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Herzblatt-Geschichten : Mütter, mit denen ich gern flirte

Solinger und Kölner Fröhlichkeit: Veronica Ferres und Heiner Lauterbach verstehen sich aufs Flirten. Bild: dpa

Bei Angela Merkel gibt es nach der Bundestagswahl nicht nur Grund zur Freude: Die Neue Post meint zu wissen, warum Ehemann Joachim Sauer enttäuscht sein könnte.

          Heranzuwachsen ist eh nicht immer einfach, und noch viel schwieriger ist es, wenn dies unter den Augen der Öffentlichkeit geschieht. Dann muss man schon mal damit leben, dass man sich auf dem Cover eines Klatschblatts wiederfindet, wie es nun der mittleren Tochter der niederländischen Königin Maxima widerfährt. „Maximas Tochter Alexia (12) – Alkohol-Drama bei der Schulfeier!“, titelt Die Aktuelle: „Kinder im Krankenhaus – Eltern geschockt“. Nicht schön, so was, vor allem, wenn man erst zwölf ist; wir dachten, in den Niederlanden fangen die Kinder in dem Alter höchstens mit dem Kiffen an.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Im Artikel zur Schlagzeile wird, zumindest was Alexia betrifft, gleich wieder Entwarnung gegeben: Die Königstochter war gar nicht involviert, sondern stand brav mit einem Mineralwasser in der Hand am Rande, als ein paar ältere Jungs betrunken den Saal enterten. Das Sündenregister der Aktuellen im Kopf, haben wir gleich mal nachgeforscht, ob an der Story überhaupt was dran ist, und sind schnell auf die Quelle gestoßen, eine Zeitschrift aus den Niederlanden. Wie seriös die ist, wissen wir nicht, und die Landessprache sprechen wir auch nicht, aber wesentliche Fakten immerhin decken sich: Beim „schoolfeest“ habe es ein „drinkgelag“ gegeben, zwei „jongens“ seien „starnakel dronken“ gewesen, man habe ihnen „de magen leeggepompt“. Kurz erschrocken sind wir, als wir auf das Wort „genuttigt“ stießen, aber ganz so exzessiv war das Schulfest dann doch nicht – dieses Wort bedeutet offenbar „nützlich“.

          Leises Flirten zwischen Ferres und Lauterbach

          Ziemlich hoch her geht’s anscheinend auch am Filmset, wenn man Veronica Ferres glauben mag. Auf die Bild-Frage, ob es bei ihr und ihrem Kumpel Heiner Lauterbach „Liebe auf den ersten Blick“ gewesen sei, antwortet sie im gemeinsamen Interview: „Ja. Ich hatte auch keine andere Chance. Um 7 Uhr morgens haben wir uns kennengelernt, um 7.30 Uhr hat er mich schon auf seinem Schreibtisch geknattert.“ Ein kluger Kniff, solche Szenen im Drehplan ganz auf den Anfang zu legen, das lockert bestimmt die Atmosphäre.

          Doch es muss nicht immer gleich knattern, Ferres beherrscht auch die leiseren Töne: „Ich flirte immer mit ihm“, bekennt sie. „Das hast du nur noch nicht gemerkt.“ Lauterbachs Antwort ist ein bisschen fies: „Ach, du meinst Solinger Flirten! Ganz spezielle Technik.“ Während man in Köln, wo Lauterbach selbst herkommt, vorm Flirten ja erst mal eine Pappnase aufsetzt und fünfzehn Kölsch kippt.

          Ehekrach bei Angela Merkel?

          Der Bunten wiederum erzählt Ferres: „Ich hatte noch nie so viele Avancen von attraktiven Männern Anfang, Mitte 20.“ Auch dank des französischen Präsidenten Macron und seiner älteren Gattin habe sich „das Frauenbild verändert“, fährt Ferres fort, es seien die „MILFs total hot“ – und Bunte erklärt: „MILF ist ein Slang-Ausdruck für attraktive Mütter, d. Red.“. Die wörtliche Übersetzung hat sich Bunte nicht getraut, die lautet ja: Mütter, die ich liebend gerne, ähm, mit denen ich gern flirten würde. Und dann sagt Ferres noch, wie sie auf die flirtwilligen Jungmänner reagiere: „Ich freue mich wahnsinnig und frage, ob sie nicht eher Interesse haben, sich mit einem meiner Kinder zu verabreden.“ Wie, mit ihrer 16-jährigen Tochter? Oder mit einem der beiden Stiefsöhne? Ach, das ist Solinger Humor!

          Lässt sie ihn allein im Regen stehen? Die Neue Post wittert Ärger bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (rechts) und ihrem Ehemann Joachim Sauer.

          „Also doch! Schwere Zeiten für das Paar – Angela Merkel – Ehe vor dem Aus!“, verkündet Neue Post auf ihrer Titelseite. Hintergrund ist aber nicht, wie man annehmen könnte, dass sich Macron eine neue reife Beute gesucht hätte. Stattdessen habe Joachim Sauer, wie Neue Post es sich ausdenkt, darauf gesetzt, dass seine Frau künftig mehr Zeit für ihn haben werde – und dürfte nun „alles andere als erfreut darüber sein, dass seine Gattin weitere vier Jahre das Land regiert“. Sollte Sauer zu den wenigen Menschen zählen, die Martin Schulz gewählt haben?

          Textile Botschaften für Prinz Harry

          Das Geheimnis seiner Beziehung zu Frank Mutters verrät Guido Maria Kretschmer in Gala: „Ich finde mich okay, aber ich finde Frank besser.“ So richtig schmeichelhaft klingt das eigentlich nicht für Frank, der dann ja nur besser als okay ist. Wir pflegen ja zu sagen, dass wir uns selbst absolut phantastisch, ja überragend finden, und unsere Frau sogar noch besser. Außerdem verraten beide noch die Kosenamen, die sie für den anderen haben. „Tabu ist ,Bärchen‘“, erklärt Kretschmer. Dafür nennt er Frank „Fränkchen“, und Frank sagt „Guidchen“. Das klingt natürlich viel besser.

          Wer die Blätter diese Woche wieder ganz viel bewegt, das sind Prinz Harrychen und sein Meghanchen. Bei ihrem gemeinsamen Auftritt in Toronto, hat In beobachtet, trug Meghan Markle nicht nur eine weiße Bluse mit dem vielsagenden Namen „The Husband“, was unzweifelhaft eine baldige Ehe andeute, sondern auch eine Jeans der Marke „Mother, also Mutter. Eine versteckte Botschaft der Schauspielerin?“ Ganz bestimmt, jedenfalls für In, die schlussfolgert: „Baby-Glück – Jetzt muss alles ganz schnell gehen“.

          Fasziniert von Meghans textilen Botschaften, haben wir mal geguckt, welche Marken sie sonst so trägt – nämlich Gummistiefel von Hunter (sie war auf der Jagd!), ein Kleid von Club Monaco (sie war eigentlich hinter Fürst Albert her!) und eine Handtasche von Rough & Tumble – was man als „heftig“, „wild“ oder als „Schlägerei“ übersetzen kann. Keine Frage: Auf Harry kommen harte Zeiten zu.

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