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„Steuben“ versenkt : Eine vergessene Katastrophe

Am Grund der Ostsee: Ein Sonarbild der polnischen Marine zeigt das Wrack der „Steuben“. Bild: ddp Images

Vor 75 Jahren wurde die „Steuben“ in der Ostsee versenkt – zehn Tage nach der „Wilhelm Gustloff“. Die meisten Passagiere hatten keine Chance auf Rettung.

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          Nur wenige Seemeilen trennen die drei Wracks, deren Namen für die größten Katastrophen in der Seefahrt stehen: „Wilhelm Gustloff“, „Steuben“, „Goya“. Mehr als 20.000 Menschen an Bord dieser Schiffe fanden 1945 innerhalb weniger Wochen den Tod. Alle drei Schiffe, auf denen sich jeweils Tausende Flüchtlinge und verwundete Soldaten befanden, wurden von sowjetischen Torpedos in der Ostsee zerstört – als letztes die „Goya“ am 16. April mit mehr als 7000 Personen an Bord. Weniger als 200 konnten gerettet werden.

          Peter-Philipp Schmitt

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Die „Wilhelm Gustloff“ und die „Steuben“ wurden schon früher im Jahr vom selben U-Boot, der „S13“, versenkt: Kapitän Alexander Iwanowitsch Marinesko und seine Besatzung lauerten auf der Stolpebank, einer Untiefe 16 Seemeilen nördlich der kleinen Hafenstadt Ustka (Stolpmünde), den deutschen Evakuierungsschiffen auf. Diese verkehrten regelmäßig und waren die einzige Möglichkeit, aus Ostpreußen Richtung Westen zu gelangen.

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