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Russland : Explosion in Wohnhaus in St. Petersburg

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Der Sprengsatz wurde in einem Wohngebiet am Stadtrand von St. Petersburg entdeckt. Bild: Reuters

Drei Tage nach dem Anschlag in der St. Petersburger U-Bahn ist es in einem Wohnhaus zu einer Explosion gekommen. Erst am Donnerstagmorgen hatten Spezialkräfte in der Nähe einen Sprengsatz entschärft – und offenbar Komplizen des U-Bahn-Attentäters festgenommen.

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          In einem Wohnhaus in der russischen Großstadt St. Petersburg ist es am Donnerstag zu einer Explosion gekommen. Die Nachrichtenagentur RIA berichtete unter Berufung auf das Katastrophenschutzministerium, es habe keine Verletzten gegeben.

          Die Detonation habe sich nahe dem Ort ereignet, wo zuvor Sprengstoff gefunden worden sei, sagte ein Zeuge. Spezialkräfte hatten am Donnerstagmorgen einen Sprengsatz in einem weiteren Wohnhaus entschärft. Der verdächtige Gegenstand sei in einer Wohnung am Stadtrand der  russischen Millionenmetropole gefunden worden, teilte der Geheimdienst FSB der Agentur Interfax zufolge mit. Daraufhin wurde das Gebäude evakuiert. Alle Bewohner wurden nach Angaben der Stadtverwaltung in Sicherheit gebracht.

          Der Sprengsatz ähnle der nicht explodierten Bombe, die am Montag in einer Metro-Station in der russischen Metropole entdeckt wurde, hieß es am Donnerstag in Sicherheitskreisen. Mehrere Personen wurden festgenommen. Einem Bericht der Agentur Interfax zufolge handelt es sich um mutmaßliche Komplizen des Attentäters. Ein Einwohner sagte, er habe gesehen, wie die Polizei vier junge Männer mitgenommen habe, die in seiner Nachbarwohnung im achten Stock gelebt hätten.

          Nach dem Bombenanschlag in der Metro am Montag, bei dem 14 Menschen getötet und etwa 50 verletzt wurden, haben die Behörden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Auch eine U-Bahn-Station wurde am Donnerstag gesperrt. Die Ermittler identifizierten den 22 Jahre alten Akbarschon Dschalilow aus Kirgistan als Attentäter. Er kam bei der Explosion ums Leben. Acht Männer aus Zentralasien wurden in St. Petersburg festgenommen. Sie werden verdächtigt, für Extremisten Anhänger angeworben zu haben. Ob sie mit dem Anschlag in der Metro in Verbindung stehen, war zunächst nicht bekannt.

          Nach Anschlag : Trauer und Angst in St. Petersburg

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