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Jennifer Lawrence: „Ich öle ihn ein wie ein Schwein vorm Schlachten.“ Bild: EPA

Herzblatt-Geschichten : Sie ist attraktiv, aber ehrgeizig

Jennifer Lawrence hat wilde Pläne mit Timothée Chalamet, Angelina Jolie hat an der Schlammschlacht mit Brad Pitt zu schlürfen – und Penélope Cruz liest ihrer Tochter Märchen mit verändertem Ende vor.

          Haben wir uns diese Woche also mal wieder richtig alt fühlen dürfen. Schlimm genug ist ja schon das Bewusstsein gewesen, dass ein Popstar wie Justin Bieber unser Sohn sein könnte. Jetzt aber lässt uns „Bunte“ auch noch wissen, dass sogar Justin Biebers Vater deutlich jünger ist als wir: „Justin Biebers, 23, Vater Jeremy, 42, hat seine Freundin Chelsey Rebelo geheiratet.“ Jetzt freuen sich beide aufs erste gemeinsame Kind. Einziger Trost für uns bei der Geschichte: Justin Bieber ist, immerhin, nicht unser Sohn.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Doch was soll’s: Auch im Alter stehen uns ja alle Möglichkeiten offen, wie „Echo der Frau“ uns vor Augen führt: „Jane Seymour (67) zog sich zum 3. Mal, nach 1973 & 1987, für den amerikanischen ,Playboy‘ aus.“ Wir haben zu Recherchezwecken gleich mal gegoogelt und festgestellt, dass die Fotos sehr schön, aber recht züchtig sind. Vielleicht zeigt sich Frau Seymour beim vierten Mal ja wieder etwas freizügiger, ungefähr im Jahr 2049 sollte es ja wieder so weit sein.

          Anweisung von ganz oben?

          Apropos Alter. Die Funke Mediengruppe hat ja eine neue Verlegerin, die unlängst angekündigt hat, mit einigen liebgewonnenen Traditionen der verlagseigenen Quatschhefte – etwa mit komplett an den Haaren herbeigezogenen Stories – brechen zu wollen. Eine Tradition jedenfalls behält sie bei – nämlich die, dass es auf den Seiten der ansonsten vom Alter ihrer Protagonisten besessenen Blätter signifikante Ausnahmen gibt. So wird auf den beiden Seiten, die das „Echo der Frau“ der Goldenen Kamera widmet, hinter jedem Namen der abgebildeten Prominenten wie üblich deren Alter genannt – nur nicht bei der Funke-Aufsichtsratsvorsitzenden Julia Becker. Anweisung von ganz oben? Vorauseilender Gehorsam? Oder einfach nur ein redaktionelles Versehen? In letzterem Fall, liebe „Echo-der-Frau“-Redaktion, für euch der Hinweis: Frau Becker ist Jahrgang 1972. Gern geschehen!

          Generell freuen wir uns aber über jede Frau in einer Führungsposition. Das sieht auch Penélope Cruz so, die, wie „Bunte“ berichtet, ihrer kleinen Tochter Märchen stets mit verändertem Ende vorliest, damit sie nicht denke, „,dass Männer alles entscheiden‘. Deswegen lehnt die Cruzsche Cinderella den Hochzeitsantrag des Prinzen ab, weil sie Astronautin oder Köchin werden will.“ Dann aber hoffentlich nicht die Köchin des Prinzen. Wobei natürlich niemand heute Frauen vorschreiben sollte, welchen Beruf sie auszuüben haben. Die frischgekürte Miss Germany mit dem schönen Namen Anahita Rehbein etwa, weiß „Bunte“, „würde gerne für einen Modekonzern“ – nein, nicht etwa über den Laufsteg staksen, sondern „im Personalmanagement arbeiten“. Toll! Wobei Controlling ja auch recht glamourös sein soll.

          Lawrence ist scharf auf Chalamet

          Einen neuen Job hat auch Christine Neubauer, die jetzt bei den Karl-May-Spielen Bad Segeberg mitmacht. „Bunte“ schreibt: „Sie spielt die attraktive, aber ehrgeizige Judith Silberstein in ,Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg‘.“ Attraktiv, aber ehrgeizig, „Bunte“? Also sollte sie sich besser auf ihrer Schönheit ausruhen und den Ehrgeiz den Hässlichen überlassen?

          Ruht sich nicht auf ihrer Schönheit aus: Christine Neubauer

          Attraktiv, aber ehrgeizig ist auch Jennifer Lawrence, die ein ambitioniertes Projekt im Zusammenhang mit ihrem Kollegen Timothée Chalamet (22) avisiert hat: „Ich bin so unglaublich heiß auf ihn“, hat sie laut „Intouch“ bekannt. „Ich öle ihn ein wie ein Schwein vorm Schlachten, und dann schlage ich zu, wenn er so 30 ist.“ Für manche mag das jetzt Züge von #MeToo tragen, aber immerhin lässt sie dem jungen Mann noch acht Jahre, sich auf den Angriff vorzubereiten. Vermutlich hat sie bis dahin auch ein anderes Objekt ihrer Begierde gefunden, denn allzu hoch, wie sie „Bild“ verrät, sind ihre Ansprüche an potentielle Partner nicht: „Ich brauche Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Echtheit, ich kann jedes Arschloch ertragen, wenn es nur geradeaus ist und nicht falsch.“ Es mögen sich also bitte nur echte Arschlöcher bei Lawrence melden.

          Angelina Jolies „Lolli-Diät“

          Klare Ansagen macht ihrem Mann auch die Ehefrau von Martin Suter, die dessen zweiten Roman am liebsten mag. „Immer wenn ich ein neues Buch geschrieben habe, sagt sie: ,Super, aber nicht so gut wie ,Die dunkle Seite des Mondes‘. Seit 20 Jahren laufe ich in meinem Anspruch nun diesem Lieblingsbuch meiner Frau hinterher“, beklagt sich der Schriftsteller in „Bunte“. Da fragen wir uns sofort, ob Frau Suter wohl auch in anderen Bereichen des ehelichen Lebens so kritisch ist: „Und, Schatz, wie war ich?“ – „Ganz okay, aber damals, vor zwanzig Jahren...“. Stellen wir uns frustrierend vor, so was.

          Heiß begehrt: Schauspieler Chalamet

          Ehe-Frust schiebt nach ihrer Trennung von Brad Pitt auch Angelina Jolie, die zudem immer dünner werden soll: „So krank ist ihre neue ,Lolli-Diät‘“, titelt „Intouch“. Angeblich nämlich lutsche Jolie ständig Lollis, die trotz Geschmacksrichtungen wie Apfelkuchen oder Erdbeer-Sahne schlank machen sollen. Was den hässlichen Streit mit Pitt angehe, schreibt „Intouch“, habe „ihr Ego noch sehr an der Schlammschlacht zu knabbern“. Doch kann man an einer Schlammschlacht knabbern, schlürft man die nicht eher? Wie auch immer: Ein Lolli wäre uns da sicher lieber.

          Leidet Angelina Jolie unter den Folgen der „Lolli-Diät“?

          Die dunklen Tage hinter sich gelassen hat dagegen Uschi Glas’ Sohn Ben Tewaag, der gern wieder Sendungen moderieren möchte und der „Frau im Spiegel“ sagt: „Es soll aber in die seriöse oder journalistische Richtung gehen.“ Seriös oder journalistisch? Schönen Dank auch, Herr Tewaag.

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