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Streik : Iberia streicht ein Viertel aller Flüge

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Statt Flügen Verhandlungen: Iberias Piloten streiken Bild: dpa

Der Tarifstreit zwischen den Piloten der spanischen Fluggesellschaft Iberia und ihrem Arbeitgeber geht in die nächste Runde. Am Dienstag fiel ein Viertel aller Flüge aus.

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          Es kam wie angedroht: Am Dienstag streiken die Piloten der spanischen Fluggesellschaft Iberia. Es war der zweite von insgesamt zehn für diesen Sommer angedrohten Streiktagen. Die Fluglinie hatte wegen des 24-stündigen Streiks vorsorglich etwa ein Viertel ihrer für Dienstag vorgesehenen 1.020 Flüge gestrichen. Die Auswirkungen des Streiks wurden dadurch abgemildert, dass die Piloten auf Anordnung der Regierung auf allen Routen ein Minimum an Flügen aufrecht erhielten.

          Die rund 1.900 Piloten fordern bessere Renten und Gehaltserhöhungen um rund 20 Prozent. Die Piloten fordern eine Aufhebung der Lohnkürzungen des Jahres 1995, die von den Piloten akzeptiert worden waren, weil das Unternehmen damals kurz vor der Pleite stand. Außerdem sollen die Gehälter in den kommenden vier Jahre parallel zur Inflation steigen. Iberia hatte nach dem Rückzug ihres ursprünglichen Angebotes am Montag einen Inflationsausgleich für zwei Jahre angeboten. Die Gespräche mit dem Pilotenverband SEPLA sollen am Mittwoch fortgesetzt werden. Falls keine Einigung erzielt wird, ist für den 10. Juli eine weitere Arbeitsniederlegung angekündigt.

          Iberia-Aktie nahm Schaden

          Der Schaden belief sich den Angaben zufolge auf etwa zwölf Millionen Mark. Iberia kündigte wegen des Streiks Einsparungen an. Piloten in der Ausbildung sollen nicht übernommen, bestellte Flugzeuge erst später gekauft und das Flugangebot reduziert werden. Die Aktien von Iberia tendierten am Dienstag schwächer. Das Papier verlor bis zum Mittag in einem schwachen Börsenumfeld 0,87 Prozent auf 1,14 Euro.

          Vorbild Lufthansa

          Vor einigen Wochen hatten auch die Piloten der Deutschen Lufthansa mehrmals für eine bessere Bezahlung gestreikt. Auch damals waren zahlreiche Flüge ausgefallen. Nach der Einschaltung eines Schlichters hatte sich die Lufthansa mit ihren Flugzeugführern schließlich auf einen Kompromiss verständigt. Wenige Tage nach der Einigung hatte die Lufthansa eine Gewinnwarnung ausgegeben und dies unter anderem mit den Kosten für die gestiegenen Pilotengehälter begründet.

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