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Herzblatt-Geschichten : Wilde Prügelszenen

Sie wütend, er weinend: „wilde Prügelszenen” zwischen Charles und Camilla? Bild: AP

Es ist zu viel Gewalt in der Welt. Nicht nur Prinz Charles prügelt wild umher, auch der sonst so zahme Nazi-Actionheld Daniel Brühl bricht Rippen. Wie das ausgehen kann, zeigen derweil Sarah Connor und Marc Terenzi. Nur Verona Pooth bleibt brav.

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          Es ist unangenehm, aber wir müssen mit einer Richtigstellung beginnen. Vor einer Woche hatten wir an dieser Stelle über die Fotos des Zeitschriftenlesers Manfred Radina berichtet, den das Goldene Blatt neben Mario Adorf und das Echo der Frau neben Walter Plathe zeigte, welchen Radina seinen „Lieblingsstar“ nannte – was, wie wir mutmaßten, Adorf gewurmt haben muss. Jetzt aber wissen wir: Walter Plathe ist gar nicht Manfred Radinas Lieblingsstar. Jene Formulierung, schreibt uns Herr Radina persönlich, stamme nicht vom ihm, sondern von der Redaktion des Echo der Frau – weshalb er unsere Anmerkungen „einfach nur dumm und unangebracht“ finde. Immerhin bestätigt Herr Radina unsere Beobachtung, dass er auf beiden Fotos dasselbe blaukarierte Oberhemd trägt. Er habe allerdings auch „zwei unterschiedliche Winterjacken“ an: „Ist doch auch schon was, oder?“ Da wollen wir nicht widersprechen.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Hoffen wir, dass Walter Plathe die Sache nicht zu schwernimmt; er sollte sich aber nicht bei uns beschweren, sondern beim Echo der Frau. Die Geschichte bestärkt uns in dem schlimmen Verdacht, dass die Herzblätter es mit der Wahrheit nicht immer ganz genau nehmen – ohne zu bedenken, dass dabei womöglich „Gefühle verletzt“ (Oliver Bierhoff) werden. Zum Glück gibt es auch im Echo der Frau Artikel, deren Korrektheit sich schon durch die überwältigende Quellenlage erschließt. Der Bericht „Prince Charles: Er schmeißt Camilla endgültig raus“ etwa weiß von „wilden Prügelszenen“: Aus Wut darüber, dass sie nicht Königin werde, habe Camilla Schnapsflaschen nach Charles geschmissen und sein Hemd zerrissen, worauf dieser „panisch und weinend (!!) in den Hof geflüchtet“ sei. Der Sachverhalt ist eindeutig belegt, denn der Streit habe das Haus „in den Grundmauern erschüttern“ lassen: „Und so ziemlich jeder Angestellte bekam den Zoff mit.“ Echo der Frau zitiert dann aber doch nur einen einzigen, nicht namentlich genannten „Bediensteten“.

          Frau Wepper möchte kein Duck-Huhn mehr sein

          Vorbildlich hingegen verhält sich Angela Wepper, 67, deren Fritz, 68, dauerhaften Umgang mit einer jungen Kollegin, 30, pflegt – zurzeit, wie Bunte berichtet, auf einem Luxusdampfer im Mittelmeer. „Ich will kein Duck-Huhn mehr sein“, sagt Frau Wepper und meint kein Entenhuhn, sondern eines, das sich nicht duckt, weshalb sie sich nicht mehr grämt, sondern selbst fröhlich tanzen geht, und zwar – da sage einer, die Partei sei zu nichts nütze – mit dem FDP-Politiker Hildebrecht Braun. Die junge Nebenbuhlerin indes „soll, wie Mitreisende berichten, einen Fotografen umgehauen“ und sich dabei selbst den kleinen Finger gebrochen haben. Es ist zu viel Gewalt in der Welt. Selbst der brave Daniel Brühl hat, wie Frau im Spiegel schreibt, dem Kollegen Henry Hübchen zwei Rippen angebrochen – und zwar bei einer heftigen Umarmung. Tarantino wird schon gewusst haben, warum er ausgerechnet Brühl als furchterregenden Nazi-Actionhelden besetzte.

          Herzlich: Fritz Wepper und sein ehemaliges Duckhuhn Angela

          Ein bisschen pubertär finden wir den Wettstreit zwischen Oliver Pocher und Boris Becker. Kaum dass Pochers Freundin, Beckers Ex-Verlobte Sandy Meyer-Wölden, ihr Kind bekommen hat, legt Beckers Freundin Lilly nach. Und wenn Pocher seiner Tochter zwei Namen gibt, nämlich Nayla Alessandra, übertrumpft Becker ihn mit vieren für Sohnemann Amadeus Benedict Edley Luis. Außerdem tauschen sie alberne Videobotschaften aus. Über dieses Stadium sind Sarah Connor und Marc Terenzi längst hinaus. Ließ uns das Sängerpärchen in den Dokusoaps „Sarah & Marc in Love“ (2005) und „Sarah & Marc crazy in Love“ (2008) an Hochzeitsplanungen und Eheleben teilhaben, so regelt es die Trennung nun ganz ohne Kameras. Zum Scheidungstermin am Freitag in Wildeshausen erschien freilich nur Sarah Connor, weil Terenzi, so der Richter in Bild, „den Flieger verpasst“ hat. Jammerschade, dass wir das jetzt nicht im Fernsehen verfolgen können: „Sarah & Marc crazy in Divorce“ scheint ungleich unterhaltsamer zu werden als die früheren Sendungen.

          Fans des grünen Gemüses

          Nach wie vor glücklich miteinander sind Franjo und Verona Pooth. Die „sympathische Düsseldorferin“ (Echo der Frau) besinnt sich ihrer Wurzeln und macht nach sieben Jahren wieder Spinatwerbung. Und nicht nur das: Weil Franjo und Sohn San Diego ebenfalls „große Fans des grünen Gemüses“ seien, bringt sie ein „Spinatkochbuch mit vielen persönlichen Fotos“ heraus. Ganz viele Fotos von Familie Pooth beim Spinatspeisen? Für die schlechten Geschäftsideen war bei den Pooths doch eigentlich Franjo zuständig. Wir sind nun gespannt, ob Verona noch weitere alte Erfolgsrezepte aufwärmt, beispielsweise wieder „Peep“ moderiert oder etwas mit Dieter Bohlen anfängt.

          Nun noch ein Rat, liebe Leser. Machen Sie Ihrem Schatz zum Valentinstag doch mal ein schönes Kompliment wie die Prominenten, die im Echo der Frau verraten, was sie an ihrem Partner am meisten lieben: Dunja Rajter etwa schätzt seine „Ehrlichkeit“, Günter Wewel ihre „unbeirrbare Treue und Unterstützung“, Mirja du Mont seinen „Humor“ – und Jürgen Drews „die unglaublich tollen Brüste“.

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