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Sommerzeit : Panne bei der Zeitumstellung

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Zeitumstellung in der Nacht Bild: FEM

Ausgerechnet der Weckdienst der Telekom verschlief die Umstellung auf die Sommerzeit. In Hamburg und Berlin wurden viele Menschen zur alten Zeit geweckt.

          Jedes Jahr die gleiche Frage: Wird die Uhr nun eine Stunde zurück oder eine Stunde vorgestellt. Die Antwort: Sie wurde vorgestellt. Seit dem frühen Sonntagmorgen herrscht in Europa für sieben Monate wieder Sommerzeit. Die Uhren sind um eine Stunde vorgestellt worden. Statt 2 Uhr wurde es gleich 3 Uhr, die Nacht war also eine Stunde kürzer als sonst.

          Allerdings verschlief ausgerechnet der Weckdienst der Telekom die Umstellung auf die Sommerzeit. „Etliche Menschen sind zu der alten Zeit geweckt worden“, sagte eine Mitarbeiterin des Erinnerungs-Service in Berlin, nachdem es in Hamburg einige Fälle von unfreiwilligen Langschläfern gab. Schuld an der Panne war ein Fehler im Computerprogramm.

          Sommerzeit bis 28. Oktober

          Der Wechsel zur Sommerzeit erfolgt stets nachts an einem Wochenende, um Störungen im Alltagsleben zu vermeiden. In Deutschland und den Nachbarländern gilt jetzt Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ), die der Mitteleuropäischen Zeit um eine Stunde voraus ist. Am 28. Oktober, dem letzten Oktobersonntag, wird wieder auf Normalzeit zurückgestellt, dann gibt es die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr doppelt. Funkuhren stellen sich jeweils automatisch um. Sie werden von einem Zeitsignal gesteuert, das von der Atomuhr der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig kommt. Verbreitet werden sie von einem Langwellensender in Mainflingen bei Frankfurt am Main.

          EU-Regelung

          In der Bundesrepublik ist die Umstellung auf Sommerzeit seit knapp über 20 Jahren üblich. Seit einigen Jahren gibt es in der Europäischen Union eine einheitliche Regelung. Laut einer EU-Richtlinie wird die bisher auf Probe gehandhabte Regelung in Zukunft beibehalten. An die EU-Regelung halten sich praktisch auch alle anderen Länder Europas, darunter die Schweiz. Die Verschiebung des Zeitrasters bewirkt, dass es abends länger hell bleibt. Dies bringt nach vorherrschender Auffassung mehr Lebensqualität.

          Kritik an der Sommerzeit

          Ursprünglich hatte man sich von der Umstellung auf Sommerzeit eine Energieeinsparung erhofft, die aber nicht eintrat. Nach Angaben des Bundesumweltamtes tritt sogar ein gegensätzlicher Effekt ein. Zwar werde in den späten Abendstunden weniger Strom verbraucht, da die Lichter kürzere Zeit brennen. Dafür werde aber morgens mehr geheizt - vor allem im noch kühlen April. Ob die Zeitumstellung sinnvoll oder nicht ist, wird derzeit allerdings nicht diskutiert. Das Europäische Parlament hat sie per Verordnung „bis auf weiteres“ für die EU festgeschrieben.

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