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Herzblatt-Geschichten : Was das Dirndl zum Platzen bringt

Tragisch: Helene Fischer musste auf einen Oktoberfest-Besuch verzichten - aus Angst vor zu vielen Fans. Bild: dpa

Aufregende Woche für den Boulevard: Ein unbekannter Holländer wird zum Star der Klatschpresse, Dieter Bohlen macht klar, dass es bei DSDS doch eigentlich nur um ihn geht und Herzogin Kate hat mysteriöse Stimmungsschwankungen.

          Diese Kolumne möchten wir Herman Lubberding widmen. Von diesem hierzulande nicht sehr bekannten Herrn haben auch wir soeben zum ersten Mal gehört: Lubberding ist Niederländer, 78 Jahre alt, Archäologe und im Juni neben anderen verdienten Bürgern mit einem Orden bedacht worden, den ihm die frühere Königin Beatrix persönlich angeheftet hat. Es gibt ein Foto von diesem Moment, auf dem Beatrix herzhaft lacht.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Dieses für Herman Lubberding erfreuliche, für den Weltenlauf freilich nicht eben zentrale Ereignis hat ihm nun unverhofft zu einer späten internationalen Medienkarriere verholfen. Zu verdanken hat er dies der Aktuellen, die auf ebenjenem Foto eine ihrer Phantastereien gründete. Daher findet sich Herman Lubberding jetzt auf dem Cover der Zeitschrift wieder, neben Beatrix und der Schlagzeile: „Rührende Bilder! Beatrix der Niederlande – Es ist Liebe!“ Dabei ist es nur der arme Lubberding, der, sollte er des Deutschen mächtig sein, über sich lesen müsste: „Beatrix und Herman: Lange hat man die ehemalige Königin nicht mehr so glücklich und gelöst gesehen.“ Und ein „Insider“ sagt: „Schauen Sie sich doch nur mal die Fotos von Beatrix und Herman an. Das ist doch pures Glück im Herbst des Lebens! Jeder, der so etwas noch einmal fühlen darf, ist dankbar!“ Vieles spricht dafür, dass dieses Glück nicht von Dauer sein und Lubberdings Gastspiel in der Klatschpresse ein einmaliges bleiben wird. Die Tatsache etwa, dass er laut niederländischen Zeitungen verheiratet ist.

          Seit sie Mutter ist, hat Daniela Katzenberger immer was zu klagen.

          Andere drängen sich freiwillig in die Medien. Daniela Katzenberger zum Beispiel, die, seit sie Mutter ist, Closer mit Memoranden über ihr Seelenheil versorgt: „Ich vermisse das Strampeln in meinem Bauch. Ich fasse ihn an, und er fühlt sich an wie ein ausgeräumter Kängurubeutel“ (25.August), „Lucas kümmert sich 23 Stunden am Tag um unsere Tochter und hat nur eine Stunde Zeit für mich“ (22. September), „Ich habe Stimmungsschwankungen. Ich flenne ständig“ (8. Oktober). Wir schätzen mal, ihr Freund Lucas ist ganz froh darüber, dass nicht er es ist, der sich das Gemeckere anhören muss.

          Eher Kandidat fürs Gefängnis als fürs Showbusiness

          „Stimmungsschwankungen“, ja einen Ritt auf der „Gefühls-Achterbahn“ bescheinigt Die Aktuelle auch Herzogin Kate, die, so der logische Schluss, wieder schwanger ist. Als sie an Williams Seite ein Rugby-Spiel verfolgte, habe Kate gestrahlt, ganz anders aber „beim Besuch eines Frauen-Gefängnisses in Woking. Sie guckt gequält...“ Nichtschwangere Menschen hingegen jauchzen und frohlocken ja, wenn sie ein Gefängnis besuchen.

          Eher ein Kandidat fürs Gefängnis als fürs Showbusiness war mancher Teilnehmer von „DSDS“, das jetzt in eine neue Runde geht, mal wieder mit einer neuen Jury. Seinen früheren Mitjuroren gibt Dieter Bohlen via Closer eins mit: „Viele versuchen ja auch nur, die Formate als Trittbrett für ihre eigenen Erfolge auszunutzen – was mir ziemlich auf den Geist geht!“ Verständlich, denn bei „DSDS“ geht es um Bohlens Erfolg und um nichts anderes.

          „Die Schattenseiten ihres Erfolgs“ erlebt, dem Echo der Frau zufolge, Helene Fischer, die auf den Besuch des Münchener Oktoberfests verzichten musste: „Wäre Helene dieses Jahr mit ihrem Freund ,Flori‘ im feschen Dirndl in einem Festzelt aufgetaucht, wäre es wohl vor lauter Fans aus allen Nähten geplatzt.“ Das Dirndl? Derart ungestüm hätten wir uns Helenes Fans dann doch nicht vorgestellt.

          Organspendeausweis als Tattoo

          Keinerlei Überraschung hingegen liefert Norbert Körzdörfer, dessen Bild-Rubrik „Körzdörfers Kino-Abenteuer“ eigentlich „Körzdörfers Tierleben“ heißen müsste. Der Mann hat James Franco als schmunzelnden Bär bezeichnet, Cher als sexy Storch, Andrew Garfield als schüchterne Giraffe und Angelina Jolie als schönsten Frosch der Welt. Nun hat er Anne Hathaway und Robert DeNiro getroffen. Hathaway ist für Körzdörfer ein „Mix aus Engel und Reh“, was uns an ein Bambi denken lässt, das mit den Flügeln flattert. DeNiro wiederum „lächelt und guckt wie eine Eule“. Wie lächeln gleich noch mal Eulen?

          Hat ein Faible für Tattoos der ungewöhnlichen Art: Autorin Charlotte Roche

          Dem Neuen Blatt hat Vicky Leandros ein Interview gegeben, in dem sie sich als Expertin für seelischen Ballast erweist: „Nach einer Trennung trägt man oft einen negativen Rucksack voller Vorwürfe und Wut mit sich herum.“ Ähnliches galt für Vicky selbst, um die sich ihre Mutter, wie sie sagt, früher nicht genug kümmerte: „Das war ein emotionaler Rucksack, den ich lange mit mir herumschleppte.“ Wie wäre es denn stattdessen mal mit einem Rollkoffer?

          Möglichst wenig mit sich herumschleppen möchte Charlotte Roche, die da ein gutes Mittel gefunden hat: Sie liebt „ungewöhnliche Tätowierungen wie den Organspendeausweis auf ihrem linken Unterarm“. Obwohl: „Ich weiß gar nicht, ob der so gilt“, sagt Roche Gala. Schön wäre es, denn dann würden auch wir uns wichtige Dokumente tätowieren. Den Führerschein etwa, soll dann noch mal jemand versuchen, den einzuziehen! Und natürlich, um nie mehr danach gefragt zu werden, unsere Payback-Karte: An der Kasse einfach Ärmel hochkrempeln, Arm an den Scanner, fertig.

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