobbing ergänzt oder gar ersetzt.

          Was kann dagegen getan werden?

          Wie die repräsentative Studie weiter ergab, werden Frauen 1,5 mal häufiger Opfer von Mobbingattacken als Männer. Besonders alarmierend sind die Zahlen bei jüngeren Menschen (20 bis 25 Jahre). Diese seien fast doppelt so häufig von Cybermobbing betroffen wie der Durchschnitt (18 Prozent).

          „Das sind die ersten Vertreter der „Generation Smartphone“ in der Arbeitswelt“, so Leest. Aus ihrer Jugend hätten sie ein Verhalten verinnerlicht, das nicht entsprechend sanktioniert worden sei. „Wenn wir nichts dagegen tun, wird sich diese Weller weiter vergrößern.“ Das Bündnis gegen Cybermobbing fordert flächendeckende Mobbingberatungsstellen, anonyme Hotlines und ein einheitliches (Cyber-)Mobbinggesetz. „Die Täter müssen sehen, dass sie für ihre Verhalten sanktioniert werden können“, sagt Leest.

          Aber auch Unternehmen könnten handeln, etwa indem sie starre Hierarchien oder ein konkurrenzorientiertes Klima abschaffen. Zudem müsse in der Firmenkultur mehr Zivilcourage entwickelt werden, sagt Süss. „Wir reden immer nur über die Täter und Opfer.“ Ebenso wichtig seien aber die Zeugen, die unbeteiligt dabei seien. Sie müssten lernen, beherzt einzugreifen

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