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Straßenverkehr : Mofafahrer rast mit 125 Sachen durch Mülheim

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Born To Be Wild Bild: plainpicture / John, T.

Ein 16-jähriger Oberhausener muss sich wie Schumi gefühlt haben: Er heizte mit 125 km/h auf seinem getunten Mofa durch Mülheim.

          Einen Negativrekord hat ein 16-jähriger Jugendlicher in Mülheim mit einem viel zu flotten Mofa aufgestellt: 125 Stundenkilometer Spitzengeschwindigkeit erreichte das Zweirad auf dem Prüfstand der Polizei, nachdem der Jugendliche Streifenbeamten wegen seiner rasanten Fahrweise aufgefallen war. Das ist Rekord. Zumindest laut offizieller Polizeistatistik.

          Der Auflage, das Mofa wieder in den Originalzustand zu versetzen, sei der 16-jährige Oberhausener jedoch nur teilweise nachgekommen, berichtete die Polizei Mülheim. Als er erneut in eine Kontrolle geriet, brachte das Mofa immer noch eine Höchstleistung von 85 Stundenkilometern.

          Daraufhin ließen die Beamten keine Gnade mehr walten und zogen das Zweirad ein. Den Jugendlichen erwartet nun eine Anzeige wegen Fahrens ohne Führerschein.

          Prüfbescheinigung für Mofas

          Denn als Motorisiertes Fahrrad (Mofa) werden Fahrräder mit Hilfsmotor mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h und einem Hubraum von nicht mehr als 50 ccm bezeichnet. Wer 15 Jahre oder älter ist, darf auf öffentlichen Straßen mit einem Mofa fahren. Dazu braucht er eine Mofa-Prüfbescheinigung, die keine echte Fahrerlaubnis im gesetzlichen Sinne ist.

          Für die Prüfung müssen mindestens sechs Doppelstunden Theorie belegt und eine Doppelstunde praktische Ausbildung absolviert werden. Wer einen Führerschein besitzt, muss keine Prüfbescheinigung für Mofas erwerben.

          Mokickroller statt Mofas

          Klassische Mofas werden heute kaum mehr gebaut. Meistens handelt es sich um Motorroller, die mit etwas anderer Verkleidung ausgeliefert werden. Diese als Mokickroller bezeichneten Gefährte werden speziell auf die erlaubte Mofageschwindigkeit gedrosselt. Diese Drosselung geschieht auch nicht mehr wie früher durch Zustopfen des Auspuffs, sondern auf elektronischem Weg. Außerdem wird der Soziusplatz des Rollers abgedeckt, Mofas dürfen nur einen Sitzplatz haben. Der Mofaroller kann nach dem 16 Lebensjahr und dem Erwerb der Fahrerlaubnis mit geringem Aufwand entdrosselt und zweisitzig gemacht werden.

          Geringe Nachfrage nach echten Mofas

          Nach Informationen des Zweirad Industrie Verbandes (ZIV) wurden 2001 knapp 109.000 Zweiräder mit 50 ccm Hubraum verkauft (Preis zwischen 1.500 und 2.500 Euro). Etwas über 15.000 davon waren Mofaroller.

          Echte Mofas - die Firma Sachs bietet die Klassiker an - werden im Schnitt gerade mal noch 2.000 im Jahr verkauft. In den siebziger Jahren waren es noch allein bei Sachs 120.000 im Jahr. Etwa 400.000 neue Mofas wurden damals deutschlandweit abgesetzt.

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