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Space Shuttle : Atlantis koppelt an ISS an

  • Aktualisiert am

„Kuß im All”: Atlantis dockt an die ISS an Bild: REUTERS

Der „Kuß im All“ verlief reibungslos: Die „Atlantis“ hat an die ISS angekoppelt. Während des Flugs wurde der Space Shuttle auf mögliche Schäden untersucht. Beim Start hatte sich Isolierschaum vom Treibstofftank gelöst.

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          Die amerikanische Raumfähre „Atlantis“ hat nach zweitägigem Flug an der Internationalen Raumstation ISS angekoppelt. Das Manöver, das auch „Kuß im All“ genannt wird, verlief nach Angaben der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa reibungslos. Die mehr als 100 Tonnen schwere „Atlantis“ näherte sich bei dem Ankopplungsmanöver senkrecht und mit einer für das Weltall ganz langsamen Geschwindigkeit von 1,8 Metern pro Minute.

          Nach dem Öffnen der Luke bekam der deutsche Astronaut Thomas Reiter auf der ISS erstmals Besuch. Die sechs Astronauten wurden herzlich begrüßt, als sie um 13.30 Uhr MESZ an Bord der Raumstation kamen.

          Isolierschaum vom Treibstofftank gelöst

          Die Atlantis hatte den Start unbeschadet überstanden und ihren Kurs zur Internationalen Raumstation ISS fortgesetzt. „Die Atlantis sieht großartig aus“, sagte der stellvertretende Leiter des Programms, John Shannon. „Wir hatten einen wirklich guten Start für diesen sehr komplexen Einsatz.“

          Der Pilot der Atlantis: Christopher J. Ferguson
          Der Pilot der Atlantis: Christopher J. Ferguson : Bild: dpa

          Nach dem Start am Samstag hatten die sechs Astronauten an Bord die „Atlantis“ auf mögliche Schäden hin untersucht, konnten dabei aber vor allem am sensiblen Hitzeschutzschild keinen Defekt feststellen. Beim Start hatten sich der Nasa zufolge Stücke des Isolierschaums vom Treibstofftank gelöst. Ein solcher Vorfall verursachte vor drei Jahren das Unglück der Raumfähre „Columbia“, bei dem sieben Astronauten beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre ums Leben kamen.

          Sonnensegel für die ISS

          Die „Atlantis“ war am Samstag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida gestartet. Sie bringt ein 17,5 Tonnen schweres Segment mit zwei riesigen Sonnensegeln zur Raumstation. Beim ersten von drei Außenbordeinsätzen soll bereits am Dienstag mit der Montage begonnen werden.

          Die „Atlantis“ hat zum ersten Mal seit Oktober 2002 wieder an der Raumstation angekoppelt. Die Nasa hatte nach dem tödlichen Unglück der Raumfähre „Columbia“ vom 1. Februar 2003 alle Flüge zur ISS gestoppt. Mit der „Atlantis“ hat die amerikanisch Raumfahrtbehörde wieder die regulären Transportflüge zum Ausbau des Außenpostens der Erde aufgenommen. Die ISS soll bis zum Jahr 2010 ihre endgültige Größe erreichen. Danach werden die Space Shuttle ausgemustert.

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