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Statistik : Zahl der Scheidungen weiter auf Rekordhöhe

  • Aktualisiert am

Dieses frisch getraute Paar denkt noch nicht an Scheidung Bild: dpa

Im Jahr 2000 wurden erneut über 100 von 10.000 Ehen beendet. Damit scheitert jede dritte Ehe.

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          Die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland bleibt auf Rekordniveau. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, wurden im vergangenen Jahr erneut rund 100 Scheidungen je 10.000 bestehender Ehen registriert. Mittlerweile gehen mehr als ein Drittel aller gesetzlichen Partnerschaften auseinander.

          Laut Bundesamt wurden im vergangenen Jahr im gesamten Bundesgebiet 194.410 Ehen rechtskräftig getrennt. Damit wurde bezogen auf die absolute Zahl ein neuer Höchststand erreicht. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Scheidungen um 3.820 Fälle beziehungsweise um zwei Prozent an. Parallel dazu hat auch die Zahl der von Scheidung betroffenen minderjährigen Kinder zugenommen: Im Jahr 2000 waren es fast 150.000 Jungen und Mädchen, 3,1 mehr als im Vorjahr, die sich mit der Trennung ihrer Eltern abfinden mussten.

          Rekord in Mecklenburg-Vorpommern

          In regionaler Hinsicht entwickelte sich die Zahl der Scheidungen nach Angaben des Bundesamtes uneinheitlich. Während in elf Bundesländern die Scheidungsfälle im Vorjahresvergleich zunahmen, wiesen fünf Länder niedrigere Zahlen auf. Rückläufig war die Zahl der Scheidungen insbesondere in Bremen (minus 4,8 Prozent), Sachsen-Anhalt (minus 4,2) und Berlin (minus 3,2) während sie in Mecklenburg-Vorpommern (plus 14,3), Brandenburg (plus 8,1) und Bayern (plus 7,1 Prozent) stieg.

          In der Rückschau auf die vergangenen Jahrzehnte geht aus den Wiesbadener Statistiken hervor, dass die Zahl der Trennungen seit dem In-Kraft-Treten des neuen Scheidungsrechts Ende der 70er Jahre kontinuierlich gestiegen ist. So kletterte die Zahl der rechtskräftigen Scheidungen je 10.000 bestehenden Ehen von 51 im Jahr 1979 auf 85 im Jahr 1989. Die 100 wurde erstmals im Jahr 1998 überschritten.

          Das statistische Bundesamt zog das Fazit, dass mittlerweile jede dritte Ehe früher oder später geschieden wird.

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