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Nach Hochwasserkatastrophe : Starkregen für Kreis Ahrweiler vorhergesagt

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Bad-Neuenahr-Ahrweiler: Anwohner und Ladeninhaber versuchen, ihre Häuser vom Schlamm zu befreien und unbrauchbares Mobiliar nach draußen zu bringen. Bild: dpa

Laut dem Deutschen Wetterdienst kann es in sechs Stunden bis zu 35 Liter pro Quadratmeter regnen. Unterdessen ist die Zahl der Toten im Kreis Ahrweiler gestiegen.

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          Für den von der Hochwasserkatastrophe stark betroffenen Kreis Ahrweiler hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Dienstag Starkregen vorhergesagt. In sechs Stunden kann es bis zu 35 Liter pro Quadratmeter regnen, wie der DWD auf seiner Website am Morgen mitteilte. Die Wetterwarnung gelte am Dienstag von 9.00 bis 17.00 Uhr. 

          Auch für weitere Teile von Rheinland-Pfalz und dem Saarland kündigte der DWD Regen und Gewitter an. Unwetter mit Starkregen sind demnach im Norden am wahrscheinlichsten. Die Temperaturen liegen am Dienstag bei 17 bis 21 Grad.

          In der Nacht zum Mittwoch sollen Schauer und Gewitter langsam nachlassen. In der zweite Nachthälfte ist es den Meteorologen zufolge dann meist trocken bei Tiefstwerten von 13 bis 11 Grad, im Bergland teils um 8 Grad. Am Mittwoch soll es nur noch zeitweise schauern bei Höchsttemperaturen zwischen 18 Grad im höheren Bergland und bis zu 22 Grad am Rhein.

          Trotz der vorhergesagten Gewitter mit Starkregen geht der Katastrophenschutzstab für die Ahr nur von einem geringfügigen Anstieg des Pegelstandes aus. An kleineren Flussläufen könne es lokal zu Überschwemmungen kommen, hieß es am Dienstagmittag „Die Einsatzkräfte vor Ort sind informiert und weitere Einsatzkräfte wurden bereits in Bereitschaft versetzt“, erklärte der Krisenstab.

          Niederschlagsmengen und Pegelstände würden ständig überwacht und ausgewertet. Der Katastrophenschutzstab stehe im ständigen Austausch mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und dem Hochwassermeldedienst beim rheinland-pfälzischen Landesamt für Umwelt.

          Fast drei Wochen nach den verheerenden Unwettern im Westen Deutschlands ist die Zahl der Toten im Ahrtal auf 139 gestiegen. Nach Angaben des Landkreises Ahrweiler konnten bisher 106 der Opfer identifiziert werden. Weitere 26 Menschen galten immer noch als vermisst. Das entsprach der am Vortag gemeldeten Zahl.

          Starkregen für Kreis Ahrweiler vorhergesagt

          Zwei Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) wurden dem Landkreis zufolge am Sonntag bei einem Unfall in Altenahr verletzt. Die beiden ehrenamtlichen Helfer seien zur Behandlung in die Bonner Universitätsklinik gebracht worden.

          Insgesamt meldete der Kreis bisher 766 Verletzte. In der vom Unwetter besonders schwer getroffenen Region sind derzeit rund 5000 Kräfte der Feuerwehr, des THW, der Polizei, der Bundeswehr sowie Mitarbeiter von Hilfsorganisationen im Einsatz.

          In Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hatte extremer Starkregen vor mehr als zwei Wochen verheerende Überschwemmungen ausgelöst. Viele Gemeinden, insbesondere im Ahrtal, wurden verwüstet.

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