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Herzblatt-Geschichten : Was Omi manchmal zu Daniel sagt

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Etwas zugig ohne Hemd und ohne Jacke: Daniel Küblböck bei Let’s Dance Bild: dpa

Eine ungeschminkte Angela Merkel, ein zugeknöpfter Daniel Küblböck und ein schweigsamer Gregor Gysi: Wir bitten zur wilden Fahrt auf der Gefühlsachterbahn unserer Herzblätter.

          Hat man ein paar Jahre nicht in die Knallpresse geschaut, wundert man sich, dass das Personal und die Themen sich kaum ändern. Selbst das uralte Knalltütenduo Al Bano und Romina ist offensichtlich der Sitztanzgruppe seines Altenheimes entflohen und geistert durch Das Goldene Blatt. Nur eine Geschichte über die uneheliche Tochter von Horst Seehofer vermissen wir. Das Kindchen dürfte jetzt doch auch acht oder neun sein, da hat die politische Öffentlichkeit ein Anrecht darauf, zu wissen, ob Seehofer sich auch um seine kleine Anna kümmert und vielleicht sogar um deren Mutter.

          Und noch immer schielen die Knallblätter der Prominenz mit Argusaugen in die Wäsche. So hat Das Neue Blatt unbestechlich beobachtet, dass Michelle Hunzikers Tochter Aurora noch im Sommer 2014 „die Oberweite eines ganz normalen Teenagers“ hatte. Um jetzt fotografisch zu dokumentieren, dass sich bei dem Mädel obenrum enorm was getan hat: „Es handelt sich hier aber um einen dezenten Eingriff. Man hat mit dem Volumen nicht übertrieben und die Formen ihrem Körper angepasst.“ Auch unsere reizende Redaktionsassistentin Natascha (21) aus Omsk (110/59/88) hat das Foto studiert. Sie fand: „Sieht doch supi aus.“

          Natascha interessiert sich übrigens sehr für die bunten Blätter und macht uns immer auf Geschichten aufmerksam, die sie besonders bewegen. Wie das Porträt der Bundeskanzlerin in die aktuelle. Das Blatt zeigt die ungeschminkte Angela Merkel (61) beim Urlaub in Südtirol und schreibt mit brennender Sorge: „Diese Kummerfalten, die müden Augen – so sieht doch keine Urlaubsfreude aus!“ Natascha findet solche Fotos gemein: „Kannst du machen schlimme Fotos von schönste Frau.“

          Mit wem Natascha gern mal in Urlaub führe, ist Gregor Gysi (67). Der ist nämlich lustig. In Bunte sagt er auf die Frage nach seinen Träumen, er würde gern Alterspräsident des Bundestages werden: „Da darf ich dann die Legislaturperiode eröffnen und kann die Abgeordneten, weil es keine zeitliche Begrenzung gibt, in Grund und Boden quatschen.“ Leider hat Gysi zwei Scheidungen hinter sich, was seine Gründe haben mag, denn Bunte fragt schonungslos: „Gibt es Groupies in der Politik, kriegen Sie Liebesbriefe?“ Und der Linke-Mann antwortet beziehungsreich: „Schweigen ist hier Manneszier.“

          Die Leiden, die mit 16,5 Milliarden Euro einhergehen

          Auch über Geld wird in Deutschland ja meistens geschwiegen. Nur dann und wann blitzt etwas auf von diesem heiklen Thema, etwa wenn Das Goldene Blatt schreibt, der Nachlass von Udo Jürgens betrage rund 60 Millionen Euro. „Pretty Woman“-Star Julia Roberts wird von Frau im Spiegel sogar auf 205 Millionen Euro geschätzt, wovon sie allerdings in der zweifelsfrei bevorstehenden Scheidung bald ihrem Mann einen Haufen abgeben muss. Unfassbar reich aber ist Susanne Klatten (53), der laut Bunte 16,5 Milliarden Euro gehören.

          Du liebe Güte, 16,5 Milliarden! 16.500 Millionen! Wie würden Sie leben, liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie über eine solche Summe verfügen könnten? Würden Sie, wie das Ehepaar Klatten, sich in Kitzbühel „eine gigantische, futuristisch anmutende Megavilla“ bauen? Würden Sie sich in der Buckingham-Größenordnung einen Palast mit 1700 Räumen errichten lassen? Oder doch lieber in einer schnuckeligen Villa im Landhausstil wohnen, mit Zirbelholz, einem prächtigen Kamin und Kirschbaumregalen voller guter Bücher?

          Sehen Sie, schon in dieser einfachen Frage spüren Sie das Übermaß der Möglichkeiten, die Ihnen das viele Geld böte. Und von den Menschen, die Sie umgeben, haben wir jetzt noch gar nicht gesprochen. Überall hinter Ihrem Rücken würde geflüstert. Jeder Portier, jeder Barmann, jede Reinigungskraft, jede Marktfrau würde um Ihren unermesslichen Reichtum wissen. Deswegen verstehen Sie jetzt auch gut, was Susanne Klatten in Bunte zum Ausdruck bringt: „Es verletzt mich, wenn ich immer nur im Maß des Geldes gemessen werde.“ Doch jetzt kommt das Paradoxe: Obwohl Frau Klatten sicherlich ein bisschen unter ihren Milliarden leidet, dürfte sie sich höchst ungern auch nur von einer einzigen trennen.

          Arjen Robben, ein Fußballstar zum Verlieben

          Gestern begann ja die neue Bundesliga-Saison, da war es passend, dass der Stern den Stürmer Arjen Robben (31, sieht aber älter aus) porträtiert. Der fuhr als Fünfzehnjähriger immer brav mit dem Rad zum Training. Nur einmal kam er zu spät. Was los sei, fragte sein Trainer. Er sei, antwortete Arjen, mit einem Mädchen in der Stadt gewesen. Der Trainer fragte, ob er es geküsst habe. „Ja“, sagte Arjen. „Gut gemacht“, meinte der Trainer. Und der Stern schreibt: „Bernadien heißt das blonde Mädchen von damals, ein anderes küsste Robben nicht mehr. Sie ist heute seine Frau.“

          Ist das nicht herzerwärmend? Genau wie die Geschichte über Daniel Küblböck (29) in Bunte. Er hatte eine schwere Kindheit, seine Mama ist sechsmal geschieden. Nun ist er von einer Dame (72) adoptiert worden, die er „Omi“ nennt. Omi sagt jetzt manchmal: „Daniel, mach deine Jacke zu.“ Küblböck: „So etwas kannte ich vorher nicht. Das macht mich glücklich.“ Interessant. Das haben wir auch gleich ausprobiert: „Natascha, mach mal deine Jacke auf.“ Stimmt. Hach. Wunderbarer Anblick. Großes Glücksgefühl.

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