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Herzblatt-Geschichten : Wie die Dampflok

  • -Aktualisiert am

Ex-Model Giulia Siegel gibt nützliche Tipps Bild: dpa

Giulia Siegel empfielt, Frauen nicht wie eine Dampflok ins Ohr zu röcheln. Außerdem ist es auch in Adelskreisen üblich, mehrmals täglich mit dem Partner zu telefonieren. Nur Michael Wendler ist ganz froh, wenn seine Frau bei Konzerten zu Hause bleibt.

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          Ob der Adel uns Normalmenschen vielleicht doch etwas voraushat? Eigentlich dachten wir immer: Sind doch auch alles ganz triviale Existenzen mit Zahnfleischbluten und Völlegefühl. Aber nun lasen wir in Bunte ein Interview mit Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg (69). Als Wirtschaftsminister ist er ja schwer beschäftigt, doch wenn er nicht daheim ist, telefoniert er täglich mehrmals mit seiner Frau. So weit, so gut.

          Auch wir rufen von unterwegs ja mal unsere neue polnische Redaktionsassistentin Krystyna (24) an (der Polin Reiz ist unerreicht) und fragen etwa, wie es im Nagelstudio war oder ob sie morgen nicht mal im Büro den neuen Bikini anlegen könnte. Aber nun passen Sie einmal auf, wie der Herr von Guttenberg (69) solche Telefonate gestaltet: „Da ist jedes Gespräch eine wunderbare Bereicherung.“

          Bushido zeigt die kalte Tätowierung

          Mein Gott, da würden wir ja unheimlich gern mal zuhören, wenn sich die beiden täglich mehrfach ungeheuer bereichern. Vielleicht sagt er ja: „Ich bemühe mich stets, möglichst gravitätisch zu sprechen.“ Und sie antwortet dann: „Jaja, wenn man eine Aufgabe angetragen bekommt, dann hat man sie mit einem Höchstmaß an Kraft und Arbeit auszufüllen.“ Und dann brechen beide in herzhaftes Gähnen aus und verabschieden sich bis zur nächsten Bereicherung.

          Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg und seine Frau Stephanie telefonieren mehrmals täglich, wenn der Bundeswirtschaftsminister nicht daheim ist
          Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg und seine Frau Stephanie telefonieren mehrmals täglich, wenn der Bundeswirtschaftsminister nicht daheim ist : Bild: dpa

          Wäre Freiherr zu Guttenberg (69) Popsänger, so würde er Groupies sicherlich höflich, aber bestimmt aus dem Tourbus werfen. Dass aber auch der Rabiat-Rapper Bushido (30) in Bunte „diesen Mädels, die auf unseren Tourneen mit allen rummachen und backstage warten, dass sie mit in den Tourbus dürfen“, die kalte Tätowierung zeigt, das hat uns erstaunt. Aber Bushido ist da knallhart: „Denen ist nichts heilig, die Liebe nicht, der Mann an ihrer Seite nicht, die wollen nur Sex.“ Möglicherweise wegen der erotischen Seitenaspekte von Konzertauftritten nimmt Schlagerfuzzy Michael Wendler seine Gattin nicht mit. Und während Das Neue Blatt mit anklagendem Unterton wissen will: „Warum begleitet Sie Ihre Ehefrau Claudia nicht zu Konzerten?“, hat er die passende Antwort parat: „Es nimmt ja auch keiner seinen Partner mit ins Büro.“

          Ryan O'Neal baggerte Tochter Tatum an

          Aber noch einmal zurück auf die Groupies. Ehe jetzt alle schlecht über diese Mädchen denken, sei doch daran erinnert, dass es auch böse Exemplare männlicher Lustbolzen gibt. In diesem Zusammenhang zitieren wir gern Das Neue Blatt, das leider über den Schauspieler Ryan O’Neal schreiben muss: „Während seine Lebensgefährtin Farah Fawcett ( 62) beerdigt wurde, baggerte der Filmstar (68) seine Tochter Tatum (45) an. Er hatte sie nicht erkannt. Peinlich.“

          Jetzt drei schwierige Fragen aus der Kategorie „Kann das wahr sein?“. Die erste betrifft einen Spartipp aus Das Neue Blatt (oh, wir lieben Spartipps, wir lesen jeden einzelnen), er lautet: „Die Kerzen vor dem ersten Anzünden ins Eisfach legen. Dann halten sie etwa dreimal so lang wie üblich.“ Zweitens berichtet das Blatt, dass Peter Alexanders Mutter Berta die Musikalität ihres Sohnemanns bereits in dessen Windelalter festgestellt habe: „Er hat als Baby versucht, alle Melodien nachzusingen oder nachzuquietschen. Und man hat jedes Liedchen erkannt.“

          Frauen nicht ins Ohr röcheln

          Kann nicht sein, oder? Drittens aber schreibt Bild, dass 88 Prozent der Niederländer auf die Frage, was sie „am meisten genießen“, geantwortet hätten, auf der Toilette zu sitzen. Sex hätten dagegen nur 21 Prozent angekreuzt. Dies scheint uns das wahrscheinlichste der drei Phänomene zu sein. Und wo wir beim Thema sind, reichen wir auch gern noch einen nützlichen Sex-Tipp von Ex-Model Giulia Siegel (34) weiter. Sie animiert die Männer, den Frauen den Nacken zu küssen, die feinen Härchen dort zu lecken, anschließend am Ohrläppchen zu knabbern, freilich mit einer Einschränkung: „Allerdings solltest du dein Stöhnen im Griff haben – wenn du einer Frau wie eine historische Dampflok in die Ohrmuschel röchelst, wird sie die Notbremse ziehen.“

          Offensichtlich wollen viele Männer der Schwester ihrer Frau mal ins Ohr röcheln, jedenfalls stellt Das Neue Blatt gleich drei solcher Fälle vor. Was aber rät das Blatt der Heidi W. (49), die klagen muss: „Ohne Rücksicht auf mich macht er ihr schöne Augen, und sie genießt es“? Irre: Sie soll Sport treiben: „Das baut Spannungen ab, schafft ein gutes Körpergefühl und befreit Sie innerhalb kurzer Zeit von Ihrem negativen Denken.“ Genau. Und während du, Heidi W. (49), beim Sport bist, macht dein Mann deiner Schwester die Dampflok.

          Übrigens hatte Krystyna gestern im Büro tatsächlich ihren neuen, sehr knappen Bikini anprobiert. Wir forderten sie auf, ein bisschen darin auf dem Konferenztisch zu tanzen, sie hatte aber keine rechte Lust, weil es so warm war. Da sagten wir: „Nur so lange, bis die Kerze abgebrannt ist.“ Darauf ließ sie sich sofort ein. Wo wir die Kerze vorher aufbewahrt hatten, ist ja wohl klar.

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