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Studentische Verbindungen : Die Krise der Deutschen Burschenschaft

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Das Erbe von „Ehre, Freiheit und Vaterland“ kann durch Singen, Trinken und Fechten nicht angeeignet werden. Mitglieder der Deutschen Burschenschaft (DB) beim Jahrestreffen auf der Wartburg in Eisenach Bild: dpa

Die Mitgliederzahlen sinken, die Verbände sind zersplittert: Warum Deutschlands studentische Verbindungen seit Ende des zweiten Weltkriegs immer mehr in die Bedeutungslosigkeit abgedriftet sind.

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          Die offenkundige Krise der „Deutschen Burschenschaft“ (DB), eines von etwa dreißig verbindungsstudentischen Dachverbänden im deutschsprachigen Raum, beschäftigt schon seit geraumer Zeit die deutschen Medien. Dabei bilden die an die Öffentlichkeit gelangten internen Auseinandersetzungen um die Aufnahme des chinesischstämmigen Studenten Kai Ming Au durch eine Mannheimer Burschenschaft im Jahr 2011 und deren Folgen den bisherigen Höhepunkt.

          Dass sich ausgerechnet ein Korporationsverband, der sich seit seinen Anfängen die Einheit der Nation auf die Fahnen geschrieben hatte, in verbissen ausgetragenen Grabenkämpfen verzettelt, ist an sich nichts Neues. Bereits im neunzehnten Jahrhundert war die allmähliche Entstehung des heutigen Dachverbands begleitet von heftigen Richtungsstreitigkeiten, Abgrenzungen und Spaltungen. Vor 1933 gab es denn auch durchweg mehr als einen burschenschaftlichen Dachverband.

          Schleichender Bedeutungsverlust

          Die Entwicklung der DB nach 1945 kann nicht verstanden werden ohne die Berücksichtigung der ambivalenten Entwicklung des Verbindungswesens in der Nachkriegszeit: Das Verhalten der Mehrzahl der Korporationen, gerade auch der Burschenschaften, gegenüber dem Nationalsozialismus stellte damals eine dauerhafte Hypothek für deren Existenzberechtigung dar. Waren die Verbindungen noch bis in die dreißiger Jahre hinein ein selbstverständlicher Bestandteil der deutschen Universitäten gewesen, so gingen diese nach 1945 auf Distanz. Es gelang den Verbindungen bis Mitte der sechziger Jahre zwar, an frühere Hochzeiten anzuknüpfen - 1962 gehörten bundesweit rund zwanzig Prozent aller Studenten (und etwa dreißig Prozent der männlichen Studierenden) einer Verbindung an. Sie wurden an mittleren und kleinen Universitäten auch wieder Teil des öffentlichen Lebens.

          Doch konnten sie nicht mehr von sich behaupten, repräsentativ für die Studentenschaft zu sein. Bei allem zur Schau gestellten Traditionalismus war die Rekonstruktion des deutschen Verbindungswesens keine schlichte Restauration: Neu war vor allem die Tatsache, dass sich alle Korporationsverbände uneingeschränkt auf den Boden der freiheitlichen Demokratie westeuropäischen Typs stellten. Am 6. November 1951 legten sie gegenüber Bundesinnenminister Robert Lehr (bis 1933 DNVP, seit 1945 CDU), der selbst Mitglied eines Corps war, ein entsprechendes „staatsbürgerliches Bekenntnis“ ab.

