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Statistik : Frauen reichen häufiger die Scheidung ein als Männer

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Kommt seltener vor: Runter mit dem Ehering Bild: dpa

In Deutschland sind auch im vergangenen Jahr weniger Ehen geschieden worden als im Jahr zuvor. Damit setzte sich ein seit drei Jahren bestehender Trend fort. In 56 Prozent der Fälle reichte die Frau die Scheidung ein.

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          Zum dritten Mal in Folge ist die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland gesunken: Im vergangenen Jahr wurden rund 190.900 Ehen geschieden und damit 5,3 Prozent weniger als 2005, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte.

          Von tausend Ehen wurden somit durchschnittlich zehn geschieden. In den Jahren 2002 bis 2005 waren noch elf von 1.000 bestehenden Ehen geschieden worden. Die Zahl der Scheidungen hatte von 1992 bis 2003 fast beständig zugenommen, erst seit 2004 geht sie wieder zurück.

          Die Hälfte der Paare hatten Kinder

          Bei den im vergangenen Jahr geschiedenen Ehen wurde der Antrag in fast 56 Prozent der Fälle von der Frau gestellt. Der Mann reichte nur in 36 Prozent der Fälle die Scheidung ein, bei den übrigen Trennungen stellten die Partner den Antrag gemeinsam. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der nur vom Mann eingereichten Scheidungen damit um rund sechs Prozent zurück, bei den Frauen waren es rund fünf Prozent weniger allein eingereichte Scheidungsanträge.

          Knapp die Hälfte der 2006 geschiedenen Paare hatte Kinder unter 18 Jahren. Damit ging die Zahl der von Scheidung betroffenen Minderjährigen gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 148.600 zurück. Bei der Mehrzahl aller Ehescheidungen (fast 85 Prozent) waren die Parteien zumindest ein Jahr getrennt.

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