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Herzblatt-Geschichten : Mein erstes Mal mit Xavier Naidoo

Wer rettet Charlène von Monaco aus ihrem goldenen Käfig? Ist es vielleicht ihre Schwimmer-Freundin Franziska van Almsick? Bild: dpa

Beim Bambi gibt es neue Promi-Paare zu entdecken. Doch nicht immer werden alle Paare glücklich, oder warum schaut Fürstin Charlène immer so traurig?

          3 Min.

          So eine Bambi-Verleihung ist für ein Blatt wie Bunte eine prima Sache. Beim Tanz ums goldene Kitz macht jeder Promi gern mit, und Bunte als Gastgeberin ist näher dran als alle anderen. Machen wir uns also gefasst auf brandheiße Berichte aus der ersten Reihe, die enthüllen, was wirklich passiert, wenn Stars aufeinandertreffen. Nehmen wir die Begegnung der Tennisspielerinnen Angelique Kerber und Ana Ivanovic: „,So good to see you‘ – ,So schön, dich zu sehen‘, sagt sie.“ Gut, dass Bunte diesen Dialog für die Nachwelt festgehalten hat.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Doch das ist längst nicht der Höhepunkt gewesen für Ivanovic und ihren Gatten Bastian Schweinsteiger. „Wenige Schritte später treffen sie auf Moderator Kai Pflaume“, lesen wir. „,Hi, Basti‘, freut der sich. ,Toll, dass ihr da seid!‘“ Ja, Mensch, wirklich toll. Mit schier zum Zerreißen gespannten Nerven harren wir darauf, wie Schweinsteiger reagieren wird.

          Eine neue Liebe für Jogi?

          Klar, dass Bunte die Antwort nicht schuldig bleibt: „Der charismatische Fußballer klopft Kai Pflaume kumpelhaft auf die Schultern. ,Darf ich dir meine Frau vorstellen? Das ist Ana‘, sagt er.“ Doch auch das war noch nicht alles – nein, Bunte hat noch mehr erlauscht: „Und zu seiner Frau gewandt: ,Ana, that’s Kai.‘“ Ach, könnte es nur ewig so weitergehen. Ein wenig erinnert uns das ja an die Dialoge aus unseren Englischlehrbüchern für Anfänger, wobei die vielleicht noch etwas ausgefeilter ausgefallen wären: „Hello, Ana. This is my friend Kay. Kay Plum.“

          Und wenn wir schon dabei sind: „This is my old boss Yogi. Not Yogi Bear, Yogi Lion.“ Ja, auch Jogi Löw war bei der Bambi-Gala, und Frau im Spiegel fragt: „Hat der frisch getrennte Bundestrainer auch privat ein neues Reh gefunden?“ Die Aktuelle schließt sich an: „Wie schön! Hat sein Herz eine neue Heimat gefunden?“

          Charlènes Befreiung

          Von hier an verläuft die Berichterstattung asynchron, denn während Die Aktuelle Löw mit der Schauspielerin Jeannette Hain verkuppelt, die er bei der Bambi-Feier – vermutlich zur Begrüßung – umarmt hat, insinuiert Frau im Spiegel mit viel Mühe („Wer ist die schöne Frau an seiner Seite?“) eine Beziehung mit einer ehemaligen Rennfahrerin, die bei der Gala kurz mal neben ihm stand. Und ansonsten, wie Frau im Spiegel am Ende kleinlaut zugibt, „sehr glücklich“ verheiratet und überdies schwanger ist.

          Wie unglücklich Charlène von Monaco ist, darüber spekuliert der Boulevard seit Jahren. Weil sie selten öffentlich auftritt, weil sie bei ihren Auftritten selten lächelt und weil sie meist eine strenge Kurzhaarfrisur trägt, muss sie, so das Narrativ, zutiefst deprimiert sein. Diese Woche nun spitzt sich die Entwicklung dramatisch zu: „Ihre deutsche Freundin packt aus – Fürstin Charlène – Sie muss Monaco für immer verlassen“, titelt Neue Post, während Das neue Blatt schreibt: „Unglaublich – Charlène – Ihre Freundin will sie aus Monaco befreien“.

          Franziska van Almsick kommt zu Hilfe

          Besagte Freundin ist keine andere als Franziska van Almsick, ehemalige Leistungsschwimmerin wie auch Charlène selbst, die in Ina Müllers Talkshow auf die Frage, ob sie Charlène manchmal aus Monaco „befreien“ wolle, tatsächlich sagte: „Ja! Ja!“ Müllers Einwand, Charlène habe doch immerhin einen „König“ geheiratet („voll schön!“) begegnete van Almsick laut In mit den Worten: „Einen Fürsten, entschuldige, das ist ja ein Unterschied. Das ist ein Piratenkönig.“

          Wenn das alles wirklich so schlimm ist, dann kann man nur hoffen, dass die Rettung gelingt – und wir stellen uns vor, wie Franzi zur Festung schwimmt, wo Charlène weinend im Turm hockt und leider ihr Haar (blöder Kurzhaarschnitt!) nicht herunterlassen kann, damit van Almsick hochklettert. Dafür aber kann sie runterspringen zu Franzi ins Mittelmeer, und gemeinsam schwimmen die Freundinnen schnurstracks in Charlènes Heimatland Südafrika. Albert, der alte Pirat, versucht hinterherzukommen und säuft ab. Happy End!

          Keine Aufklärung für Otto

          Dass auch ein Anfang nicht immer glücklich verlaufen muss, demonstriert die Bild-Zeitung, indem sie Prominente von ihrem „ersten Mal“ berichten lässt. „Ich lag noch als 20-Jähriger neben Frauen im Bett und machte ihnen Knutschflecke, weil ich dachte, das sei Sex“, berichtet etwa Otto Waalkes, und die Frauen werden schon einen Grund dafür gehabt haben, dass sie ihn nicht aufklärten.

          Noch weiter in die Historie begeben wir uns mit Gotthilf Fischer, der erzählt: „Mein erstes Mal muss so um 1946 gewesen sein. Ich habe kein Bild mehr vor Augen. Vielleicht kann die betreffende Dame sich noch erinnern und sich melden.“ Also, liebe Leserinnen, Hand aufs Herz: Haben Sie vor siebzig Jahren mit einem lockigen Jüngling rumgemacht? Es könnte sein, dass er dabei komisch gesungen hat.

          Hat gut Grinsen: Andre Rieu war bereits mit fünf Jahren das erste mal verliebt.

          Frühreifer Andre Rieu

          Das Model Alexander „Honey“ Keen wiederum überrascht mit dem Bekenntnis: „Mein erstes Mal war mit Xavier Naidoo.“ Bevor Naidoo auf die Idee kommt, eine Gegendarstellung durchzudrücken, ergänzt Keen: „Es lief das Album ,Nicht von dieser Welt‘ und ich war 16.“ Eine Frau wird nicht erwähnt, aber Keen war offenbar die Musik wichtiger. Vielleicht ist er ja dabei auch alleine gewesen.

          Ungleich früher dran gewesen ist Geiger Andre Rieu: „Ihre erste Liebe war eine Nonne“, stellt Freizeit Exklusiv fest, und Rieu erinnert sich selig: „Die Nonne hat mich als Vierjährigen oft an die Hand genommen.“ Seine „erste wirkliche Liebe“ aber sei seine Geigenlehrerin gewesen, „da war ich fünf“. Ach, Rieu, alter Prahlhans, so frühreif wie Sie sind andere schon lange gewesen. Wir zum Beispiel haben uns damals gleich unsterblich in unsere Hebamme verliebt.

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