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Straßenverkehr : Schneefälle machen Lkw zu schaffen

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Straßenfußballer wider Willen. Fernfahrer vertreiben sich die Zeit Bild: AP

Der Winter zeigt noch einmal, was er kann. Im Baskenland und Frankreich kam der grenzüberschreitende Lastwagenverkehr zum erliegen. Schnee fiel auch nahe Neapel und auf Sizilien.

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          Heftige Schneefälle haben am Wochenende 500 Dörfer in Nordspanien von der Außenwelt abgeschnitten. Fast 17.000 Einwohner waren infolge des Schneechaos isoliert. In den nordspanischen Regionen Asturien und Kantabrien waren Straßen und Bahnlinien zeitweise unpassierbar. Da die Behörden die Autobahnen in Nordspanien sperrten, stauten sich auf der französischen Seite bis zu 5.000 Lastwagen, die Richtung Spanien unterwegs waren.

          Zwischen den spanischen Städten Miranda del Ebro und Burgos saßen nach Angaben der Behörden 5000 Autofahrer bis zu 19 Stunden im Schnee fest, weil quer stehende Lastwagen die privat betriebene Autobahn blockierten. Einige Betroffene schlugen sich in Ortschaften durch und verbrachten die Nacht zum Samstag in Behelfsunterkünften. Hunderte übernachteten bei Minustemperaturen in ihren Wagen.

          Verkehrschaos nicht nur in Spanien

          Zwischen den Balearen-Inseln Ibiza und Formentera lief bei Sturm ein spanischer Frachter auf Grund. Die 22 Besatzungsmitglieder wurden mit einem Hubschrauber gerettet, teilte der Seenotrettungsdienst mit.

          In Südwestfrankreich standen Lastwagen auf einer Strecke von etwa 200 Kilometern und warteten auf eine Besserung der Lage im Nachbarland, meldete die Verkehrswacht. Das Rote Kreuz stellte Notunterkünfte bereit.

          Starke Schneefälle lösten am Wochenende auch in Nord- und Mittelitalien ein Verkehrschaos aus. Straßen- und Bahnverkehr wurden lahm gelegt. Flüge wurden gestrichen, Paßstraßen mußten gesperrt werden. Auf der Autobahn zwischen Florenz und Bologna saßen am Samstag viele Autofahrer stundenlang fest. Schnee fiel auch nahe Neapel und in weiteren süditalienischen Regionen sowie auf Sizilien.

          Die Nacht zum Samstag mußten auch in Nordrhein-Westfalen tausende Autofahrer nach stundenlangem Schneetreiben in ihren Autos verbringen. Insgesamt stauten sich die Fahrzeuge auf einer Gesamtlänge von 230 Kilometern. „Die Lastwagen standen quer. Es brauchte Stunden, um sie wieder flott zu bekommen“, sagte ein Polizeisprecher. Bis zum Morgen lösten sich die Staus auf.

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