https://www.faz.net/-gum-nlr4

Stichwort : Internationale Walfangkommission

  • Aktualisiert am

Bild: IWC

Die Internationale Walfang-Kommission (IWC) ist keine Tierschutzorganisation. Sie setzt Quoten für den Walfang fest, damit die Meeresriesen weiterhin gejagt werden können. Es findet ein ständiger Kampf zwischen Walfänger und Walschützern statt.

          Die Internationalen Walfangkommission (IWC) soll den Walfang regulieren und dafür sorgen, dass keine Walart ausgerottet wird. Sie ist jedoch keine Walschutzorganisation, die ein Fangverbot um seiner selbst willen durchsetzen soll. Ähnlich wie Fischerei-Organisationen soll sie vielmehr Fangquoten festlegen, die den Bestand der Großwale nicht gefährden und den Walfang damit langfristig sichern.

          Als die Kommission 1946 gegründet wurde, waren viele Walarten allerdings schon durch übermäßige Jagd vom Aussterben bedroht. So wurden in den 30er Jahren etwa 300 000 Blauwale gefangen, bis nur noch einige tausend Exemplare übrig waren. Obwohl dieser größte aller Wale schon 1966 unter Schutz gestellt wurde, hat sich der Bestand bis heute kaum erholt. 1982 beschloss die IWC, den Walfang von 1986 an bis auf weiteres völlig zu verbieten, da die meisten Großwale als gefährdet eingestuft wurden. Seitdem haben sich bestimmte Arten wie der Minkwal (Zwergwal) wieder stark vermehrt. Für viele andere Arten liegen keine gesicherten Zahlen vor, da das Zählen der Meerestiere sehr schwierig ist.

          Gegensätzliche Lager blockieren sich

          Heute stehen sich in der IWC Walfänger und Walschützer unversöhnlich gegenüber. Beide Lager werfen sich vor, Entwicklungsländer zu kaufen, damit diese bei den Konferenzen wunschgemäß abstimmen. In den vergangenen Jahren haben unter den inzwischen mehr als 75 Mitgliedsstaaten die Walfang-Befürworter wieder an Einfluss gewonnen. Da für Grundsatz-Entscheidungen aber eine Drei-Viertel-Mehrheit nötig ist, blockieren sich beide Seiten oft gegenseitig. Allerdings bemühen sich die Walfangnationen unter der Führung von Japan verstärkt darum, dass künftig für derartige Entscheidungen einfache Mehrheiten reichen sollen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Fast-Fashion-Tracht : Dirndl für alle

          Eine große Modekette entdeckt das Oktoberfest für sich – mit günstigen Trachten für die Massen. In München kommt das nicht gut an.
          Die meisten Manager finden ihren Job heute schwerer als früher (Symbolbild).

          Studie : Fast niemand will mehr Manager werden

          Es breitet sich die Manager-Müdigkeit aus: Beruflich wollen in Zukunft nur noch wenige eine Führungsposition übernehmen, wie eine neue Studie zeigt. Die Autoren mahnen die Unternehmen auf zu handeln.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.