          Der traditionelle akademische Rechtsradikalismus, der die Universitäten der Weimarer Republik geprägt hatte, war in der Bundesrepublik eine Randerscheinung. Das parteipolitische Spektrum in den Verbindungen war mehrheitlich bürgerlich, eine Minderheit der Korporierten stand politisch links. Die SPD hatte nach 1945 zunächst einen eher verbindungsfeindlichen Kurs gefahren, ein 1954 vom SPD-Bundesparteitag auf Drängen des SDS gefasster Unvereinbarkeitsbeschluss, der sich gegen die schlagenden Verbindungen richtete, erwies sich als weitgehend wirkungslos, weil es prominente Korporierte eben auch in der SPD gab, etwa die niedersächsischen Ministerpräsidenten Hinrich Wilhelm Kopf und Georg Diederichs oder den Vertriebenenpolitiker Reinhold Rehs. Es fehlte mehrheitlich auch der ernsthafte Wille, den SDS im Kampf gegen die Verbindungen zu unterstützen. Die nach Regierungsbeteiligung strebende SPD suchte im Gegenteil den Kontakt zu diesen. Der Unvereinbarkeitsbeschluss wurde schließlich im Januar 1967 förmlich aufgehoben.

          Seit den späten fünfziger Jahren setzte ein schleichender Bedeutungsverlust des Verbindungswesens ein, da es diesem nicht gelang, bei der Rekrutierung neuer Mitglieder Schritt zu halten mit den stetig steigenden Studentenzahlen. Hinzu kommt, dass viele Verbindungen selbst vom Geist der Achtundsechziger-Bewegung erfasst wurden. Man kann etwas verkürzt sagen, dass den Korporationsverbänden die Ereignisse des Jahres 1968 die Dimensionen des erlittenen Bedeutungsverlustes schockartig bewusst machten. Scheinbar ad acta gelegte Konfliktpunkte aus der Wiedergründungszeit (so zum Beispiel das Mensurenfechten, der Stellenwert des Männerbundes oder das Konfessionsprinzip) kamen nun unter dem Eindruck zurückgehender Mitgliederzahlen auf die Tagesordnung. Dies hatte massive Auseinandersetzungen in den Verbänden zur Folge und bewirkte, dass diese sich überwiegend mit sich selbst beschäftigten.

          Tschüs Großdeutschland

          Die DB war 1949/1950 als ein Verband wiedergegründet worden, der sich territorial auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland beschränkte und die freiheitlich-demokratische Grundordnung bejahte. Das Ziel der Wiedervereinigung bezog sich zeittypisch auf die Grenzen von 1937. Diese Festlegungen bedeuteten eine Abkehr von der vor allem seit dem Ende des Ersten Weltkriegs von der DB vertretenen großdeutschen Programmatik wie auch eine prinzipielle Absage an nationalistisch aufgeladenes völkisches Gedankengut. Dieser Gesinnungswandel, der keineswegs nur taktischer Natur und intern auch umstritten gewesen war, wurde symbolisch dadurch unterstrichen, dass seit 1955 die Stadt Landau in der Regel Tagungsort der Verbandstage (Burschentage) der DB war. Damit knüpfte diese an ihre republikanischen und demokratischen Traditionen des Hambacher Fests von 1832 an.

          Die DB war damals der größte Korporationsverband der Bundesrepublik; wiedergegründet von 67 Burschenschaften, umfasste sie Ende der sechziger Jahre 5591 studierende Mitglieder und 23 500 sogenannte Alte Herren in etwa 130 Bünden. In den fünfziger und frühen sechziger Jahren verfügten in der DB die liberalen und liberalkonservativen Bünde über eine Mehrheit. Entsprechend vielgestaltig war damals auch das Spektrum der aus diesem Verband hervorgegangenen Personen: der nordrhein-westfälische Landespolitiker und Minister Friedhelm Farthmann (SPD), der spätere Befehlshaber der Nato-Landstreitkräfte Günter Kießling, der langjährige Regierende Bürgermeister von Berlin Eberhard Diepgen (CDU), der Bundesminister Hermann Höcherl (CSU) und der SDS-Aktivist Hans-Jürgen Krahl (1943 bis 1970), der allerdings nach einem politisch motivierten Streit mit einem Alten Herrn aus seiner Burschenschaft ausgeschlossen wurde. Die SPD bemühte sich in diesen Jahren sehr um die DB, insbesondere Willy Brandt, der als Regierender Bürgermeister von Berlin vielbeachtete Ansprachen auf Burschenschaftertreffen hielt und demonstrativ Gemeinsamkeiten zwischen DB und SPD, gerade in der nationalen Frage, hervorhob.

