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Herzblatt-Geschichten : Helene auf meiner Haut

Keine Frau sollte sich ihr Helene-Fischer-Tattoo verbieten lassen. Wir rufen dazu auf, sich mit Thomalla zu solidarisieren! Bild: dpa

Sophia Thomalla hat Tattoo-Wettschulden offen, ordnet sich aber einem Mann unter. Das Schauspieler-Ehepaar Claudia Wenzel und Rüdiger Joswig hat derweil Schwierigkeiten mit historischen Daten. Die Herzblatt-Geschichten.

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          Wir wissen nicht, ob Bradley Cooper etwas hatte mit Lady Gaga, seiner Duettpartnerin aus „A Star Is Born“, und wir wissen auch nicht, ob Cooper deshalb jetzt getrennt ist von seiner Frau Irina Shayk. Unbestritten ist, dass Shayk vor kurzem das gemeinsame Haus verlassen hat, mit mehreren Koffern stieg sie in eine schwarze Limousine; ob das nun das Ende war oder lediglich ein Kurztrip mit Hollywood-typischem Übergepäck, das wird die Geschichte weisen.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Sollte es doch ein Abschied für immer sein, so hat Irina Shayk dabei jedenfalls ein Zeichen gesetzt – durch ihre Kleiderwahl. „Stylischer Abgang“, urteilt Gala: „In einem Jumpsuit von Burberry verlässt Irina Shayk das Haus in Pacific Palisades.“ Tatsächlich hat Shayks Abmarsch etwas Soldatisches, wie der einer Siegerin im Beziehungskrieg, die mit dem lässig über den Arm geworfenen Wintermantel auch Stalingrad nicht schrecken müsste. Und da ein Jumpsuit die traditionelle Kluft der Fallschirmspringer ist, würden wir an Burberrys Stelle das gute Stück schleunigst als letzten Schlussmacher-Schrei vermarkten, mit dem man spielend den Absprung schafft und rechtzeitig die Reißleine zieht. Irina Shayk hat’s vorgemacht; man darf gespannt sein, bei wem sie als Nächstes landen wird.

          Gewisse Stilfragen entzweien auch Sophia Thomalla und ihren neuen Freund, den Fußballtorwart Loris Karius. „Liebes-Drama im Urlaub? Schockierende Enthüllungen über ihren neuen Freund – Das geht nicht mehr lange gut!“, titelt OK!, deren Geschichte sich vor allem auf eine unbeglichenen Wettschuld Thomallas bezieht. Diese hatte für einen Instagram-Post mehr als 200.000 Likes kassiert und zuvor angekündigt, sich bei Erreichen dieser Marke ein Bild Helene Fischers tätowieren zu lassen – wozu es bislang, wie Thomalla gegenüber Günther Jauch offenbarte, nicht gekommen ist. „,Mein Freund hat gesagt, er will Helene Fischer nicht auf meiner Haut sehen. Da muss ich jetzt noch ein bisschen diskutieren‘, gab sie zu“, berichtet OK! und staunt: „Wie bitte? Seit wann ordnet sich eine Sophia Thomalla, die bislang immer konsequent ihr Ding durchgezogen hat, einem Mann unter?“ Auch wir finden: Das darf nicht sein. Keine Frau sollte sich ihr Helene-Fischer-Tattoo verbieten lassen, und wir rufen alle emanzipierten Frauen – und Männer – dazu auf, sich mit Thomalla zu solidarisieren. Strömt in die Studios, lasst euch Helene-Bilder stechen, macht Fischer zum Antlitz des modernen Feminismus!

          Sparen mit Steffi Graf

          Einer anderen deutschen Ikone, Steffi Graf nämlich, gratuliert Otto Waalkes in Bild zum Fünfzigsten. Gern erinnert er sich etwa an die Feier zu Grafs Grand-Slam-Sieg in New York: „Es war ein rauschendes Fest, das wie jeder Abend mit Steffi endete. Um Punkt 21 Uhr stand sie auf und ging zu Bett. Deswegen konnte man sie auch in die besten Restaurants einladen, die Rechnung hielt sich stets im Rahmen.“ Vermutlich hat der alte Sparfuchs den Tisch mit Steffi Graf dann stets für zehn vor neun reserviert.

          Drückt sich Otto Walkes hier vor der Rechnung?

          Um die Frage des richtigen Timings geht es auch im Gespräch des Neuen Blatts mit dem Schauspieler-Ehepaar Claudia Wenzel und Rüdiger Joswig. In der DDR begegneten sie sich am Theater, dann aber war Joswigs Ausreiseantrag erfolgreich: „Es knisterte heftig, aber er ging in den Westen, ich blieb im Osten“, erzählt Wenzel. „1992 stand er nach dem Mauerfall wieder vor meiner Tür.“ Joswig übernimmt: „Mir war klar: Wenn ich wieder in die Ex-DDR darf, muss ich sofort zu Claudia.“ Moment mal, Herr Joswig: Sie wollten sofort zu Claudia, kamen aber erst 1992 bei ihr an? Wissen Sie noch, wann der Mauerfall war? Was haben Sie denn die Jahre dazwischen gemacht, womöglich noch eine Tournee zu weiteren Damen? Oder durften Sie echt erst 1992 wieder in den Osten?

          Aus dem Süden zieht sich Guido Maria Kretschmer zurück

          Vielleicht liegt hier ja auch ein kleiner historischer Irrtum vor, auch wir wissen nicht alles über die deutsch-deutsche Vergangenheit. Wenzel jedenfalls teilt noch mit, dass sie sich gegen Joswigs Avancen „erst noch gewehrt“ habe: „Aber dann kam ein Blumenstrauß nach Leipzig, so etwas hatte ich noch nie gesehen.“ Traurig: Wir dachten immer, im Osten habe es nur keine Bananen gegeben, und jetzt erfahren wir, dass sie dort auch keine Blumensträuße hatten.

          Aus dem Süden zieht sich jetzt Guido Maria Kretschmer zurück, der seine Finca auf Mallorca verkauft. Dort, erzählt er Gala, hätten sein Mann und er immer wieder Damen „getröstet und aufgepäppelt“, die von ihren Männern betrogen und verlassen worden waren: „Einige kamen auch, um sich von einer Schönheitsoperation zu erholen. Es ist ja immer gut, wenn man sich dann ein oder zwei Wochen aus dem Verkehr ziehen kann.“ Wir fragen uns nun, ob der neue Finca-Besitzer wohl noch ein paar vor längerer Zeit verschönerte Damen entdecken wird, die sich bislang nicht hervorgetraut hatten.

          Gleich zwei Überraschungen beschert uns ein Text des Goldenen Blatts über Hansi Kraus: Der Parade-Bayer der deutschen Lümmelkomödie ist erstens gebürtiger Pole und zweitens längst Großvater, der sagt: „Die Große ist Klassenbeste und Pepe ist, wie ich, ein Lausbub.“ Einerseits finden wir es niedlich, dass der Kleine nach Opas größter Rolle, nach Pepe Nietnagel benannt wurde. Andererseits hoffen wir sehr, dass der selige Pierre Brice keinen Enkel hat, der Winnetou heißt.

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