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Herzblatt-Geschichten : Zärtliche Cousinen

Juan Carlos hat sich beim Elefantenjagen in Botswana vergnügt und dort die Hüfte gebrochen - beim Treppensteigen Bild: REUTERS

Julio Iglesias war seiner Frau immer treu, „in meinem Kopf und in meinen Gefühlen“. Schämen sollten sich Männer, die ausschließlich im Kopf untreu werden. Zwischen Heidi Klum und Seal kam es unterdessen zu einem Handgemenge - so definiert das zumindest „Die Aktuelle“.

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          Herzlichen Glückwunsch, Carl Gustaf von Schweden! Den Titel des peinlichsten Königs sind Sie endlich losgeworden. Und zwar an den Kollegen Juan Carlos, 74, aus Spanien. Der nämlich hat sich mitten in der schönsten Krise beim Elefantenjagen in Botswana vergnügt, was womöglich kaum aufgeflogen wäre, hätte er sich dabei nicht dreifach die Hüfte gebrochen - allerdings nicht beim Kampf mit den Bestien, sondern beim Treppensteigen, was für einen Mann seines Alters ja schon gefährlich genug ist.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Bei den Tierschützern vom WWF, deren spanischer Ehrenpräsident Juan Carlos ist, kam die Safari nur mittelprächtig an, bei seinen Untertanen ebenfalls, die erlegen ja auch lieber Stiere. Als wäre das nicht genug, soll der Waidmann in fremden weiblichen Gefilden gewildert haben, die Bild-Zeitung spekuliert über Techtelmechtel mit einer deutschen Prinzessin. Wenigstens bei den Elefanten beziehungsweise wegen ihnen hat sich der König nun entschuldigt, es werde „nicht wieder geschehen“. Nashörner und Pandabären sollten sich aber nicht zu sicher fühlen. Über Carl Gustafs Affären spricht ja praktisch keiner mehr, seit Victoria ihn zum Opa machte; für Juan Carlos wird nun wohl Schwiegertochter Letizia noch mal ranmüssen.

          Margot Käßmann und Gerhard Schröder?

          Verweisen könnte der Monarch auch auf seinen Landsmann Julio Iglesias, 68, der im Echo der Frau erklärt: „Wenn Sie es so sehen, wie die meisten Menschen das Wort ,Treue‘ definieren, dann war ich keiner meiner Frauen treu. Aber ich liebe meine jetzige Frau schon mehr als 20 Jahre - ihr war ich immer treu, in meinem Kopf und in meinen Gefühlen. Das Körperliche ist etwas anderes.“ Dagegen sollten sich alle Männer, die ihren Gattinnen ausschließlich im Kopf untreu werden, schämen.

          Aber stimmt es wirklich, Bunte, dass unser Bundes-Berti Vogts, 65, und die „Star-Sopranistin“ Anna Maria Kaufmann, 47, „viel Zeit miteinander verbringen“, wie du schreibst? Was kommt als Nächstes: Franz Beckenbauer und Nina Hagen? Oder Margot Käßmann und Gerhard Schröder? Zu letzterem Gerücht nimmt die flotte Pfarrerin in Frau im Spiegel Stellung: „Bei Sigmar Gabriel hätte ich’s vielleicht noch nachvollziehen können, den habe ich in Berlin zumindest mal getroffen. Aber Gerhard Schröder habe ich seit drei, vier Jahren überhaupt nicht gesehen.“ Warum, fragt man sich, bringt Käßmann hier ohne Not Sigmar Gabriel ins Spiel? Sollte dessen neugeborenes Kind am Ende von ihr sein?

          „Ich liebe meine jetzige Frau schon mehr als 20 Jahre - ihr war ich immer treu, in meinem Kopf und in meinen Gefühlen“, sagt Julio Iglesias. „Das Körperliche ist etwas anderes“ Bilderstrecke
          „Ich liebe meine jetzige Frau schon mehr als 20 Jahre - ihr war ich immer treu, in meinem Kopf und in meinen Gefühlen“, sagt Julio Iglesias. „Das Körperliche ist etwas anderes“ :

          Otto Waalkes, weiß wiederum Bunte, umgibt sich seit dem Scheitern seiner jüngsten Ehe mit wechselnden Damen, die er „Cousinen“ nennt. Ein „naher Beobachter“ verrät: „Manchmal lernt er am Strand ein paar nette Mädels kennen und lädt sie zu sich nach Hause zum Tee ein - nur damit er in dem großen Haus nicht allein sein muss.“ Da sollte man auch über Juan Carlos nicht so streng richten, dessen Palast ja bestimmt noch viel größer ist.

          Einsam fühlt sich auch Schauspielerin Ali McGraw, 73, die in Bunte bekennt: „Nichts würde mir mehr Spaß machen als eine kleine Affäre, aber er muss ein Seelenverwandter sein. Das geht so viel tiefer, als einen hübschen Kellner aufzugabeln. Nüchtern funktioniert das sowieso nicht.“

          Von Gabeln zu Löffeln: „Schlafen Sie Löffelchen?“, will Bunte allen Ernstes vom großen Frank Elstner, 70, wissen, dem allein für diese Antwort Hochachtung gebührt: „Netter Versuch, aber das geht Sie einen feuchten Dreck an.“ Damit hat Bunte noch Glück gehabt, weil der nette Elstner, wenn ihm jemand dumm kommt, noch zu ganz anderen Mitteln greift: Als er, der sich im Gespräch „eindeutig hetero“ nennt, mal von einem Mann angemacht wurde, habe er diesem „so eine geknallt, dass er das nie vergessen wird“.

          „Mal richtig Luft“ machen

          Auch anderswo geht’s heftig zu: „Heidi Klum - Handgemenge mit Seal“, meldet Die Aktuelle auf ihrem Cover. Erleben wir eine Scheidungsschlacht im Wortsinn? Nur einen Papierkrieg, lesen wir im Heft, der von der Aktuellen jedoch mal eben umdefiniert wird: „Dieser Streit ist weit mehr als nur ein Wort-Gefecht. Ein Hand-Gemenge, kurz bevor’s zum Äußersten kommt.“ Und dazu kommt’s ja häufig, wenn Die Aktuelle ihre Hand im Spiel hat, vielleicht sollte ihr mal jemand auf die Finger klopfen.

          Mit schwerem Geschütz wird auch auf der Leserbriefseite der Aktuellen gefochten, derzeit schießt man sich auf Christine Neubauer ein. Vor kurzem erst musste Leserin Ellen Heeger aus Lippstadt sich „mal richtig Luft“ machen: „Die kann machen, was sie will, sie sieht immer wie eine Bauernmagd aus.“ In dieser Woche ist Liane Wagner aus Bad Kissingen an der Reihe: „Irgendwie ist diese Frau des ‚Wahnsinns fette Beute‘. Wie kann sie sich einbilden, nach der Fastenkur besser auszusehen? (...) Für mich ist sie strohdumm.“ Da müssen wir Frau Wagner entschieden widersprechen: Fett ist Christine Neubauer nun wahrlich nicht mehr.

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