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Herzblatt-Geschichten : Immer dieses Fremdgeh-Gen

Laut OK! ist der Stress absehbar. Denn Ehemann Lucas Cordalis trägt das „Fremdgeh-Gen“ in sich. Bild: dpa

Schock im Hause Cordalis-Katzenberger: Trägt Lucas das Fremdgeh-Gen in sich? Und warum ist Schauspielerin Mimi Fiedler mit Bernhard Bettermann liiert, wenn sie sich täglich neu verliebt?

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          Manchmal fragen wir uns ja, wieso wir nicht erfolgreicher sind, und manchmal fürchten wir: Es liegt an uns. Wir sind zum Beispiel nicht wie Matthias Schweighöfer, der in Bunte angekündigt hat, er wolle es mal etwas ruhiger angehen lassen, und zwar so: „Es muss nicht immer alles 190-prozentig sein, ich mach’s zu 150 Prozent, und es ist auch gut.“ Nun könnte man einwenden: In Mathe reicht’s bei Schweighöfer höchstens für 110 Prozent, doch man weiß ja, was er meint. Er will sich jetzt jedenfalls vier Monate Auszeit nehmen, und auf die Frage, ob er dann täglich sein Kind zur Kita bringen werde, antwortet er: „Ich denke mal, es könnte so sein. Außerdem muss ich ja 2018 und 2019 angehen und vorbereiten.“ Bewundernswert. Wir selbst sind dagegen leider etwas im Verzug, wir stecken noch mitten in der Planung für 2016.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Noch so ein Arbeitstier ist Jörg Pilawa, der uns seinen Trick verrät. „Ich mache immer vor jeder Sendung ein Power-Napping“, erzählt er dem Goldenen Blatt. „,Mal kurz eine halbe Stunde schlafen, das ist schon gut‘, schwärmt er.“ Gut, so ein Power-Napping bekommen auch wir schon hin, nur machen wir das nicht vor Pilawas Sendungen, sondern währenddessen.

          Mister 190 Prozent schaltet einen Gang runter: Matthias Schweighöfer

          Heiratet Neuer in Italien?

          Dass wir nicht berühmt sind, hat aber auch Vorteile. Anders etwa als Manuel Neuer kann es uns nicht passieren, dass wir unsere Hochzeit planen und uns plötzlich auf der Titelseite von Bunte wiederfinden, die feixt: „Nun, so ganz geheim ist die Planung für beider Traumtag nicht mehr...“

          Gefeiert werden soll angeblich in einem Städtchen, das sich „mitten im Absatz des Stiefels von Italien“ befindet: „Wie passend für einen Fußballer!“, meint Bunte. Logisch, Bunte, weil Fußballer den Ball ja auch ständig mit dem Absatz spielen, vor allem Torhüter wie Neuer. Aber ein Land, das wie ein Handschuh aussieht, ließ sich für die Hochzeit auf die Schnelle wohl nicht finden.

          Genetisch bedingtes Fremdgehen im Hause Katzenberger-Cordalis

          Eine andere Ehe ist, glaubt man OK!, gefährdet: „Daniela Katzenberger – Exklusiv – Fremdgeh-Schock – Wie eine Sex-Beichte die Familie in die Krise stürzt“, lautet die Titelstory. Ehemann Lucas, lesen wir, gelte eigentlich als einer, der Daniela „regelrecht auf Händen trägt – und andere Frauen nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde“. Also, wir hoffen doch sehr, dass überhaupt niemand irgendwelche Frauen mit der Kneifzange anfasst, denn das tut sicher weh. Doch zurück zu Lucas, der, wie OK! fürchtet, „das Fremdgeh-Gen“ in sich trägt.

          „Laut aktueller Forschung ist die Seitensprung-Quote um 50 Prozent erhöht, wenn der Vater oder der Bruder bereits untreu waren“, behauptet OK! und schreibt über Lucas’ Vater Costa Cordalis: „Es gab andere Frauen, gestand er in einem Bild-Interview.“ Und zwar, wir haben nachgeschaut, in einem Interview aus dem Jahr 2004. Manchmal brauchen Schockwellen offenbar lange, um eine Wirkung zu zeigen.

          Unterwegs für sichere Spendengelder

          Ob auch Schauspieler Bernhard Bettermann übers Fremdgeh-Gen verfügt? „Seitensprung-Geständnis – Jetzt enthüllt seine Mimi die ganze Wahrheit“, verspricht Freizeitrevue. Seine Partnerin und Kollegin Mimi Fiedler spricht aber vor allem von sich selbst: „Ich verliebe mich täglich. In Menschen. In Situationen. Ich bin sehr schnell angefixt“, sagt sie. Hoffen wir für Bettermann, dass Mimi ihm nicht eines Tages mitteilt: „Ich verlasse dich.“ – „Wegen eines anderen Kerls?“ – „Nein, ich bin jetzt mit einer ganz tollen Situation zusammen.“

          Schauspielkollege Ralf Bauer reist bald nach Nepal, nach Indien und in ein tibetanisches Flüchtlingslager. „Und unterwegs bin ich als Geldbote!“, erzählt er dem Goldenen Blatt: Weil man nie wissen könne, ob Spenden auch ankämen, nehme er sie „in bar mit auf die Reise und gebe sie persönlich ab“. Auf die Frage, ob er sich sicher fühle, sagt er: „Toi, toi, toi – bisher ist nie etwas passiert. Aber ich sehe auch nicht so aus, als hätte ich viel Geld dabei.“ Schon richtig, nur weiß dank des Interviews jetzt jeder Gauner, dass Bauer mit viel Bargeld umherreist. Wenigstens hat er nicht seine Abflugs- und Ankunftszeit genannt. Toi, toi, toi!

          Kronprinzessin Victoria von Schweden konnte sich gleich doppelt freuen: über ihren Namenstag und das Geschenk der Zeitschrift „Das neue Blatt“.

          Bunte Windräder und glitzernder Schmuck

          Weniger großzügig zeigt sich Das neue Blatt, das eine Mitarbeiterin in die Menschenmenge schickte, die Victoria von Schweden zum Namenstag gratulierte. „Unsere Adelsexpertin Kristina Michel überrascht Victoria“, lesen wir, und das kann man wohl sagen: „Ich hatte ein buntes Windrad mitgebracht, über das sich Victoria sehr freute.“ Wieso in aller Welt schenkt Das neue Blatt Victoria ein Windrad? War aufgrund der Reisekosten kein Geld mehr für Blumen da? Wollte man zeigen, dass Deutschland das Land der Windenergie ist? Oder dass Das neue Blatt stets viel Wind um nichts macht?

          Richtig wertvolle Dinge freilich können auch eine Bürde sein. Zu Juwelen habe sie „ein antikommerzielles Verhältnis“, teilt Lilly zu Sayn-Wittgenstein Bunte mit. „Schmuck hatte immer Bedeutung oder hieß Verantwortung. Das Diadem, das ich bei meiner Hochzeit mit Alexander trug, war so schwer, dass ich kaum den Kopf bewegen konnte.“ Vermutlich sollte das Ding die schweren Zeiten der Ehe symbolisieren, die konsequenterweise inzwischen auch zerbrochen ist.

          Unbefangener dem Glitzer gegenüber zeigt sich das Model Nathalie Volk, die laut In ihren 39 Jahre älteren Freund Frank Otto mit den Worten gelobt hat: „Er hat mir an einem Tag mal Ohrringe geschenkt für 85000 Euro, einfach so. Mein Traummann.“ Das darf man wohl ein gesundes kommerzielles Verhältnis nennen.

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