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Statistisches Bundesamt : Mehr Geburten - aber auch mehr Todesfälle

  • Aktualisiert am

Wenige Stunden alte Neugeborene in einem Krankenhaus in Halle. Bild: dpa

Seit mehr als 40 Jahren sterben in Deutschland jedes Jahr mehr Menschen als geboren werden. 2012 war der Rückgang besonders groß. Zuwanderer sorgen jedoch für ein Plus.

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          In Deutschland kommen wieder mehr Kinder zur Welt. Die Zahl der Todesfälle steigt aber stärker. Die Lücke zwischen Sterbefällen und Geburten und damit der Bevölkerungsrückgang war 2012 sogar so groß wie seit 37 Jahren nicht mehr. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag auf der Basis vorläufiger Zahlen mit. Zudem haben sich wieder mehr Menschen beim Standesamt trauen lassen.

          Entwicklung der Geburten und Sterbefälle in Deutschland

          Etwa 674.000 Kinder wurden im vergangenen Jahr geboren. Das waren nach den vorläufigen Berechnungen etwa 11.000 oder 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Gestorben sind etwa 870.000 Menschen - 2,0 Prozent (oder 18.000) mehr als vor Jahresfrist. Seit 1972 sterben in der Bundesrepublik jedes Jahr mehr Menschen als geboren werden. Die Zahl der Geburten ist von 1998 bis 2006 stetig gesunken, seither schwankt sie von Jahr zu Jahr.

          Zuwanderung stoppt Rückgang

          Die Bevölkerung ist im vergangenen Jahr um 196.000 Menschen geschrumpft. Das entspricht ungefähr einer Stadt der Größe zwischen Kassel und Mainz. Zuwanderung hat den Rückgang jedoch gestoppt und sogar für ein Plus gesorgt: Die Krise in Südeuropa und die EU-Osterweiterung brachten im vergangenen Jahr so viele Zuwanderer nach Deutschland wie zuletzt 1995. Aus Zu- und Abwanderung ergab sich ein Einwohnergewinn von 369.000 Menschen.

          Bei den Eheschließungen errechneten die Statistiker auch ein Plus: 387.000 Menschen trauten sich und gaben ihrem Partner das Ja-Wort; das waren 2,5 Prozent (oder 10.000) mehr als 2011. Mehr Ehen waren zuletzt nur 2005 geschlossen worden.

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