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Herzblatt-Geschichten : Ohne Hose, aber nicht nackt

  • Aktualisiert am

Zärtliche Berührungen? Das neue Blatt denkt sich seinen Teil. Bild: dpa

Während es bei unserer Kanzlerin romantisch zugeht, gibt es im Hause Becker Befehle anstelle liebevoller Fragen. Ken Duken lässt bei Schauspielerfreund Torben Liebrecht die Hosen runter und „Matula“ Claus Theo Gärtner legt sich nachts ins Wattenmeer.

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          Das geheime Leben der Bäume: So nennt sich das Buch eines Försters, das seit Monaten auf der Bestsellerliste steht und zu enthüllen verspricht, „was sie fühlen und wie sie kommunizieren“. Das Goldene Blatt knüpft daran jetzt an und entführt uns „in die geheimnisvolle Welt der Blumensprache“. Denn auch Blumen können sprechen, und wenn es auch nur das ist, was diejenigen, die sie verschenken, sagen möchten.

          Eine Anthurie etwa „spielt auf Erotik an“, was angesichts des auffälligen Blütenkolbens sofort einleuchtet, eine Aster bedeutet angeblich: „Ich bin mir deiner Treue nicht sicher.“ Eine Akelei schließlich soll sagen: „Ich halte dich für einen Schwächling.“ Also, das finden wir jetzt echt unseriös. Und vielleicht waren das in dem Strauß, den uns die Kollegen zum Geburtstag schenkten, ja überhaupt keine Akeleien.

          Die romantischste aller Fragen: „Wir heiraten.“

          Einer, dem sicher niemand Akeleien schenkt, ist Boris Becker, über den Gattin Lilly in einer Fernsehshow gesprochen hat. „Weihnachten 2008 stellte Boris in einem Restaurant die Frage aller Fragen“, berichtet Echo der Frau: „,Es war überhaupt nicht romantisch. Es gab keinen Ring, nichts. Es war nur: ,Wir heiraten‘, verriet Lilly.“ Äh, „Wir heiraten“ heißt die Frage aller Fragen? Klingt eher nach dem Befehl aller Befehle.

          Ungleich romantischer, wenn man dem Neuen Blatt glauben möchte, geht es bei unserer Kanzlerin zu. „Angela Merkel (61) – Dieser Mann bringt sie wieder zum Lachen“, lesen wir. Lange Zeit nämlich sei Merkel mieser Laune gewesen: „Nicht mal im Winterurlaub mit ihrem Mann Joachim Sauer (66) huschte ihr ein Lächeln über die Lippen“. Das kann Das neue Blatt eigentlich nur wissen, wenn es den gesamten Urlaub mit dem Paar verbracht hat, und unter den Umständen hätten wir an Merkels Stelle auch nie gelächelt. Zum Glück aber gibt es „diesen Mann“, nämlich François Hollande, mit dem die Kanzlerin, übrigens nicht zum ersten Mal in der Yellow Press, mal eben verkuppelt wird: „Die beiden Staatsoberhäupter berühren sich zärtlich, kichern und tuscheln – fast wie zwei Teenager!“ Das ist schon rührend, und da fällt es auch kaum ins Gewicht, dass Angela Merkel gar kein Staatsoberhaupt ist.

          „Angela Merkel – Bittere Trennung – Es geht einfach nicht mehr“

          Doch was ist das? Frau aktuell titelt: „Angela Merkel – Bittere Trennung – Es geht einfach nicht mehr“. Ist es zwischen François und Angela schon wieder vorbei? Oder geht es bei der „bitteren Trennung“ um jene von Horst Seehofer und seiner CSU? Wobei die ja nicht unbedingt eine bittere wäre. Nein, trennen muss sich Merkel laut Frau aktuell von ihrem Traum, „allen Flüchtlingen ein neues, sicheres Zuhause in Deutschland geben zu wollen. Angie muss endlich loslassen.“ Das wenigstens hat beim jüngsten EU-Gipfel ja ganz gut geklappt.

          Mindestens so innig wie zwischen Merkel und Hollande geht es zwischen den beiden befreundeten Schauspielern Ken Duken und Torben Liebrecht zu, die auch gern gemeinsam drehen. „Selbst in den emotionalsten Momenten weiß ich, dass Torben mich auffängt“, erzählt Duken Bunte. „Das gibt mir das Gefühl, dass ich die Hose runterlassen kann, ohne mich nackt zu fühlen.“ Hallo, Herr Duken? Lassen Sie sich vom Torben bloß nicht täuschen: Wenn Sie die Hose runterlassen, sind Sie sehr wohl ziemlich nackt. Hauptsache, Sie tragen wenigstens Unterhosen.

          Einfach mal die Hose runterlassen: Schauspieler Ken Duken und Torben Liebrecht

          Hoffentlich warm angezogen war „Matula“ Claus Theo Gärtner, der gerade einen Nachtdreh im Norden hinter sich hat. „Zu dieser Jahreszeit ist es an der Nordsee saukalt – vor allem, wenn man im Wattenmeer rumliegt“, sagt er dem Echo der Frau. „Aber der Wille versetzt bekanntlich Berge.“ Zu dumm, dass es im Wattenmeer gar keine gibt, da kann man höchstens ein paar Sandhaufen versetzen.

          Im Norden ihr Glück sucht auch Fernsehsternchen Nathalie Volk (immer noch 19), die nun eine eigene Sendung beim Lokalsender Hamburg 1 bekommt. „Hat Ihr Freund Frank Otto Ihnen die Sendung geschenkt?“, will In frech wissen. „Er ist ja einer der Gesellschafter von Hamburg 1.“ Iwo, meint Nathalie: „Das denken alle! Aber nein, ich musste hart dafür kämpfen, im Vorfeld viel drehen und Promis anmoderieren. Aber mein Freund unterstützt mich.“

          Ehemalige „Germanys next Topmodel“ Kandidatin und „Dschungel Camp“ Teilnehmerin Nathalie Volk hat nun ihre eigene Fernsehsendung.

          Und dann weist In auch noch darauf hin, dass Frank Otto älter ist „als Ihr Vater, zu dem Sie keinen Kontakt haben. Haben Sie einen Vaterkomplex?“ Nathalie entgegnet: „Ich weiß es nicht, ich hab da letztens auch mit ihm drüber gesprochen, ob das im Unterbewusstsein so ist. Kann sein …“ Moment mal, mit wem hat sie gesprochen – mit ihrem Vater, zu dem sie keinen Kontakt hat? Oder mit Frank? Da scheint ja wirklich einiges durcheinanderzugehen.

          Ob auch die 38 Jahre junge Lebensgefährtin von Franz Xaver Kroetz, 70, einen Vaterkomplex hat? Kroetz selbst jedenfalls sagt Bunte: „Ich kann nur jedem Mann empfehlen, sich eine jüngere Frau zu suchen. Sie kümmert sich um mich.“ Er finde es, so Kroetz weiter, „nur schade, dass wir nicht gemeinsam alt werden können. Wobei: Wenn ich 340 bin, ist sie 308 – das ist nicht so schlimm.“ Schon richtig, Herr Kroetz, aber ganz unter uns: Zu dem Zeitpunkt haben Sie sich doch längst eine knackige 297-Jährige angelacht.

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