https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/studie-intelligente-menschen-gehen-geschickter-mit-geld-um-1465851.html

Studie : Intelligente Menschen gehen geschickter mit Geld um

  • Aktualisiert am

Intelligenz, Geduld und Risikotoleranz sind offenbar unabhängig von der persönlichen finanziellen Lage eng miteinander verknüpft. Das fanden Bonner Wissenschaftler in einer Studie heraus. Eines der Ergebnisse: Wer intelligent ist, wartet lieber ab, bis sich sein Gewinn erhöht.

          1 Min.

          Wissenschaftler der Uni Bonn und des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) haben erstmals einen Zusammenhang zwischen Intelligenz und Geduld im Umgang mit Geld nachgewiesen. Eine am Mittwoch veröffentlichte Studie ergab, dass intelligente Menschen lieber auf einen höheren Gewinn warten als direkt zuzugreifen. Aber auch die Risikobereitschaft, steige mit höherer Intelligenz, teilte die Bonner Uni mit.

          Die Forscher hatten ihren Versuchspersonen jeweils 100 Euro in die Hand gedrückt. Anschließend mussten die bundesweit rund 1000 Probanden entscheiden, ob sie das Geld sofort in die Tasche stecken oder lieber zinsgünstig anlegen wollten - wodurch sich der Betrag binnen Jahresfrist je nach Zins um fünf, 20 oder gar 50 Euro erhöht hätte.

          Warten auf die Auszahlung

          Dabei sollten die Versuchspersonen selbst festlegen, wie hoch der Betrag in einem Jahr mindestens sein müsste, damit sich für sie das Warten auf die Auszahlung lohnt. Mit einem ähnlichen Versuch bestimmten die Wissenschaftler die Risikobereitschaft der Befragten. Zudem absolvierten die Teilnehmer zwei verschiedene Intelligenztests.

          „Je intelligenter die Versuchspersonen, desto geduldiger und risikotoleranter waren sie“, fasste der Bonner Ökonom Armin Falk die Ergebnisse zusammen. Intelligenz, Geduld und Risikotoleranz seien offenbar unabhängig von der persönlichen finanziellen Lage eng miteinander verknüpft - vermutlich aus gutem Grund: Um ein Risiko richtig einzuschätzen oder eine langfristig erfolgreiche Strategie zu fahren, müssten nämlich Zusammenhänge durchschaut werden. „Wem diese Fähigkeit abgeht, der fährt mit dem Motto 'Besser der Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach' vielleicht besser“, betonte Falk.

          Weitere Themen

          „Sie werden ihre Kinder nie wiedersehen“

          Amoklauf in den USA : „Sie werden ihre Kinder nie wiedersehen“

          Bei einem der verheerendsten Schulmassaker in der US-Geschichte sind an einer texanischen Grundschule 19 Kinder und zwei Erwachsene getötet worden. Viele weitere wurden verletzt. Nun werden erste Details bekannt. Präsident Biden reagiert wütend – und sichtlich erschüttert.

          Topmeldungen

          Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung am 26. März in Banks County in Georgia

          Vorwahl in Georgia : Trumps Rachefeldzug ist vorerst gescheitert

          Donald Trump wollte sich am Gouverneur von Georgia rächen. Der hatte sich nicht an der „Big Lie“ von der „gestohlenen Wahl“ beteiligt. Die Mehrheit der Republikaner folgte aber nicht Trump, sondern einer anderen Stimme in der Partei.
          Zeitkritisch: Paxlovid muss schnell eingenommen werden.

          Corona-Medikament Paxlovid : Pille der Hoffnung

          In Südbaden will Pfizer massenhaft Tabletten gegen Covid-19 herstellen. Doch Hausärzte verschreiben das Mittel nur in Ausnahmefällen – Neben- und Wechselwirkungen wollen gut bedacht sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.
          Baufinanzierung
          Erhalten Sie Ihren Bauzins in 3 Minuten
          Automarkt
          Finden Sie Ihren Gebrauchtwagen
          50Plus
          Serviceportal für Best Ager, Senioren & Angehörige