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Herzblatt-Geschichten : Hurra, endlich neue Cellulite-Fotos

„Zuckerbrot und Peitsche“: Das wäre wohl die Strategie von Nikolai von Bismarcks Urgroßvater gewesen, um Kate Moss auf Linie zu bringen. Die arme Freundin des Adelsspross ist nämlich „skinnyfat“ – also fett und dürr zugleich. Bild: ddp Images

Orangenhaut am Popo: Ein Problem, das die Welt umtreibt. Ob die Kartoffelsuppe der Kanzlerin da helfen würde? Ein noch schlimmeres Figurproblem hat jedoch Kate Moss. Aber lesen Sie selbst - in unseren Herzblatt-Geschichten.

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          Bald wird gewählt, weshalb auch in den Herzblättern permanent Politiker auftauchen. Die Kanzlerin etwa darf in Bunte zum x-ten Male von ihrer angeblich genialen Kartoffelsuppe erzählen: Ob es da einen Trick gebe? „Höchstens diesen: Ich zerstampfe die Kartoffeln immer selbst mit einem Kartoffelstampfer und nicht mit einer Püriermaschine. So bleiben in der Konsistenz noch immer kleine Stückchen übrig“, so Merkel. Ihre innerparteilichen Gegner würden behaupten, genauso sei sie mit der traditionellen CDU-Politik verfahren: eigenhändig zerstampfen, bis nur kleine Stückchen übrig sind. Uns ist das egal, ist so sicher auch bekömmlicher.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Zuckersüß wiederum ist, wie das Herzenspaar unserer Klatschpresse miteinander kommuniziert. Auf einem Foto trägt Helene Fischer Socken, die, wie Echo der Frau reportiert, „über und über mit dem Namen ihres Liebsten“ Florian Silbereisen bedruckt sind. Ob sie noch weitere Wäsche mit der Aufschrift „Florian“ trägt, ist nicht zu erkennen; ebenso wenig weiß man, ob Helene die Socken womöglich aus Florians Schrank stibitzt hat und sie in Wahrheit ihm gehören.

          Dürr und fett zugleich

          Glaubt man Das Neue, dann könnte Fischer demnächst nicht nur die Socken ausziehen. „Wann wird sie schwach? Unmoralisches Angebot von Florian“, überschreibt das Blatt einen Artikel: „Ausgerechnet Florian möchte, dass sich die 33-Jährige nackt im ,Playboy‘ zeigt. Tut sie es für ihn?“ Die Auflösung ist so doof, dass sie fast schon wieder gut – ach nein, eigentlich ist sie doch nur doof: Mit „Florian“ meint Das Neue in diesem Fall den Playboy-Chefredakteur Florian Boitin.

          Etwas nackte Haut zeigt wieder mal Intouch, die papiergewordene Essstörung, die prominente Frauen ständig dafür abwatscht, dass sie vermeintlich zu dick oder zu dünn sind. Titelstory dieser Woche: „Bye-bye, Cellulite – Es kann so einfach sein! Die besten Tricks der Stars“. Dazu druckt das Blatt freilich keine Bilder von Frauen ohne, sondern mit Cellulite und dazu den fetten Hinweis: „Neue Fotos“. Da wird sich die Leserschaft sicher freuen, dass es sich nicht etwa um alte Cellulite-Fotos handelt, sondern um brandneue. Eine Problemfigur bescheinigt Intouch selbst Kate Moss, die demnach in eine Kategorie namens „skinny fat“ fällt, was in unserer freien Übersetzung „dürrdick“ genauso behämmert klingt.

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