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Herzblatt-Geschichten : Unglaublich warmherzig

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Sängerin Joy Fleming: „Wir müssen unsere Probleme mit Optimismus angehen - sonst reden wir uns selbst in den Abgrund.” Bild: dpa

So eine „Krise“ kann schon ganz schön schlechte Stimmung verbreiten. Da kann etwas Optimismus nicht schaden. Die Liebe gibt vielen Menschen Kraft. Ein junger Loverboy und hübsche Jungen aus Thailand helfen auch. Die neuen Herzblatt-Geschichten.

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          Wieder einmal hat uns die Mannheimer Sängerin Joy Fleming (64) aus dem Herzen gesprochen. Sie kann nämlich das Wort „Krise“ nicht mehr hören. Und sagt in Neue Welt: „Das zieht einen total runter. Wir müssen unsere Probleme mit Optimismus angehen - sonst reden wir uns selbst in den Abgrund.“ Und finden wir in der Knallpresse diese Woche viele Belege für einen sich ausbreitenden Optimismus? Dochdoch. Vorrangig ist es die Liebe, die den Menschen Kraft gibt, der Krise zu trotzen und an die Zukunft zu glauben. Veronica Ferres hat sich in den schwerreichen Versicherungspolicenverkäufer Carsten Maschmeyer verliebt und verbirgt in Bunte auch nicht, was sie an ihm schätzt: „Seine unglaubliche Warmherzigkeit, seine Verlässlichkeit und seinen Humor.“

          Und in seiner unglaublichen Warmherzigkeit hat Carsten ihr keine Versicherungen angedreht, sondern ihr einen Ring nach eigenem Entwurf „mit sündhaft teuren rosa und zartlila Steinen“ fertigen lassen. Und denken Sie nur, welch sensibler Gesten er in seiner unglaublichen Warmherzigkeit fähig ist: Er trug eine zum Ring passende lila Krawatte, das ist ja der reinste Liebesirrsinn! Ganz süß übrigens auch die schwedische Kronprinzessin Victoria neben ihrem Verlobten. So richtig befreit und glücklich und zukunftsfroh. Entgegen dem Protokoll saßen sie jetzt bei einem Essen sogar nebeneinander. Ein Zeuge berichtet in Bunte: „Sie berührten sich immer wieder.“

          Autogramme auf nackter Haut

          Übrigens ist es nicht nur die frische und junge Liebe, die uns zu Berührungen drängt und uns in der Krise hilft, auch die in vielen Jahren bewährte Partnerschaft trägt und kräftigt uns. Wie bei Klaus Meine (60), dem Sänger der „Scorpions“. Er beschreibt in Bild leider in zu wenig Einzelheiten die allgemeine Gefährdung von Popstars: „Kreischende Mädchen werfen ihre T-Shirts auf die Bühne, möchten Autogramme auf nackter Haut und, und, und.“ Aber dann sagt er etwas Anrührendes und Großes: „Obwohl ich Rockstar bin, habe ich meine Frau nie betrogen!“

          Befreit, glücklich und zukunftsfroh: Die schwedische Kronprinzessin Victoria mit ihrem Verlobten Daniel Westling

          Was übrigens auch gegen die Krise hilft, ist nicht allein die Liebe, sondern ein schönes Selbstbewusstsein. Wer in tiefer Bewunderung seiner selbst durch diese Welt schreitet, der wird sich nicht so schnell von äußeren Anfechtungen den Schneid abkaufen lassen. Wie die Schauspielerin Marianne Rogée (73) aus der „Lindenstraße“, die sich in Bunte aber nicht wie 73 fühlt: „Als ich heute aus der Dusche gestiegen bin, dachte ich: ,Mein Gott, habe ich wunderschöne Beine! Nicht eine Krampfader!'“

          Das Gute und Schöne

          Ja, so sollten wir alle uns mit einer brennenden Kerze vor den Spiegel stellen, uns betrachten und das Gute und Schöne an uns loben. „Mein Gott, habe ich dünne Beine bekommen“, könnte Nadja Abd el Farrag zu sich sprechen, „das kommt bestimmt vom vielen Trinken.“ Oder Florian Silbereisen könnte das Foto von sich und seiner angeblichen Freundin Helene betrachten und strahlen: „Mein Gott, neben Helene sehe ich überhaupt nicht schwul aus.“

          Oder „mein Gott, habe ich einen hübschen Loverboy“, könnte Madonna (50) zu sich sagen, denn ihr neuer Geliebter Jesus aus Brasilien ist erst 22. Und Volksmusikerin Astrid Harzbecker (94), die uns allen mit Liedern wie „Halt mich tief im Herzen fest“ den Tag versaut, darf zu sich selbst sagen, wie schön es ist, dass ihre erste Liebe die fürs Leben wurde: „Ja“, prahlt sie in Das Goldene Blatt, „Hansi war der erste Mann in meinem Leben. Und darauf bin ich sehr stolz.“

          Aber noch einmal zurück zur Krise. Man könnte ja auch so bei sich denken: „Mein Gott, die beste Krisenversicherung wäre bestimmt ein superreicher Patenonkel, der einen immer beschützt und beschenkt.“ Aber Pustekuchen. Arnold von Bohlen und Halbach (69) hatte Alfried Krupp zum Taufpaten, erinnert sich aber in Bunte: „Alles, was ich von ihm bekam, waren ein Wecker, den er mir zur Konfirmation schenkte, und eine Vorsatzlinse für meine Leica. Das war schon extrem wenig für den reichsten Mann Deutschlands.“

          Hübsche Jungen aus Thailand

          Bei dieser Gelegenheit erinnert das Blatt dankenswerterweise auch an den unglaublich warmen Arndt von Bohlen und Halbach (1938 bis 1986). Er war „ein bildschöner Jüngling mit langen, getuschten Seidenwimpern über grünen Augen“. Er lackierte seine Fußnägel, fuhr Rolls-Royce, privatisierte damals auf das Feinste zwischen München und New York, „und da er sich aus Frauen nicht viel machte, kehrten bei ihm hübsche Jungen, bevorzugt aus Thailand, ein und hatten Spaß wie ein Schwarm ausgelassener Mädchen“.

          Hach, wie gerne wären wir dabei gewesen, aber wir betrachten jetzt lieber mal eben unsere Redaktionsassistentin Chiara (22) aus Norditalien und denken: „Mein Gott, hat sie hübsche Beine.“ Natürlich hätten wir ihr gern ein Autogramm auf die nackte Haut geschrieben, aber sie wollte partout nur eins von Florian Silbereisen.

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