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Herzblatt-Geschichten : Da ist man als Mann echt geflasht

Til Schweiger über seine Freundin Francesca Dutton: „Eine Frau auf Augenhöhe.“ Bild: dpa

Til Schweiger hat eine neue Freundin, Joachim Llambi hat eine neue Freundin, und Karoline Herfurth hat immerhin ein internationales Gesicht. Das Neueste von den Promis erfahren Sie in den Herzblatt-Geschichten.

          Das ist ernüchternd: Seit mehr als einer Woche wissen wir, dass die „Lindenstraße“ eingestellt wird, und von den Protestaktionen, die sich „Mutter Beimer“ Marie-Luise Marjan erhofft hat, ist nichts zu hören. Keine Hungerstreiks, kein Sturm auf die ARD-Zentrale; nicht mal Friedrich Merz hat sich zu Wort gemeldet, der sonst zu jedem Thema was sagt.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Statt dessen hat sich, weniger überraschend, Marjans einstiger Seriensohn Christian Kahrmann geäußert: „Die Sendung ist der Zeigefinger für unser Land. Und jetzt soll Schluss sein?“, klagt der ewige Benny in der Neuen Post.

          Man könnte zurückfragen: Braucht das Land einen Fernseh-Zeigefinger? Und wenn die „Lindenstraße“ der Zeigefinger ist, wer ist der Rest der Hand? Der emporgereckte Daumen wären dann wohl die Schlagershows mit Florian Silbereisen, der Mittelfinger dürfte das Dschungelcamp sein.

          Ein wenig pietätlos finden wir es jedenfalls, dass der frühere „Lindenstraßen“-Mieter Til Schweiger ausgerechnet jetzt auf der Titelseite der Gala mit der Zeile auftaucht: „Ich bin so happy“. Gut, er steht da nicht alleine, sondern neben seiner neuen Freundin Francesca. „Er wirkt gereift, angekommen“, urteilt das Fachblatt, während Schweiger selbst über Francesca sagt: „Eine Frau auf Augenhöhe.“

          Joachim Llambi (r.) verteilt im Juni im Finale der RTL-Show „Let’s Dance“ 10 Punkte. Die würde er auch für das Aussehen seiner neuen Freundin vergeben.

          Denn darin liegt bei einem Mann vom Kaliber Til Schweigers offenbar die Krux: Die allermeisten Frauen, die er trifft, sind einfach eine Nummer zu klein für ihn. Oder womöglich zu groß?

          Dem ebenfalls neu verpartnerten Tanzshow-Juror Joachim Llambi fällt auf die Gala-Frage, was ihn an seiner neuen Freundin fasziniere, eine ganz andere Antwort ein: „Das sieht man doch. Da ist man als Mann dann schon ein bisschen geflasht...“ Wo andere Männer rumschwadronieren würden von wegen großes Herz, gute Seele, toller Humor und so weiter, gibt Llambi ganz unverblümt zu: Sieht halt einfach scharf aus, die Alte.

          Allerdings entgegnet Llambi auf die Frage von In, was wiederum seiner Freundin an ihm gefallen habe: „Na ja, gucken Sie mich doch an, dann sehen Sie, was Rebecca gefallen hat!“ Diese durchaus anfechtbare Selbsteinschätzung entwertet natürlich ein wenig das Lob für die Erscheinung seiner Freundin.

          Vom Pech, ein internationales Gesicht zu haben

          Auch Natascha Ochsenknecht hat einen neuen Mann an ihrer Seite und erzählt In, „es sieht sehr gut aus, da wir auf einer Augenhöhe sind“. Zwischen ihrem Oliver und ihr gebe es „so viele Parallelen“, fährt sie fort: „Das klingt vielleicht seltsam, aber als ich letztens kurz vor ihm im Restaurant war, bestellte ich einen Kaiserschmarrn und sagte: ,Ohne Rosinen, bitte.‘ Dann kam Oli nach und sagte: ,Ich hätte gerne einen Kaiserschmarrn, aber bitte keine Rosinen.‘ Das sind doch seltsame Zufälle, oder?“

          Na ja, wir kennen ehrlich gesagt niemanden, der Rosinen zum Kaiserschmarrn mag, aber wir wollen die traute Zweisamkeit nicht trüben. Oliver übrigens, nach Nataschas Vorzügen befragt, antwortet: „Ihr Herz, ihre Seele und was da im Kopf ist.“ Das, was da im Kopf ist, heißt übrigens Gehirn, lieber Oliver. Oder meinten Sie die Schädelplatten?

          Eher damit, was am Kopf so dran ist, befasst sich Armin Morbach, laut Gala „Top-Fotograf und Top-Stylist“. Über Karoline Herfurth sagt er: „Karoline hat ein internationales Gesicht. Man hat nicht das Gefühl, dass sie eine deutsche Schauspielerin ist. Wobei es ja mittlerweile cool ist, eine deutsche Schauspielerin zu sein.“

          Das wäre natürlich Pech für Herfurth mit ihrem internationalen Gesicht. Gern übrigens wüsste man, welcher Deutsche dann ein nationales Gesicht hat. Womöglich Alexander Gauland?

          Die Schauspielerin Natalia Wörner überragt ihren Freund, Außenminister Heiko Maas, im April um einige Zentimeter.

          Prinz Charles dagegen hat nicht nur ein sehr britisches Gesicht, sondern ist, so Das neue Blatt unter Berufung auf Charles’ Gattin, auch ein toller Opa, der seinen Enkelchen regelmäßig vorliest: „Hoch im Kurs bei den Kleinen stehen die ,Harry Potter‘-Bücher. Der Prinz lese die Geschichte nicht bloß vor, er gebe auch jeder Figur eine eigene Stimme, erklärt Camilla. ,Ich glaube, die Kinder wissen das sehr zu schätzen.‘“

          Nun, inwieweit George (5), Charlotte (3) und Louis (7 Monate) die Potter-Lesungen zu schätzen wissen, in denen immer wieder Leute enthauptet, erstochen, von Schlangen erwürgt oder ihrer Seele beraubt werden, das muss dereinst vielleicht der Hof-Therapeut klären. Womöglich sollte Charles besser zu traditionellerer, wirklich kindgerechter Lektüre greifen, zu Edgar Wallace etwa oder Agatha Christie.

          Vorsatz auf Widerruf

          Reiner Calmund, der ebenso wie Charles nun siebzig wird, hat sich einiges vorgenommen: „Vernünftig leben“ oder „gesunde Ernährung“ stehen auf seinem Zettel. „Ganz nach dem Motto ,Der Wille ist stark, doch das Fleisch ist schwach‘ werde ich viele Vorsätze im neuen Jahr nicht oder nur schlecht umsetzen“, räumt Calmund gegenüber Frau im Spiegel schon jetzt ein. Besagtes Motto haben wir irgendwie anders in Erinnerung, war da nicht was mit Geist? Ach nein, es war so: „Der Calli ist stark, doch das Fleisch ist so lecker.“

          Eher asketisch lebt ein prominentes Paar, von dem Gala berichtet: „Schauspielerin Natalia Wörner, 51, bleibt bei Fototerminen mit Außenminister Heiko Maas, 52, stets ein, zwei Schritte hinter ihm stehen.“ Wir dachten erst, das sei eine Art protokollarische Regel wie bei Prinz Philip, der immer ein, zwei Schritte hinter der Queen hertrotten musste, aber Gala nennt einen anderen Grund: „Damit der Größenunterschied nicht so auffällt.“ Ist ja auch logisch: Es soll schließlich eine Beziehung auf Augenhöhe sein.

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