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Herzblatt-Geschichten : Zeig dich von deiner Avocadoseite

Zeigt sich von ihrer Schokoladenseite: Sylvie Meis Bild: dpa

Darf man als Veganer vegane Tiere essen? Was steckt hinter Sylvie Meis’ Schönheit? Und bedroht „The Crown“ die Krone? Die neuen Herzblatt-Geschichten.

          3 Min.

          Auf eine falsche Fährte gelockt hat uns diese Woche Gala, die neben ein Bild von Lewis Hamilton schreibt: „Der Formel-1-Champion mit seiner veganen Englischen Bulldogge Roscoe.“ Wenn also, haben wir gedacht, Roscoe vegan ist und damit nicht aus Fleisch, woraus ist er dann? Aus Gemüse? Aus Plüsch? Und ganz kurz haben wir überlegt, dass, wenn es eines Tages auch vegane Kühe und Schweine gäbe, wir die Viecher endlich wieder guten Gewissens verspeisen könnten. Eine schnelle Internetrecherche ergibt jedoch: Roscoe ist nicht vegan, er isst vegan. Äußerst schade, höchstwahrscheinlich auch für Roscoe.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Eine andere Sache, die uns beschäftigt: Kann man in Zeiten einer zusehends gesundheitsbewussten Ernährung noch immer, wie Sylvie Meis es in Gala tut, davon sprechen, man solle auf Fotos seine „Schokoladenseite“ betonen? Sollte man nicht besser von einer Avocado- oder Quinoaseite reden? „Die Haare“, verrät Meis jedenfalls, „lege ich meistens auf meine Nicht-Schokoladenseite, das streckt den Hals.“ Schön für sie, schlecht für alle, bei denen wie bei uns zu wenig Haar vorhanden ist, um die nichtschokoladige Seite zu verdecken: Missmutig müssen wir mit ungestrecktem Hals in die Kamera blicken.

          Eine sehr clevere Frau

          Weil Sylvie Meis, wie sie selbst sagt, „eine sehr clevere Frau“ ist und sie mit zunehmendem Alter sonst womöglich immer mehr Stellen unter ihren Haaren verstecken müsste, lässt sie sich regelmäßig „Filler auf Hyaluronsäurebasis unterspritzen“, erzählt sie. Und erinnert sich: „Nachdem mein lieber Ehemann um meine Hand angehalten hat, war für mich der Moment gekommen, in dem ich mich ehrlich fragen musste, was ich mit meinen Augen machen sollte.“ Vielleicht strahlen? Zwinkern? Ein paar Tränchen vergießen? Doch Meis dachte an die Zukunft: „Ich wusste, dass wir draußen heiraten wollen, in einer Tageslicht-Situation mit Licht von oben.“ Und Licht von oben „ist verheerend – für jede Altersgruppe“. Na großartig, könnte das mal jemand der blöden Sonne sagen?

          Eine Ärztin stellte dann fest, dass Meis’ Augen geschwollen aufgrund verrutschter Filler-Stückchen waren, „die Feuchtigkeit gesammelt hatten“, denn „nach der Trennung von meinem ersten Mann Rafael habe ich viel geweint“. An ihren zweiten Mann Niclas Castello möchten wir daher appellieren: Bringen Sie Sylvie nie zum Weinen! Sie wollen doch nicht, dass ihre Liebste mit vollgesaugten Filler-Stückchen rumlaufen muss.

          Ist gern daheim zu Gast: Jürgen Prochnow
          Ist gern daheim zu Gast: Jürgen Prochnow : Bild: dpa

          Durchgehend glücklich mit seiner Frau ist Jürgen Prochnow, der Frau im Spiegel erzählt: „Auch in der Küche sind wir ein echtes Dreamteam. Verena kocht hervorragend und ich bin der beste Gast, den man sich denken kann.“ Der eine genießt, der andere ackert: Ob Prochnow sich wohl auch in anderen Bereichen des Zusammenlebens als Gast begreift, etwa im Garten oder gar im Ehebett?

          Ist das wichtig?

          Elke Heidenreich wiederum erzählt in Bunte über ihren Partner: „Manchmal holt er mich am Bahnhof in zwei verschiedenen Schuhen ab. Ein bisschen verpeilt sagt er dann treuherzig: ‚Da hab ich nicht darauf geachtet, ist das wichtig?‘“ Klingt sehr liebenswert. Sollte aber, Frau Heidenreich, er am Bahnhof mal mit offenem Reißverschluss oder ganz ohne Hose erscheinen, dann lassen Sie ihn doch bitte wissen, dass das durchaus wichtig ist.

          Schaut hier zum Glück nicht traurig: Helene Fischer
          Schaut hier zum Glück nicht traurig: Helene Fischer : Bild: dpa

          Aber, so Heidenreich weiter, „wegen der Kleidung habe ich mich nicht in ihn verliebt, er trägt ja fast nur Schwarz“. Ebendas tut Helene Fischer auf einem Schwarzweißfoto, das sie veröffentlicht hat und das unter ihren Fans offenbar für Aufregung sorgt: In schulterfreiem Kleid sitzt Fischer auf einem – ja, was ist das? Ein „Schaukelpferd“, glaubt Der Westen, OK! schreibt von einem „scheinbar ausgestopften“, ja einem „Zombie-Pferd“, wir selbst tippen auf ein ramponiertes Karussellpferd, aus dem ein wenig Füllung quillt; auf jeden Fall scheint das Tier vegan zu sein. Obzwar Fischer lächelt, fragt Das neue Blatt: „Warum sieht sie so traurig aus?“ Wir vermuten mal, dass ihr kalt ist und es sich auf dem Viech verdammt unbequem sitzt.

          Sehnsucht nach Oahu

          Wärmer ist es auf der hawaiianischen Insel Oahu, wo das deutsche Auswandererpaar Reimann lebt. „Was ich wirklich an Deutschland vermisse, sind die Weihnachtsmärkte bei eisiger Kälte mit heißem Glühwein“, sagt Manuela Reimann in Woche heute, und wissen Sie was, Frau Reimann? Die vermissen wir auch gerade. Und wir leben leider nicht mal auf Oahu.

          Ebendort hin wünscht sich vielleicht Prinz Charles, der wie seine gesamte Sippe unter der Netflix-Serie „The Crown“ leiden soll, deren Darstellung der britischen Königsfamilie von vielen Zuschauern für bare Münze genommen wird. Charles selbst etwa, den wir bislang als steifen, linkischen, leicht weltfremden, freundlichen älteren Herrn kannten, erscheint plötzlich als steifer, linkischer, leicht weltfremder, unfreundlicher junger Mann. Hoffen wir, dass am Ende der Sache nicht die Absetzung steht. Also nicht der Serie, sondern der Königsfamilie selbst.

          In falschem Licht betrachtet wird übrigens auch Sylvie Meis. Von Gala befragt nach dem schönsten Kompliment, das sie erhalten habe, sagt sie: „,Ich habe dich unterschätzt. Du bist unfassbar klug.‘ Das sagt übrigens jeder meiner Geschäftspartner, bis heute.“ Schön für Meis, dass sie so klug ist. Zu denken geben sollte ihr nur, dass sie bis heute von jedem Geschäftspartner erst mal für doof gehalten wird.

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