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Herzblatt-Geschichten : Uns geht’s wieder gold

Gehen jetzt getrennnte Wege: François Hollande und Valérie Trierweiler Bild: AFP

Gefühlschaos bei den Promis: Heidi Klum trennt sich von Kristen, ebenso wie François Hollande von Valérie. Fürstin Charlene kommen die Tränen - und Dschungel-Winnie dreht völlig durch.

          Da hat François Hollande, dessen kolportierter Spitzname „Pudding“ auf eine gewisse Schlaffheit hindeutet, mal Härte bewiesen, und Bunte meckert. „Ich lasse wissen, dass ich das gemeinsame Leben, das ich mit Valérie Trierweiler führte, beendet habe“ – Hollandes Verabschiedung seiner First oder auch Second Lady umfasse „gerade mal 16 Wörter“ und sei „kurz und knapp wie eine SMS“. Ja, was hätte er denn tun sollen? Trierweiler noch mal für ihre Leistungen danken und für die Zukunft alles Gute wünschen? Gar so knapp war die Botschaft übrigens gar nicht: Im französischen Original waren es nämlich 18 Wörter.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Mit nur neun Wörtern hat der Kölner Kardinal Meisner für Aufsehen gesorgt, als er vor konservativen Katholiken erklärte: „Eine Familie von euch ersetzt mir drei muslimische Familien.“ Nun sah er sich veranlasst, ein paar Wörter hinzuzufügen: „Es war keineswegs meine Absicht“, so Meisner laut Bild, „Menschen anderen Glaubens zu nahe zu treten.“ Klar, bei solchen Leuten hält er natürlich Sicherheitsabstand.

          Keine operativen Eingriffe erlaubt

          Selbiges empfiehlt sich auch bei „Wahnfried“ Glatzeder, der im RTL-Dschungel seine Mitcamperin Larissa geschlagen oder zumindest geschubst hat, das jedoch nicht recht wahrhaben will: „Larissa hat sich erschrocken und hat eine Körperbewegung gemacht“, erläutert er gegenüber der Bild-Zeitung. Dann müssen sich die acht Millionen Augenzeugen geirrt haben, die hatten die Körperbewegung ja bei ihm gesehen.

          Noch schlimmer, und zwar „brutal“, geht es Intouch zufolge beim „Bachelor“ zu: Die Show, in der ein glatzköpfiger Geck aus 22 Grazien die ihm Genehmste auswählt, habe mit Romantik „wenig zu tun“. Die Damen, klagt anonym eine Kandidatin, würden doch tatsächlich „nach dem Aussehen gecastet“ und nicht etwa nach inneren Werten, und strengen Regeln unterwerfen mussten sie sich auch: So durften sie während des Drehs „die Villa kein einziges Mal verlassen“, in der fieserweise „reichlich Schampus“ serviert wurde, und bis zur Ausstrahlung der letzten Folge seien „keine operativen Eingriffe und keine neue Frisur“ erlaubt. Ist das denn noch ein Leben, wenn einem nicht mal mehr die wöchentliche Brustvergrößerung gestattet ist?

          Gut zu wissen: Verona Pooth geht es (Achtung, Wortwitz) glänzend Bilderstrecke

          Die begabte Bachelorette Heidi Klum hat derweil, wie Bild berichtet, nach immerhin anderthalb Jahren ihren Lebensabschnittsbegleiter Martin Kristen verabschiedet. In Liebesdingen hat sich Klum ja eine erfrischende Bodenständigkeit bewahrt, zu den Vorgängern des Bodyguards Kristen zählen ein Skilehrer und ein Frisör; als Nächstes, tippen wir, darf mal ein Kellner ran. Um Kristens Zukunft aber sorgen wir uns: Wer nimmt schon einen Bodyguard, der erwiesenermaßen Berufliches und Privates nicht vernünftig voneinander trennt?

          Beides sehr wohl voneinander zu trennen weiß André Rieus Gattin Marjorie, die der Neuen Post sagte, das „Anhimmeln von Stars hat ja nichts mit Liebe zu tun. Ich zum Beispiel schwärme für Uwe Kockisch und Günther Jauch. Aber nur in ihrer Rolle als Schauspieler und Moderator.“ Worauf Die neue Frau in ihrer Rolle als Faktenverdreher titelte: „Günther Jauch – Pikante Enthüllung – Was André Rieus Frau für ihn empfindet“. In Marjories Zitat unterschlägt Die neue Frau den Kockisch. Hielt man ihn für zu unbekannt? Oder wollte man der betagten Leserschaft einen flotten Dreier nicht zumuten?

          Tränen bei Clowns und Mannschaftssiegen

          Noch immer voll dabei ist Dieter Bohlen, der diese Woche sechzig wird, dem Echo der Frau aber sagte: „Ich kann mir auch vorstellen, dass ich mich mit 90 Jahren noch fortpflanze.“ Das, lieber Bohlen, können wir uns bei Ihnen auch vorstellen, aber wissen Sie was? Wir wollen es nicht. Noch unerfüllt ist der Kinderwunsch Fürstin Charlenes, was ihr einen Eintrag auf der Titelseite der Aktuellen beschert: „Drama beim Circus-Festival – Charlene – Hat sie geweint?“ Just als die Clowns zu ihr kamen, schien sie „plötzlich mit den Tränen zu kämpfen“, denn: „Kinder lieben die tollpatschigen Spaßmacher. Daran mag Charlene gedacht haben“, ferndiagnostiziert das Blatt. Wir hingegen sehen eine Leidensgenossin in Sachen Coulrophobie, der Angst vor Clowns: Auch wir müssen, wenn die geschminkten Gestalten antanzen, immer heulen.

          Nah am Wasser gebaut scheint auch Moderatorin Andrea Kiewel: „Wenn eine deutsche Mannschaft gewinnt“, weiß Das goldene Blatt, „muss sie weinen.“ Das muss eine enorme Tränenflut sein, schließlich gewinnt ja tagtäglich in irgendeinem Sport irgendeine deutsche Mannschaft, allein an jedem Bundesliga-Wochenende bis zu neun.

          Mit strahlendem Lachen dagegen zeigt sich Verona Pooth, die ihre Familie auf den Seiten von In ausstellt und über ihre Ferien in Dubai und auf den Malediven ein Interview gibt, in dem viermal das Wort „Traumurlaub“ auftaucht und je einmal „traumhaft“ und „Traum“. Ein klares Statement gegenüber allen, die mit den Pooths nur Firmenpleiten und kriselnde Karrieren verbinden: Uns geht es wieder gold. Nur das Souvenir ist nicht ganz standesgemäß: Nichts als „superleckere Datteln“ hat Verona mitgebracht. Wenn das mal nicht wieder Gerüchte schürt.

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