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Herzblatt-Geschichten : Und sie waren nicht mehr nackt

Schöne Kleider: Peer und Janni gefallen sich auch angezogen. Bild: obs

Angezogen statt anzüglich: Peer Kusmagk und Janni Hönscheid begegnen sich endlich in Kleidern. Weniger gut gekleidet zeigte sich der thailändische Kronprinz, der auf staatsmännisches Auftreten auch gerne mal verzichtet.

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          Die Liebe geht oft seltsame Wege, und ein besonders seltsamer führt über das Pazifik-Atoll Tikehau. Dort haben die Surferin Janni Hönscheid und der Moderator Peer Kusmagk zueinandergefunden, und zwar in der Fernsehsendung „Adam sucht Eva“. Im Wissen um die moralische Integrität unserer Leser möchten wir erklären, dass es sich dabei nicht, wie sie glauben mögen, um eine historisch-kritische Bibelexegese des Kirchenfunks handelt, sondern um eine Kuppelshow auf RTL, deren Teilnehmer die komplette Sendezeit über nackt herumlaufen.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          So auch Kusmagk und Hönscheid, die jetzt, wie sie OK! berichtet, sogleich bei ihrem Liebsten in Berlin eingezogen ist, „mit all meinen Surfbrettern“. Das muss wirklich große Liebe sein – oder zumindest eine wirklich große Wohnung.

          Die Eile begründet Hönscheid gegenüber OK! mit den Worten: „Ja, man will sich halt gleich unheimlich viel zeigen.“ Wem das nicht ganz einleuchtet, da sie einander als Adam und Eva doch längst unheimlich viel gezeigt haben, dem sei gesagt: sicher, nur entdecken sie nun noch ganz neue Seiten am anderen. „Banale Situationen erleben und genießen“, schwärmt Kusmagk, „wie zusammen zu essen, sich angezogen zu sehen.“

          Erste Begegnung im Bewegtbild

          Das muss für die beiden in der Tat ein besonderer Moment gewesen sein, als sie sich erstmals, vermutlich mit Herzklopfen, bekleidet begegneten: „Puh, ein Glück, mit Bluse gefällt sie mir eigentlich auch ganz gut.“ – „Wow, seine Krawatte ist ja ein wahres Prachtstück!“

          Doch auch kritische Fragen muss sich das Paar gefallen lassen, sogar von OK!. „Mal ernsthaft: Nehmen wir mal an, ihr habt irgendwann Kinder. Und die fragen dann, wie ihr euch kennengelernt habt.“ – „Dann sagen wir die Wahrheit“, verspricht Kusmagk. „Jeder macht heute vom ersten Date ein Selfie. Wir haben den Moment der ersten Begegnung sogar im Bewegtbild.“

          Das gibt in vielen Jahren dann bestimmt ein großes Hallo auf jeder Familienfeier, wenn Kindern und Enkelkindern wieder das schöne Video vom Tag gezeigt wird, an dem Opa und Oma sich kennengelernt haben.

          Heirat von Sophie und David Wepper

          Ungleich züchtiger ging es zu am Strand der Côte d’Azur, wo Sophie Wepper und ihr Mann David den Bund fürs Leben schlossen. „Am Abend vor der Zeremonie wurde am Strand gepoltert“, berichtet Bunte, und das ist angesichts der gewiss nicht kostengünstigen Hochzeitsfeier gewiss ein kluger Kniff, um ein wenig zu sparen: Wenn man all das gute Geschirr nicht aufs Parkett, sondern in den weichen Sand wirft, kann man es anschließend ja weiterhin benutzen.

          Keine Kosten zu scheuen scheint Maha Vajiralongkorn, der Sohn des soeben verstorbenen thailändischen Königs Bhumibol, von Bild kurzerhand „Prinz Unterhemd“ getauft wegen des Looks, in dem sich Vajiralongkorn mal bei einem Empfang auf dem Münchner Flughafen blicken ließ: „Tattoos, bauchfreies Tank-Top, Jeans.“

          Nicht immer so staatsmännisch wie hier: Der thailändische Kronprinz Maha Vajiralongkorn
          Nicht immer so staatsmännisch wie hier: Der thailändische Kronprinz Maha Vajiralongkorn : Bild: Reuters

          Sollte der Kronprinz jetzt König werden, dann handele es sich bei ihm um „das durchgeknallteste Staatsoberhaupt der Welt“, prophezeit Bild und berichtet: „2007 gelangte ein Video an die Presse, das ihn bei aufwendig inszenierten Geburtstagsfestivitäten zeigt – für seinen Hund ,Foo Foo‘. Der Kleinpudel bekleidete laut dem Londoner Polit-Magazin ,Economist‘ zuletzt offiziell den Rang eines Generals der Luftwaffe.“

          Gut, ein bisschen durchgeknallt wirkt das schon, aber es könnte ja auch Donald Trump amerikanischer Präsident werden, und da ist der Pudel sicher nicht weniger kompetent – und die bessere Frisur hat er auch.

          In Stilfragen eigenwillig zeigt sich auch Musiker Albert Hammond, der dem Goldenen Blatt erzählt: „Ich bin ein junger Opa, richtig energiegeladen. Ich trage tatsächlich noch die gleichen Klamotten, die ich als Teenager anhatte!“ Sieht bestimmt ganz entzückend aus. Hoffentlich hat er die Klamotten zwischendurch mal gewaschen.

          Albert Hammond im jugendlichen Kleidungsstil
          Albert Hammond im jugendlichen Kleidungsstil : Bild: dpa

          Auf ein bewegtes Leben zurück blickt auch „Matula“ Claus Theo Gärtner, der seine Autobiographie veröffentlicht hat und dem Neuen Blatt beichtet: „Ich habe es ja nur erzählt. Aufgeschrieben hat es meine Frau. Aber die hat es toll gemacht: richtig formulierte Sätze, alles in Form gebracht.“ So richtig formuliert mit Subjekt, Prädikat und manchmal sogar Objekt? Dolle Sache, so was gelingt wahrlich nicht jedem Schreiber. Und auch wir selbst damit ja haben Probleme manchmal.

          Lena fühlt sich anna

          Eine echte Meisterin der Sprache ist auch Lena Meyer-Landrut. Sie sei „ein richtig spießiger und eher der langweilige Typ“, erklärt sie Frau im Spiegel. „Aber klar, wenn die Kameras auf mich gerichtet sind, dann bin ich ein bisschen anna.“ – „Anna?“, fragt da Frau im Spiegel, und Lena korrigiert: „Anner! Im Sinne von ,mehr an‘, ,mehr angeschaltet‘.“ Wir hingegen fühlen uns im Moment ziemlich aus oder sogar auser. Deutlich auser jedenfalls als Anna Meyer-Landrut.

          Leider schon seit 25 Jahren nicht mehr an ist Roy Black. Ein Weggefährte, der Regisseur Otto Retzer, erinnert sich im Neuen Blatt: „Er war ein schöner Mann, strahlte Liebe aus.“ Auf den Einwurf, Black sei „laut seiner Ex-Frau Silke gerne fremdgegangen“, sagt Retzer: „Ob es gerne war, weiß ich nicht. Natürlich ist er der Versuchung unterlegen.“ Eine interessante Verteidigungsstrategie, aber ob sie im Alltag funktioniert? „Ich gebe es zu, Schatz, ich bin oft fremdgegangen. Aber glaube mir – immer extrem ungern.“

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