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Sommerloch : Killerwels Kuno taucht auf

  • Aktualisiert am

Killerwels Kuno Bild: dpa/dpaweb

Kaum ist das Sommerloch wieder da, taucht Killerwels Kuno aus einem Mönchengladbacher Teich wieder auf. Leider kieloben, aber sehr real.

          1 Min.

          Killerwels Kuno fraß sich vor knapp zwei Jahren seinen Weg in die Medien. Als riesiges, allerdings unsichtbares dackelfressendes Ungeheuer trieb er dort während der nachrichtenarmen Zeit sein Unwesen. Bürgerbewegungen wollten ihn retten, Angler ihm an den Kragen und mancher zweifelte an seiner Existenz. Und kaum ist das diesjährige Sommerloch in der Ferienzeit da, taucht Kuno wieder auf - allerdings Bauch zuoberst.

          Mitarbeiter des Mönchengladbacher Grünflächenamtes fischten nun tatsächlich einen Wels aus dem Teich. Und einen größeren als damals vermutet wurde. Mit 1,5 Metern Länge und 35 Kilo Gewicht trieb ein veritabler Fisch auf dem Volksgarten-Weiher im Stadtteil Rheydt. Angler hatten Kuno 2001 auf 30 Kilogramm geschätzt. Das ist für einen Wels, die größte einheimische Süßwasserfischsorte, eine mittlere Größe. Denn sie können drei Meter lang und 250 Kilo schwer werden.

          Ausgestellt im Schloß Rheydt

          Schon aus Pietätsgründen - die Menge der Menschen, die Kuno kennt, geht schließlich weit über die Grenzen Mönchengladbachs hinaus und selbst in den Vereinigten Staaten berichteten Zeitungen über den „Killerwels“ - soll Kuno nun ausgestopft und der Nachwelt erhalten werden. Kuno soll im Museum Schloß Rheydt ausgestellt werden.

          1,50 Meter lang
          1,50 Meter lang : Bild: AP

          Ob es sich bei dem gefundenen Fisch nun tatsächlich um den Fisch handelt, der angeblich - der Ex-Besitzer meldete sich nie - ein ganzes Dackelwelpen verschlungen haben soll, ist natürlich nicht gewiß. Welse fressen zwar Fische, Frösche, Krebse, Enten und auch Ratten, aber von Dackeln wurde bislang nur in Mönchengladbach und auch dort nicht belegbar berichtet. Und vielleicht lebt im Rheydter Volksgarten-Weiher mehr als ein Wels, und solange keiner mit dem Halsband des Welpen zwischen den Zähnen gefunden wird, konnte Kuno bislang mit dem Ungeheuer vom Loch Ness mithalten - immer eine Schlagzeile fürs Sommerloch wert.

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