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Ab jetzt ist Sommerzeit : Warum es die Zeitumstellung immer noch gibt

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Schnell eine Stunde vordrehen: Heute Nacht wurden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt. Bild: ZB

Obwohl die Zeitumstellung seit langem heftig umstritten ist, wird weiter zweimal im Jahr an der Uhr gedreht. Seit dieser Nacht ist wieder Sommerzeit – und eine Einigung für die Zukunft ist nicht in Sicht.

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          Zu den wenigen derzeitigen Konstanten zählt die Zeitumstellung  pünktlich um 2.00 Uhr sind am Sonntag die Uhren um eine Stunde vorgestellt worden. Damit gilt in Deutschland und den meisten Ländern Europas wieder die Sommerzeit – und viele Menschen müssen zunächst mit weniger Schlaf durch die „geklaute Stunde“ leben.

          „Es hat auch diesmal alles reibungslos geklappt“, sagte Dirk Piester von der Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Der Physiker gehört zu dem Team der Behörde, das für die technische Umsetzung in Deutschland zuständig ist. Ihre Mitarbeiter programmieren einen Zeitsender im hessischen Mainflingen, der das Signal zur Umstellung aussendet.

          Das Europäische Parlament stimmte zwar dafür, die Zeitumstellung nach dem Jahr 2021 aufzugeben. Richtig voran kommt die Abschaffung in diesem Jahr aber nicht. Eine Festlegung durch die Mitgliedstaaten im Rat ist zumindest nicht in Sicht, wie es unter der Woche aus Brüssel hieß.

          Es bleibt vorerst dabei, dass die Umstellung viele Menschen eine Stunde Schlaf kostet. Wie eine repräsentative Umfrage der Krankenkasse DAK ergab, hat in Deutschland jeder vierte Mensch über 14 Jahren gesundheitliche Probleme wegen der Zeitumstellung. Die meisten davon klagen über Müdigkeit.

          Weil der frühmorgendliche Verkehr erst einmal wieder in die Dämmerung fällt, warnt der ADAC vor Unfallgefahr. „Zur frühen Stunde ist auch das Wild unterwegs, das weder Sommer- noch Winterzeit kennt“, teilte der Automobilclub mit. Vor allem Rehe seien aktiv, Wildschweinrotten mit ihren Frischlingen unterwegs. So steigt laut ADAC die Gefahr von Wildunfällen bis Ende Mai deutlich. Etwa 20 Prozent mehr Unfälle seien in den vergangenen Jahren in diesem Zeitraum verzeichnet worden.

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