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Herzblatt-Geschichten : Pelle, die Eroberin

Der ganz große Genuss? – Veronica Ferres Bild: dpa

Die Filme von Veronica Ferres sind der ganz große Genuss – glaubt zumindest die Schauspielerin selbst. Immerhin: Der Grund für Stefan Mross’ Zusammenbruch waren sie nicht. Auch in der vergangenen Woche haben uns die Promis nicht im Stich gelassen.

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          Veronica Ferres hat ja schon jede große Frauenrolle gespielt, sie war Bundeskanzlerin, Päpstin, Hildegard von Bingen und die Mutter Maria – okay, vielleicht verwechseln wir da auch was, aber seit gefühlten zehn Jahren haben für uns alle in herausgehobener Position tätigen Fernsehspiel-Aktricen das Gesicht von Veronica Ferres. Schön zu lesen, dass es für die Universalmimin trotzdem noch darstellerische Herausforderungen gibt. Könnte sie sich in eine Speise verwandeln, wäre sie am liebsten Currywurst mit Pommes, ließ sie das Magazin In wissen. Begründung: „Mit mir kann man großen Genuss erleben – allerdings ohne mich später auf den Hüften zu haben – meine Filme sollen der Genuss sein, den ich biete.“

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Da deutsche Produzenten der Ferres jeden Wunsch erfüllen, freuen wir uns auf eine Serie von Remakes mit Titeln wie „Der Snack vom Checkpoint Charlie“, „Der Herta-Meica-Komplex“ und „Pelle, die Eroberin“. Bei der Frage, welcher Mann sie gerne wäre, hat Frau Ferres übrigens „Karl Lagerfeld“ angekreuzt und nicht „Carsten Maschmeyer“. Klar, das ginge auch kaum, sie ist ja mit ihm zusammen. Hoffentlich bleibt ihm, der gerade seine Villa auf Mallorca verkauft, danach noch irgendwo ein Plätzchen, wo er sein müdes Haupt betten und seine Millionen stapeln kann. Falls nicht: Wir würden den Finanzakrobaten gerne auch mal im Promi-Big-Brother-Container sehen, wo er mit Jürgen Schneider und Kim Dotcom über die verheerendsten Anlagestrategien diskutieren könnte.

          Aus sozialhygienischen Gründen wollten wir über die aktuelle Ansammlung von VUPs (Very unimportant Persons, Bild) in der geschlossenen Abteilung von Sat 1 eigentlich kein Wort verlieren. Nicht über Ex-Scharfrichter Ronald Schill und seine Autobiopornographie, nicht über Ex-„Sternenhimmel“-Sänger Hubert Kah, der laut In Touch „völlig aus dem Nichts“ einer Kandidatin auf den Po klatscht und unter zwanghafter Angst leidet, seine Zunge zu verschlucken.

          Die Currywurst war zu scharf: Stefan Mross

          Aber das Stichwort „Zunge verschlucken“ brauchen wir, um auf Stefan Mross zu kommen, der mit einem unverantwortlichen gastronomischen Abenteuer sein Familienglück aufs Spiel gesetzt hat: In seiner Sendung „Immer wieder sonntags“ testete das Goldkehlchen eine Chilisauce mit Namen „Gold Edition“, die ungefähr fünfzehnhundertmal so scharf ist wie ein Erotikkalender mit Nacktaufnahmen von Ronald Schill. Der Kreislaufzusammenbruch, den Herr Mross daraufhin erlitt, hätte seine Frau und die kleine Tochter glatt um ihren Ernährer bringen können, tadelt Echo der Frau.

          Ähnlich unverantwortlich ist das Verhalten von Miley Cyrus, die nach Informationen von In Touch in einem New Yorker Nobelhotel herumpöbelte und ihre Begleiter zum öffentlichen Kiffen animierte. Nur logisch, dass die Regierung der Dominikanischen Republik ein für September geplantes Cyrus-Konzert verboten hat: Die Künstlerin nehme bei ihren Auftritten „Handlungen vor, die im Widerspruch zu den Sitten und Gebräuchen stehen“, zitiert dpa die Fatwa aus Santo Domingo.

          Gleiches gilt in verschärftem Maß für Lady Gaga, die sich der Bunten zufolge zur Feier ihres 28. Geburtstags eine Rose in den Po steckte. Und da wir nun schon die tieferen Körperregionen erreicht haben, müssen wir noch Emma erwähnen, die Golden-Retriever-Hündin von Dunja Hayali. Die ZDF-Nachrichtenfrau sorgt dafür, dass das Hinterteil ihrer vierbeinigen Lebensgefährtin beim Gassigehen nicht durch lästiges Grünzeug gereizt wird: Dem Neuen Blatt gestand sie, „dass ich auf öffentlichen Begrenzungsstreifen mit der Schere das Gras geschnitten habe, damit Emma ihr Geschäft besser verrichten kann“.

          Kämpft Helene Fischer gegen eine Spinnenplage in ihrer neuen Wohnung?

          Ob Helene Fischer genauso tierlieb ist wie Dunja Hayali, wissen wir nicht. Sie sollte es aber lieber sein, wenn das stimmt, was die Aktuelle schreibt: Die Entertainerin hat sich angeblich eine Wohnung in der Hamburger Hafencity gekauft, und dort grassiert gerade eine Spinnenplage. Es wäre allerdings möglich, dass sie von ihren krabbelnden Untermietern gar nicht viel zu sehen bekommt, denn sobald Frau Fischer mit ihrer Meister-Proper-Ausstrahlung die Räume betritt, dürfte sich alles Ungeziefer verzweifelt aus den Fenstern in die Elbe stürzen.

          Vermutlich auch nicht immer spinnenfrei residiert Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe im 450 Jahre alten Schloss Bückeburg. Der Mann sieht auf den Fotos im Neuen Blatt so harmlos aus, dass er der Hausmeister von Helene Fischer sein könnte, aber als Dreizehnjähriger war er offenbar ein ganz Schlimmer: Er und seine Freunde hätten aus Schwarzpulver Bomben gebaut und sie mit elektrischen Zündern zur Explosion gebracht, verrät Durchlaucht im Interview. Damit empfiehlt er sich für die Rolle des Schurken Duke „The Lip“ Foamcastle im nächsten James-Bond-Film „Liebesgrüße aus Bückeburg“ mit Veronica Ferres als Bond-Girl Conchita Wurst.

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