https://www.faz.net/-gum-p7eh

Statistisches Bundesamt : Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache

  • Aktualisiert am

Bluthochdruck erhöht das Risiko einer Erkrankung des Kreislaufsystems Bild: dpa

Schlecht durchblutetes Herz, Infarkt, Schlaganfall: Fast jeder zweite Deutsche stirbt an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, daß vor allem alte Menschen betroffen sind.

          1 Min.

          Fast jeder zweite Deutsche stirbt an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Im Jahr 2002 waren solche Erkrankungen die Ursache von 46,8 aller Todesfälle, teilte das Statistische Bundesamt mit. Rund 90 Prozent dieser Menschen waren älter als 64 Jahre.

          Den größten Anteil an allen Todesursachen machten mit 11,2 Prozent chronische Durchblutungsmängel des Herzens, sogenannte chronisch ischämische Herzkrankheiten, aus. Sie führten bei mehr als 94.000 Menschen zum Tod. 8,2 Prozent erlagen einem Herzinfarkt und 4,7 Prozent aller Todesfälle gingen auf einen Schlaganfall zurück, errechneten die Statistiker.

          Alarmzeichen ernst nehmen

          Frauen sterben häufiger als Männer an einer Krankheit ihres Kreislaufsystems, zumal sie im Schnitt auch älter werden: So waren die Frauen, deren Tod eine Herz-Kreislauf-Erkrankung auslöste, im Schnitt 83,9 Jahre alt und damit 8,2 Jahre älter als die Männer. 2,8 Millionen Patienten wurden 2002 wegen Krankheiten ihres Kreislaufsystems stationär behandelt.

          Der Sprecher der Deutschen Herzstiftung in Frankfurt, Martin Vestweber, mahnte, Alarmzeichen des Herzinfarkts ernst zu nehmen und den Notarzt im Zweifelsfall lieber einmal zu oft zu rufen. Zu den Symptomen zählten heftige Brustschmerzen, die in Arme, Schultern, Hals, Kiefer oder Oberbauch ausstrahlen können. Die Herzstiftung fordert seit langem, die 112 als bundesweit einheitliche Notrufnummer einzuführen.

          Erhöhtes Risiko durch Rauchen und Streß

          Ärzte raten auch zu rechtzeitigen Vorsorgemaßnahmen, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen Ärzten zu vermeiden. Als Risikogruppen nennt das Infozentrum für Prävention und Früherkennung unter anderem Raucher und Personen, die sich einseitig und fetthaltig ernähren, viel Streß oder einen erhöhten Cholesterinwert haben, unter Bluthochdruck sowie unter Übergewicht oder Diabetes mellitus leiden.

          Durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstanden dem deutschen Gesundheitswesen Kosten in Höhe von
          35,4 Milliarden Euro. Dies sind knapp 16 Prozent der gesamten Krankheitskosten in Deutschland.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Auf dem Weg zur Pressekonferenz: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

          EU-Konferenz : Regierungen wollen unnötige Reisen einschränken

          Die Grenzen im Binnenmarkt bleiben offen, doch sollen die Regeln noch strenger werden. Insbesondere für Menschen, die in Hochrisikogebieten leben. Genau dafür hatte sich Bundeskanzlerin Merkel stark gemacht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.