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Herzblatt-Geschichten : Arm, sexy und nicht sehr helle

Liebes-Aus: Stefan Mross geht künftig ohne Anna-Carina Woitschack durchs Leben. Bild: dpa

Melinda Gates wechselt vom Nerd zum Sportler, Kate Moss streitet um ihren Namen und Ronaldo beleidigt Rooney: Die Herzblatt-Geschichten.

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          Zum Glück gibt es auch heute noch Zeitgenossen, die den Umgangston wahren, selbst wenn sie von anderen kritisiert wurden und diese nun ihrerseits kritisieren. Wayne Rooney, ehemaliger Fußballstar, hatte seinem einstigen Mitstreiter Cristiano Ronaldo unprofessionelles Verhalten vorgehalten. Daraufhin hat sich Ronaldo, wie „Bild“ berichtet, über Rooney wie folgt geäußert: „Ich werde nicht sagen, dass ich besser aussehe als er. Aber wahr ist es.“ Für diese Zurückhaltung gepaart mit unbestreitbarer Faktentreue kann man nur Respekt zollen. Wir sind gespannt, wie es weitergeht. Ob Rooney als Nächstes wohl nicht sagen wird, dass Ronaldo ein arroganter Schnösel ist?

          Jörg Thomann
          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die mit einem ehemaligen Fußballstar verheiratete Victoria Beckham ist, was wahre Werte anbelangt, schon einen Schritt weiter. Laut „Neuem Blatt“ hat sie ihrer Tochter Harper „einen süßen Rat“ gegeben: „Sei das netteste Mädchen in der Klasse, nur das zählt. Man muss nicht die Schönste oder Schlaueste sein.“ Eine kluge Empfehlung, Nettigkeit kann man sich anders als Schlau- oder Schönheit ja erarbeiten. Den Anspruch an die Tochter, gleich die Netteste der ganzen Klasse zu sein, finden wir indes ziemlich hoch: Beckham selbst war ja nicht mal das netteste der fünf Spice Girls.

          Komplett verkniffen hat sich Ronaldo die Bemerkung, dass er Rooney auch an Reichtum überlegen ist. Bei der Liebe aufs Geld zu schauen, das hat Melinda Gates nicht mehr nötig: „Ihr Neuer ist arm, aber sexy“, titelt „Bunte“. Ganz anders als sein Vorgänger sei Melinda Gates’ neuer Partner Jon Du Pre nicht nur sexy, sondern auch stilbewusst und durchtrainiert. „Eine Gemeinsamkeit teilen sich Melindas Neuer und Softwareentwickler Bill aber dann doch: Beide tragen in ihrer Freizeit am liebsten Käppis“, weiß „Bunte“. Insofern bleibt Melinda ihrem Beuteschema dann doch treu.

          Wie wäre es mit etwas „Mosskatnuss“?

          Den „Arm, aber sexy“-Spruch hatte ja Berlins früherer Regierender Bürgermeister Wowereit auf seine Stadt gemünzt, und angesichts der Tatsache, dass jetzt eine komplette Wahl wiederholt werden muss, könnte man hinzufügen: „und nicht besonders helle“. Hoffen wir für Melinda Gates, dass dies auf ihren Neuen nicht zutrifft; am Ende muss auch da die Wahl wiederholt werden, und er entscheidet sich für eine andere. Jon Du Pre übrigens hat mehr als zwei Jahrzehnte als Fernsehkorrespondent gearbeitet, und da wundert es doch, dass „Bunte“ ihn so entschieden als „arm“ einstuft. Werden deine Leute, „Bunte“, so schlecht bezahlt?

          Ein neues Geschäftsfeld hat die ohnehin schon besserverdienende Kate Moss entdeckt, allerdings, so „Bunte“, löste sie „gleich mehrere Verfahren um Namensrechte aus, weil sie nun unter dem Label ‚Cosmoss‘ (gesprochen: Kosmos) Wellness-Produkte verkauft“. Sollte sie die Rechte abgeben müssen, könnte sie von Wellness auf Ernährung umschwenken und zum Beispiel Senf („Mosstrich“), Gewürze („Mosskatnuss“) und Frischkäse („Mosscarpone“) verkaufen.

          Eine Scheidung bei Silbereisen – nur konsequent

          Geldsorgen können es eigentlich nicht sein, die Mike Tindall, den Gatten der Queen-Enkelin Zara, als Kandidaten ins britische Dschungelcamp getrieben haben. Dort verrät er anscheinend das eine oder andere Detail über seine Ehe, wie „Frau im Spiegel“ schreibt. Beim ersten Date mit Zara etwa hätten sie festgestellt, „dass wir beide gerne einen heben. Das war ein guter Start“, so Tindall. Das ist erfreulich, aber taugt es auch als Grundlage für eine langjährige Beziehung? Im Alter verträgt man ja deutlich weniger, und plötzlich stellt man dann ernüchtert fest, dass man gar keine Gemeinsamkeiten mehr hat.

          Ein deutsches Schlager-Ehepaar hat diesen Punkt schon erreicht, wie „Gala“ berichtet. „Stefan Mross, 46, und Anna-Carina Woitschack, 30, verkündeten vorige Woche ihr Liebes-Aus via Instagram: ,Wenn einer sagen kann, in guten wie in schlechten Zeiten, dann wir‘, schrieben sie. Denselben Satz hatte kürzlich auch Moderatorin Nazan Eckes, 46, verwendet, als sie ihre Trennung von Julian Khol bekanntgab.“ Besser hätten Mross und Woitschack also geschrieben: „Wenn zwei sagen können . . .“. Beziehungsweise vier. Den Antrag und die Hochzeit selbst hatten Mross und Woitschack einst live in einer Florian-Silbereisen-Show zelebriert, insofern wäre es nur konsequent, wenn sie auch die Scheidung bei Silbereisen durchzögen. Als Richterin könnten sie sich von RTL ja Barbara Salesch ausleihen.

          Auf eine „schnelle Scheidung“ dringt „Schöne Woche“ zufolge Prinz Harry. „Meghan ist eine unfassbare Heuchlerin“, schimpft Chefredakteurin Gitta Kabelitz, und wir lesen: „Stein des Anstoßes: eine kurze Szene aus der US-Serie ,90210‘ von 2008. Die hat es aber in sich. Denn darin verwöhnt Meghan einen Mann in einem Auto!“ Und das, nachdem sich Meghan „gerade darüber beschwert hat, früher nur als Sexobjekt behandelt worden zu sein“. Harrys Anwälte arbeiten laut „Schöne Woche“ jetzt „Tag und Nacht, um die Scheidung über die Bühne zu bringen“. Als Zeugen dürften geladen werden: der verwöhnte Mann von 2008, die Drehbuchautoren von „90210“ und Gitta Kabelitz. Me­ghan hat keine Chance.

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