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Herzblatt-Geschichten : Wofür Mariah einen roten Teppich und Altarkerzen braucht

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Bild: F.A.Z.

Wer Uschi Glas anschaut, mag meinen, daß sie eine patente Frau ist, ein bißchen stark geliftet, aber doch noch jugendlich wirkend. Schräg wirkt dagegen die Auflage, die Mariah Carey einem Hotel macht, in dem sie abzusteigen gedenkt. - Neue Herzblatt-Geschichten

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          Wer Uschi Glas anschaut, dem mag in den Sinn kommen, daß sie eine patente Frau ist, ein bißchen stark geliftet, aber doch noch immer ziemlich jugendlich wirkend. Wohl niemand aber käme auf die Idee, daß die Uschi als ein philosophisches Naturtalent gelten muß. Wir wissen das auch erst, seit wir in Bild am Sonntag Uschis Balla-Balla-Erkenntnisse lasen: „Wir sind lauter kleine Bälle, die so durch's Leben hopsen. Und wenn wir uns mit einem anderen Ball zusammentun, dann werden wir nach und nach jeweils zu einem halben Ball, der dann insgesamt einen großen ganzen ergibt.“ Ist ja hochinteressant. Und wenn die Bälle, äh Partner auseinandergehen? Auch darauf hat Frau Uschi die schlüssige Antwort: „Als mir meine zweite Hälfte abhanden gekommen war, bin ich eine ganze Zeitlang nicht rund gelaufen, weil ich ja auch nur noch eine Hälfte war.“

          Gottlob läuft bei Verena Feldbusch ballmäßig alles glatt, weshalb sie in Das Goldene Blatt zu unserer Erleichterung verkündet: „Jetzt will ich nur noch Mama sein.“ So öffentlichkeitsenthaltsam zeigt sich leider Jürgen Drews noch nicht, dafür gibt er sich in Bild erfreulich reumütig: „Ich schäme mich bis heute über meinen peinlichsten Fehler: als ich im Schweizer TV Milch aus der nackten Brust meiner Frau spritzte.“

          Sexclubs besucht - Verlobung gelöst

          Ja, man muß sich ein Gefühl dafür bewahren, was in Ordnung ist und wo Grenzen überschritten werden. Dem Freund von Janine B. aus Wolfsburg beispielsweise würden wir ganz klar die Rote Karte zeigen, denn Janine schreibt an Das Neue Blatt: „Als ich erfuhr, daß mein Partner (40) heimlich Sexclubs besucht, habe ich (36) die Verlobung gelöst. Jetzt verlangt er alles zurück, was er mir geschenkt hat, u.a. sogar einen Kugelschreiber.“ Das ist ja schrecklich kleinlich, zumal der Mann doch selbst Schuld hat, weil er in diese Sexclubs gegangen ist.

          Wäre er Musiker, hätte er das natürlich nicht nötig. Schon unglaublich, was so Schlagerfuzzys für Chancen bei den Frauen haben. Andy Borg sagt ganz offen in Neue Welt: In unserer Branche ist die Verlockung natürlich größer als anderswo.“ Auch Udo Lindenberg (immerhin 58) gibt zwischen den Zeilen zu, daß er kein Kostverächter ist. Bunte will ungewöhnlich investigativ von ihm wissen: „Und was ist mit Ihren weiblichen Fans? Kommen die immer noch in den Genuß, Udo Lindenberg privat kennenzulernen?“ Er antwortet charmant und beziehungsreich: „Daß es nach Konzerten zu Begegnungen kommt, ist doch klar. Man tauscht sich aus, man teilt sich mit, man bringt sich ein.“

          Wäre Udo Lindenberg nicht Rockmusiker, sondern ein ganz normaler Corporate Sales Manager oder Senior Analyst Transformation Consultant, würden ihn die Mädels wahrscheinlich nur eines streifenden Blickes würdigen, aber diese Musik ist doch ein ganz spezielles Überhöhungs- und Gefühlsmedium. Durch das dauernde Angehimmeltwerden verändert sich natürlich auch das Selbstwertgefühl, was auch für weibliche Musiker gilt wie Mariah Carey (35).

          Mariah braucht einen roten Teppich

          180 Millionen Alben hat die Sängerin verkauft, da nimmt sie sich das Recht auf ein paar Marotten heraus. Beispielsweise ist sie nach den Angaben von Neue Revue nur bereit, ihr Hotel Baglioni in London zu betreten, wenn am Eingang ein roter Teppich ausgerollt ist und daneben sechs Altarkerzen brennen. Neulich fuhr sie nachts um zwei vor, das Personal hatte Teppich und Kerzen vergessen, Mariah gab dem Chauffeur das Zeichen weiterzufahren. Mehrmals kreiste das Auto um den Block, bis der Läufer lag, die Kerzen brannten, die Sängerin schwebte.

          Glauben Sie, daß Prinz Charles, der ja mit roten Läufern groß wurde, sich ähnlich verhalten würde? Wahrscheinlich hat er derzeit andere Sorgen. Am Freitag wird geheiratet. Wir wünschen von Herzen jetzt schon alles Gute und fragen uns, wer aus Deutschland dabeisein wird. Leider haben wir ja weder Kaiser noch König, doch immerhin, weiß Bunte, ist der deutsche Adel „mit rund 30 Delegierten stark vertreten“, unter anderen kommen Irina und Christoph von Hessen, Xenia zu Hohenlohe-Langenburg und Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha.

          Man teilt sich mit, man bringt sich ein

          Wir selbst sind auch nicht eingeladen, aber werden alles im Fernsehen verfolgen. Dann stellen wir den Ton leise und legen die neue CD ein, auf der unser Lieblingskünstler Andy Borg die vierzehn schärfsten Knaller von Peter Alexander nachsingt, und bitten unsere neue Redaktionsassistentin Slavka aus Kroatien zu uns. Slavka ist unheimlich nett und sagenhaft hübsch. Ihre Schneidezähne stehen ein ganz süßes bißchen auseinander, und ihre Oberweite ist sehr beachtlich, dabei ist sie insgesamt schlank und rank und hat astreine Beine und aufregende Unterarme. Ansonsten bleibt der sittliche Charakter unseres Büros natürlich streng gewahrt, es geht sehr harmonisch und lustig zu, man tauscht sich aus, man teilt sich mit, man bringt sich ein.

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