          Bündnis der Rechten: Die Gründung der BG

          1954 hatte die DB nach langen internen Diskussionen die Pflichtmensur, also den ritualisierten, vereinbarten Zweikampf mit Schlägern, wieder eingeführt. Aufgegeben wurde dagegen, wie bei allen schlagenden Verbindungen in der Bundesrepublik, die „unbedingte Satisfaktion“ mit der Waffe, das heißt das Duellwesen alter Art.

          Kennzeichnend für die wiedergegründete DB war ein Wiederaufleben des überkommenen innerverbandlichen Partikularismus, der seinen Ausdruck in einer Vielzahl von Kartellen fand. Die seit den späten vierziger Jahren ebenfalls wiederentstandenen Burschenschaften in der Republik Österreich waren bei der DB-Neugründung außen vor geblieben. Dies war zum einen eine Folge der späteren Rekonstituierung des österreichischen Waffenstudententums, zum anderen die Konsequenz einer gewissen geistigen Entfremdung: In Österreich lebte, ironischerweise unter dem Schutz der sogenannten Opfertheorie, das Erbe des akademischen Rechtsradikalismus und des völkisch grundierten Nationalismus der zwanziger und dreißiger Jahre in modifizierter Form fort.

          1952 gründeten die österreichischen Burschenschaften einen eigenen Dachverband. Eine Fusion beider Verbände wurde 1961 auf dem Nürnberger Burschentag der DB nach heftigen Debatten mehrheitlich abgelehnt. Deshalb gründeten die österreichischen Burschenschaften 1961 in München mit ihnen weltanschaulich nahestehenden bundesdeutschen Burschenschaften, gewissermaßen dem unterlegenen rechten Flügel der DB, der sogenannten „Burschenschaftlichen Gemeinschaft“ (BG), eine Art verbändeübergreifendes Zweckbündnis, welches das Ziel der Wiederaufnahme der österreichischen Burschenschaften in die DB verfolgte.

          Die BG verstand und versteht sich im Prinzip immer noch als geschlossen auftretende und übereinstimmend handelnde, streng national und waffenstudentisch orientierte burschenschaftliche Elite, die - so die Selbstaussage auf ihrer Internetseite - „den volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff ohne Rücksicht auf staatliche Gebilde und deren Grenzen“ unterstützt. Ausdrücklich wird hierbei betont, „daß keine freiwillige Abtretung der Ostgebiete stattgefunden hat und somit eine einseitige Verletzung des Völkerrechts vorliegt“.

          Grabenkämpfe um die Mensurpflicht

          Das Gedankengut von 1968 fiel bei den Burschenschaften wegen ihres traditionellen politischen Anspruchs teilweise auf fruchtbaren Boden. So rief etwa die Marburger Burschenschaft Normannia-Leipzig zum Entsetzen vieler Alter Herren zur Teilnahme am Protest-Sternmarsch gegen die Notstandsgesetze am 11. Mai 1968 in Bonn auf. Auf der anderen Seite gelang es seit den späten sechziger Jahren der NPD, in größerem Umfang auf dem rechten Flügel der DB personell Fuß zu fassen.

          Von weitreichender Bedeutung für die weitere Entwicklung war, dass die strittigen weltanschaulich-politischen Fragen argumentativ verknüpft wurden mit der Mensurfrage. Viele liberale Burschenschaften und linksorientierte Aktive wollten die Abschaffung der Pflichtmensur, da ihnen die politische Arbeit wichtiger war als das Fechten. Andererseits gab es gar nicht wenige liberal-konservative Burschenschaften, die politisch nichts mit dem rechten Flügel der DB verband, die aber mit ihm in der Mensurfrage übereinstimmten. Insofern war dieses Thema geeignet, das ohnehin heterogene Lager der gemäßigten Burschenschaften, das die DB bisher dominiert hatte, zu schwächen.

