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Herzblatt-Geschichten : Vom Macho zum Welpen

In Sachen Namenskombination stehen „VeroniCarsten“ der Konkurrenz in Hollywood in nichts nach. Bild: Sammy Hart/Privat/dpa

Wir haben es gewusst: Herbst ist der neue Frühling! Nicht nur George Clooney, sondern auch die Ferres hat „Ja“ gesagt. Bei Sylvie Meis scheint sich ebenfalls wieder etwas im Liebesleben zu tun. Und manch einer legt sich vor lauter Glück gleich auf die Straße.

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          Okay, ein wenig ist es schon blöd gewesen für Veronica Ferres und Carsten Maschmayer, dass George Clooney und Amal Alamuddin just am gleichen Wochenende geheiratet haben wie sie selbst. Und dass Clooneys Hochzeit in Bunte jetzt vorn über 25 Seiten abgefeiert wird und die von Vroni deutlich knapper ab Seite 96. Eines aber hat das deutsche Paar der Konkurrenz aus Hollywood voraus: „VeroniCArsten“, die zum Fest ausgeheckte Kombination ihrer Namen, ist mindestens so cool wie Brangelina. Clooney und Alamuddin können davon nur träumen: Ob Geomal oder Cluddin, alles klingt gleich doof. Aus lauter Frust darüber hat die Braut den Namen ihres Mannes angenommen.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Hin und weg vom Bräutigam ist Bild-Postillon Franz Josef Wagner. „Alle Männer Ihrer Generation färbten sich die Haare grau und trugen blütenweiße Hemden wie Sie. Sie waren sozusagen der Vorstandsvorsitzende der Firma ,Schöner Mann‘“, schreibt Wagner, selbst sozusagen Senior Manager der Abteilung „Wirre Worte“. „Sie waren so umwerfend schön, dass jede Frau an Ihrer Seite so aussah wie Haferschleim.“ Sehr charmant! Dann sollten sich die Frauen besser an Wagners Seite stellen, dann wirken sie wie ein Drei-Sterne-Menü.

          Haarfarbe hin oder her: Markus Lanz hat das Lächeln jedenfalls nicht verlernt

          Nicht mehr gar so attraktiv ist offenbar Markus Lanz: „Er ist so grau geworden“, wundert sich Die neue Frau und munkelt: „Stimmt was nicht mit seiner Frau?“ Iwo, vermutlich hat sich Lanz die Haare nur à la Clooney gefärbt. „Statt uns ein Lächeln zu schenken, sind seine Lippen fest zusammengepresst“, jammert das Blatt weiter, und ganz ehrlich: Dir, Neue Frau, würden wir auch kein Lächeln schenken, ja nicht mal eines verkaufen.

          „Herzens–Entscheidung! Andrea Berg – Zieht sie jetzt zu Hause aus? Ein anderer Mann will sie endlich glücklich machen“, meldet Die neue Frau über die Sängerin, deren Mann wegen des Ausbaus seines Hotels kaum Zeit für sie habe. Wer sie nun glücklich machen will? Da gibt es mehrere Anwärter: „So schreibt Udo im Internet, dass die gebürtige Krefelderin genau die Frau sei, die er sich seit über 20 Jahren gewünscht hat.“ Da sind wir jetzt aber gespannt, ob Andrea Berg zu Udo ins Internet zieht.

          Gibt es da etwa Krach im Hause Merkel?

          Eine andere, suggeriert Die Aktuelle auf ihrem Cover, ist schon ausgezogen: „Krach in der Wohnung – Angela Merkel – Flucht mit zwei Plastiktüten“. Konnte sie nur ein paar Habseligkeiten zusammenraffen, um der Ehehölle zu entkommen? Unsinn: Auf den Fotos verlässt Merkel einfach nur morgens kurz vor acht ihre Wohnung, wo ihr Dienstwagen wartet. Und der Krach? In der Nähe ihrer Wohnung ist eine Baustelle. Es müsste also heißen: „Krach vor ihrer Wohnung“, doch das ist der Aktuellen natürlich schnurz. Hauptsache laut.

          Eine Vertraute Merkels genießt derweil ihr „neues, leichteres Leben“: Bunte hat die neue Vatikan-Botschafterin Annette Schavan „exklusiv in Rom besucht“, wo es die gewesene Frau Doktor noch besser getroffen zu haben scheint als Guttenberg in seinem Amerika-Exil. „Ich entwickle in Rom neue, positive Kräfte“, schwärmt sie, fährt die Bunte-Reporterin auf der Vespa umher und schlürft Rosésekt. Ihren neuen Führungsstil nennt sie eine „italienisch-schwäbische Latte macchiato“, und da war vielleicht etwas zu viel Rosésekt im Spiel. Viel Spaß noch beim Dolce Vita!

          Nicht alle werden in der Ferne glücklich. Köchin Sarah Wiener ist durch Indien, China, Vietnam und Japan gereist, hat aber „ab und an Heimweh“ gehabt: „Am meisten habe ich mein richtig deftiges Holzofenbrot und Vorzugsmilch vermisst.“ Diese Asiaten! Die hätten ja wenigstens ein paar heilige Kühe für Frau Wiener melken können.

          Für wen ist wohl dieses Küsschen von Sylvie Meis bestimmt?

          Eine Durststrecke hat auch Sylvie Meis durchleiden müssen, jetzt aber ist sie endlich wieder verliebt. „Dieser Mann macht mich glücklich“, teilt sie Bild mit. Intouch erfährt gar, dass er sie „sehr glücklich“ macht. Nur habe sie sich „vorgenommen, fortan nicht mehr auf Fragen zu meinem Privatleben, wozu auch mein Liebesleben gehört, zu reagieren“, weshalb sie auch nicht sagen wolle, „wie mein neuer Freund heißt, woher er kommt und was er beruflich macht“. Als ob sich das, wenn sie sich mit ihm ablichten lässt, verbergen ließe. Sämtliche Fragen werden in Bild und Intouch beantwortet.

          Claudia Effenberg in bester Laune auf der Wiesn. Ihren Welpen hat sie offenbar zuhause gelassen.

          Claudia Effenberg posiert derweil neben ihrem wieder domestizierten Stefan und lässt Die Aktuelle wissen: „Vorher hatte ich einen Macho zu Hause, jetzt habe ich einen Welpen.“ Auf dem Foto hat Stefan Effenberg dann auch einen richtigen Dackelblick aufgesetzt. Hoffentlich wird der kleine Kläffer bald stubenrein und geschlechtsreif. Noch ein echter Macho ist „Rapper“ Kay One, den In mit den Worten zitiert: „Ich fahre nicht darauf ab, wenn auch meine Freundin berühmt ist.“ Was heißt hier „auch“?

          Dem Ruhm näher rückt Schauspieler Eric Stehfest. Als er erfuhr, dass er bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ einsteigt, so Stehfest zu In, stand er auf und legte sich „auf die Straße. Ein Glück, dass kein Auto kam.“ Wenn er so schon auf eine „GZSZ“-Rolle reagiert, dann hoffen wir, dass man ihm nie den Hamlet anbietet – sonst stürzt er sich noch vor Freude in einen Abgrund.

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