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Space Shuttle Atlantis : Nasa gibt Entwarnung: Hitzeschild nicht beschädigt

  • Aktualisiert am

Astronaut Daniel Burbank fotografierte das „mysteriöse Objekt” Bild: ddp

Der Rückkehr der „Atlantis“ steht nun nichts mehr im Weg. Nachdem die Nasa ein mysteriöses Objekt in der Nähe des Shuttles entdeckt hatte, ordnete sie einen Sicherheitscheck an. Nach Aussagen der Nasa hätte der Gegenstand keine Schäden hinterlassen.

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          Die Rückkehr der amerikanischen Raumfähre „Atlantis“ zur Erde wird durch ein kleines mysteriöses Flugobjekt nicht gefährdet. Die Nasa hatte befürchtet, der Gegenstand könnte den Hitzeschild beschädigt haben. Bei einer Inspektion seien aber keine Schäden festgestellt worden, sagte der für die Landung zuständige Direktor bei der Raumfahrtbehörde, Steve Stich, in Houston (Texas). Die sechsköpfige Crew sei bereit für die Rückkehr am Donnerstag um 12.22 Uhr MESZ. Die endgültige Entscheidung will die Nasa-Spitze am Mittwochabend (MESZ) mitteilen. Diese hängt unter anderem auch vom Wetter ab.

          Die Raumfähre sollte nach elftägigem Weltraumeinsatz ursprünglich am Mittwoch auf dem amerikanischen Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida landen. Der kleine schwarze Gegenstand in unmittelbarer Nähe der „Atlantis“ löste eine weitere Sicherheitsinspektion aus. Nach den Worten von Stich sind solche im All herumfliegenden Gegenstände keineswegs ungewöhnlich. Im grellen Sonnenlicht würden sie dann auch noch weitaus größer aussehen als sie seien. Nach Angaben von Nasa-Direktor Paul Dye verfolgt das nordamerikanische Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando (Norad) bis zu 8000 im Weltraum treibendeObjekte.

          Stück Eis oder Abstandsstück

          Bei dem rund fünf mal 13 Zentimeter großen Teil, das die Landung der „Atlantis“ verzögerte, handelt es sich nach den Worten von Shuttle-Programmdirektor Wayne Hale entweder um ein Stück Eis oder ein so genanntes Abstandsstück zwischen Hitzekacheln, das vor dem Start versehentlich nicht entfernt wurde. Bei einem zweiten verdächtigen Gegenstand, der von der sechsköpfigen Crew an Bord fotografiert wurde, geht die Nasa von einer Plastiktüte aus.

          Ein Roboterarm untersucht mögliche Schäden am Hitzeschild
          Ein Roboterarm untersucht mögliche Schäden am Hitzeschild : Bild: AP

          Mit dem Flug der „Atlantis“ hat die Nasa den Ausbau der Internationalen Raumstation ISS nach knapp vierjähriger Unterbrechung wieder fortgesetzt. Nach dem tödlichen Unglück der Raumfähre „Columbia“ am 1. Februar 2003 stoppte die Nasa alle Shuttle-Starts. Die sechsköpfige „Atlantis“-Crew hat jetzt mit mehr als dreieinhalbjähriger Verspätung ein weiteres Paar Sonnensegel an der Raumstation angebracht.

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