          Der Konflikt eskalierte Ende der Sechziger so sehr, dass die DB daran fast zerbrochen wäre, weil die miteinander verfeindeten Lager auf den Burschentagen zwar Sperrminoritäten, aber keine satzungsändernden Mehrheiten zustande brachten. Es drohte die Lähmung des Verbandes, sogar dessen Spaltung. Schließlich wurde auf dem Landauer Burschentag des Jahres 1971 mit knapper satzungsändernder Mehrheit eine Lösung gefunden, die die DB vordergründig wieder handlungsfähig machte: Den einzelnen Burschenschaften war nun freigestellt, ob sie von ihren Mitgliedern die Absolvierung von Pflichtmensuren verlangten. Im Gegenzug wurde den österreichischen Burschenschaften der Beitritt zur DB ermöglicht und der „volkstumsbezogene Vaterlandsbegriff“ in der Verfassung der DB verankert, wobei dessen konkrete Auslegung allerdings umstritten blieb; aus dieser Unklarheit resultierte 2011 der „Fall Kai Ming Au“.

          Resignation der Liberalen

          Was auf den ersten Blick wie ein Kompromiss aussah, stellte einen weitgehenden Sieg des durch den Beitritt von 15 österreichischen Burschenschaften gestärkten rechten Flügels der DB dar: Die BG löste sich nämlich nicht auf, sondern dominiert seither aufgrund ihrer großen Geschlossenheit die DB in erheblichem Umfang. Die liberalen Burschenschaften, die vielfach durch innere Konflikte geschwächt waren und auch weiterhin nicht als einheitlicher „Block“ auftraten, hatten dem dauerhaft nichts entgegenzusetzen. Wie schwach der liberale Flügel der DB seit Mitte der Siebziger war, zeigte sich vor allem an der Unmöglichkeit, sich bei Konfliktpunkten wie der Zulässigkeit der Aufnahme von Kriegsdienstverweigerern und einer glaubwürdigen Abgrenzung zum Rechtsextremismus durchzusetzen.

          Einen Höhepunkt erreichten die immer wieder aufflammenden Auseinandersetzungen zwischen liberalen Verbänden und der BG ausgerechnet 1989/90, als die damalige Vorsitzende Burschenschaft Olympia Wien, die von 1961 bis 1973 wegen des Vorwurfs der Beteiligung von Mitgliedern an Terroranschlägen in Südtirol behördlich aufgelöst gewesen war, unmissverständlich deutlich machte, dass sie in der Wiedervereinigung des Jahres 1990 lediglich einen Zwischenschritt zur Verwirklichung ihres großdeutschen Programms sah.

          In den neunziger Jahren begannen die liberalen Kräfte in der DB zunehmend zu resignieren und den Verband zu verlassen. 1991 wurde mit der „Vereinigung Deutscher Burschenschafter“ (VdB) erstmals ein, allerdings kurzlebiger, Konkurrenzverband gegründet, 1996 entstand mit der Neuen Deutschen Burschenschaft (NeueDB) ein weiterer burschenschaftlicher Dachverband, der sich als liberale Alternative zur DB versteht, dem es allerdings bisher bei weitem nicht gelungen ist, alle seither aus der DB ausgetretenen Burschenschaften zu organisieren. Dies liegt vor allem daran, dass die NeueDB kein pflichtschlagender Verband ist.

          Abstieg in die Irrelevanz

          Der rechte Flügel der DB hatte diese Entwicklung als Profilbildung, verbunden mit notwendiger Gesundschrumpfung begrüßt, mittlerweile werden aber auch die problematischen Folgen dieses Prozesses deutlich, nämlich ein eklatanter Bedeutungsverlust der DB. Diese wird, anders als vor 1968, heute keinesfalls mehr als ernstzunehmender Gesprächspartner bei den drängenden gesellschaftlichen Debatten wahrgenommen.

