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Sprengstoffalarm am Münchner Flughafen : Ein harmloser Passagier

  • Aktualisiert am

Wie zahlreiche andere soll der Passagier bis zur Wiedereröffnung der Abfertigung gewartet haben Bild: APN

Nach den neusten Erkenntnissen der Ermittler war der noch immer unbekannte Mann, der vergangene Woche den Sprengstoffalarm am Münchener Flughafen auslöste, ein harmloser Passagier. Videobilder sollen dies belegen.

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          Der unbekannte Mann, der am Mittwoch vergangener Woche mit seinem Laptop einen Sprengstoffalarm am Münchener Flughafen ausgelöst hatte, war ein harmloser Passagier. Das belegen Videobilder. Die Auswertung der Aufnahmen hat den Ermittlern zufolge ergeben, dass der Mann am Mittwochabend an den Kontrollschleusen noch ein weiteres Mal überprüft worden sei, teilte die Regierung von Oberbayern in München mit. „Nach allem, was wir bis jetzt wissen, handelte es sich um einen Fehlalarm“, betonte Oberbayerns Regierungspräsident Christoph Hillenbrand. Auch der ursprüngliche Verdacht auf Sprengstoff in dem Laptop habe sich nicht bestätigt. Bei der weiteren Kontrolle des verdächtigen Notebooks seien keine Hinweise mehr gefunden worden.

          Während einer Fluggastkontrolle vor dem Zugang zum Abflugbereich im Terminal 2 hatte ein Sprengstoffdetektionsgerät angeschlagen, als das Notebook des Mannes routinemäßig überprüft wurde. Eine Bedienstete der Sicherheitsfirma wollte den Laptop einer Nachkontrolle unterziehen, doch der Reisende verschwand mit dem Notebook in der Menge im Abflugbereich.

          „Ganz ohne Eile“

          Die Videobilder zeigen den Angaben zufolge, dass sich der Passagier nach dem Verlassen der ersten Kontrolle zunächst „offenkundig ganz ohne Eile“ in einem Duty-Free-Shop im Sicherheitsbereich aufgehalten hatte. Wie zahlreiche andere Passagiere habe er dann bis zur Wiedereröffnung der Abfertigung gewartet. „Offenbar wusste er nicht einmal, dass er selbst am Nachmittag mit seinem vorzeitigen Verlassen des Kontrollbereichs die Großaktion ausgelöst hatte“, sagte Hillenbrand. Fest stehe, dass der Mann am Nachmittag noch kein Flugzeug bestiegen hatte, sondern von den polizeilichen Maßnahmen im Terminal erfasst worden sei. Bei der Räumung habe er dieses wie alle anderen verlassen.

          Hillenbrand versichert, dass der Vorfall weiter konsequent mit allen Beteiligten aufgearbeitet werde: „Jedes Detail des Ablaufs werden wir gemeinsam intensiv auf Verbesserungsmöglichkeiten prüfen.“

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