          Auffällig ist auch, dass es in der Bundesrepublik in nennenswerter Zahl kaum noch DB-Burschenschafter in gesellschaftlich führenden Positionen gibt. Im Gegenteil scheint es so zu sein, dass gerade Burschenschaften, die prominente Mitglieder haben, die DB verlassen haben, so etwa zuletzt Burschenschaften der CSU-Politiker Peter Ramsauer (Franco-Bavaria München) und Hans-Peter Uhl (Arminia-Rhenania München). Beschleunigt wurde die Krise der DB in jüngster Zeit noch durch den bereits erwähnten „Fall Kai Ming Au“ sowie die Auseinandersetzungen um den bis 2012 amtierenden Schriftleiter der Verbandszeitschrift „Burschenschaftliche Blätter“ Norbert Weidner, dem liberale Burschenschaften eine rechtsextremistische Gesinnung vorwarfen.

          Im Grunde hat der Verband seit Ende der sechziger Jahre stetig Mitglieder verloren, ein Trend, der sich seit den neunziger Jahren noch verstärkt hat und an dem auch die Aufnahme neuer, zumeist kleiner Bünde nichts geändert hat. An der Mehrzahl der deutschen Hochschulorte ist die DB vergleichsweise nur noch schwach oder gar nicht mehr vertreten. Ausweislich ihrer Internetseite verfügt die DB aktuell (Stand 31. Oktober 2013) noch über 68 Mitgliedsbünde, davon 21 in Österreich. Die Zahl der Einzelmitglieder ist unklar, die Auflage der „Burschenschaftlichen Blätter“ beträgt nach eigenen Angaben 10 500 Exemplare. Nimmt man diese Zahl als Maßstab würde das bedeuten, dass sich die Gesamtmitgliederzahl seit den späten sechziger Jahren auf gut ein Drittel reduziert hat.

          Zersplittertes Bild

          Bemerkenswert ist, dass neuerdings offenbar auch die BG Mitglieder verliert, bisher acht, darunter zwei österreichische Burschenschaften. Da überproportional viele mitgliederstarke Burschenschaften aus der DB ausgeschieden sind und möglicherweise noch weitere ausscheiden werden, dürfte sich bald die Frage stellen, wie lange der Dachverbandsbetrieb noch finanziert werden kann. Letztlich ist die DB heute nur noch ein Schatten dessen, was dieser traditionsreiche Verband einmal war. Als repräsentativ für den Verbindungstypus Burschenschaft beziehungsweise das burschenschaftliche Milieu wird man die DB heute kaum noch bezeichnen können, für das nach wie vor pluralistisch aufgefächerte Verbindungswesen insgesamt schon gar nicht.

          Im Grunde sind die Burschenschaften zurückgefallen auf einen Zustand, den es in den sechziger und siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts schon einmal gab, nämlich den einer letztlich weltanschaulich-ideologisch begründeten Zersplitterung, die zur Folge hat, dass man sich mehr mit sich selbst beschäftigt als mit den drängenden Fragen der Zeit. Die Gründung des Allgemeinen Deputierten-Convents im Jahr 1881 (seit 1902 Deutsche Burschenschaft) war damals ganz wesentlich verknüpft mit der inneren Anerkennung der kleindeutsch-preußischen Reichsgründung von 1871, weshalb österreichische Burschenschaften nicht aufgenommen wurden und das Eisenacher Burschenschaftsdenkmal 1902 „Dem geeinten Vaterlande“ gewidmet wurde; österreichische Burschenschaften waren an der Einweihung nur als Gäste beteiligt.

          Der Beitritt der österreichischen Burschenschaften zur DB nach dem Ersten Weltkrieg verstärkte damals in der DB bereits vorhandene völkische Tendenzen und bewirkte eine Aushöhlung des burschenschaftlichen Freiheitbegriffs sowie eine Radikalisierung des Verbandes nach rechts mit den entsprechenden Folgen für die Anschlussfähigkeit des burschenschaftlichen Gedankenguts an die Ideologie des Nationalsozialismus. Was daraus folgte, ist bekannt und sollte heutigen Burschenschaftern eine Warnung sein.

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