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Herzblatt-Geschichten : Shrimps in den Ausschnitt

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Neues aus der Welt der Prominenten: Camilla Parker-Bowles könnte „Pferde stehlen“, Prinz Albert stottert unter Anspannung und Helmut Lotti verfällt seinen Groupies. Die neuen Herzblatt-Geschichten.

          Gottlob haben wir rechtzeitig in Echo der Frau gelesen, was die Schauspielerin Monika Peitsch (66) empfiehlt: „Ich bin der Meinung, daß die Menschen sich viel mehr anlächeln sollten. Jedes nette Wort streichelt meine Seele.“ Wunderbar!

          Das nehmen wir uns für heute auch mal vor: nur Nettes sagen, die Seelen streicheln. Zum Beispiel hätten wir normalerweise den Daniel Küblböck verspottet, weil er in irgendeinem Knallblatt greint: „Wenn das Holz in meinem Haus knackst, dann merke ich, daß ich dort Angst allein habe.“ Aber heute spotten wir eben nicht, sondern wünschen ihm eine liebe Partnerin. So jemanden wie Camilla. Dann könnte er sich beruhigt wie ein Baby an sie kuscheln und die Holzscheite im Kamin prasseln und knacken hören, daß es eine Lust wäre.

          Camilla ist eine Frau, „mit der man Pferde stehlen kann“

          Nein, wir zählen nicht zu den Camilla-Kritikern, wir betrachteten gestern die Fernsehbilder von der Hochzeit in Windsor mit ziemlicher Rührung. Wir fanden auch, daß Camilla (die dank der pränuptialen Aufregung nach den Angaben der Weight Watchers von Bunte sich von Größe 42 auf 40 heruntergeschmachtet hatte) geradezu attraktiv aussah und überhaupt nicht so wirkte, wie ihre Biographin Rebecca Tyrrel unterstellt, als habe sie „die Nacht in einem Hundekorb verbracht“. Nein, wir gönnen Charles und Camilla ihr spätes, endlich legitimes Glück und danken Camillas Freundin Jilly Cooper, die im stern warmherzige Worte fand: „Sie hat ein tolles Lachen, und ich kenne niemanden, der einem bessere Laune macht.“

          Ja, sehen Sie, liebe Leser, darauf kommt es an, aufs Lachen, aufs Seelestreicheln, aufs Loben. Nur für eine Formulierung, die man jetzt dauernd liest, haben wir wenig Verständnis: Camilla, schreibt auch der stern, sei eine Frau, „mit der man Pferde stehlen kann“. Du liebe Güte, wenn wir eines der vielen Dinge, die man mit Frauen anstellen kann, nicht tun wollen, dann ist das die unerlaubte Entwendung von Pferden.

          Kichernd wie ein Teenager

          Nein, mit Frauen kann man knutschen oder ihnen Klamotten kaufen oder ihnen Shrimps ins Dekollete werfen oder sich mit ihnen stundenlang über Prinz Albert unterhalten. Ist er der Richtige als neuer Chef der monegassischen Operettenmonarchie? Wir hegen gelinde Zweifel, denn schon 1996 stellte Das Neue Blatt eiskalt fest: „Trotz jahrelanger psychologischer Behandlung gerät der Prinz unter Anspannung ins Stottern - auch bei Liebesschwüren. Außerdem trägt der stark kurzsichtige Albert bei Rendezvous stets Kontaktlinsen - und bekommt davon rote Augen.“ Vielleicht hat er ja deshalb noch keine Gattin gefunden, zumal der Prinz auch sonst leicht eigenartig zu sein scheint. „Sein Lieblingsamüsement: Bei feuchtfröhlichen Partys auf seiner Yacht Mädchen das Bikini-Oberteil auszuziehen und sie ins Wasser zu schubsen. Kichernd wie ein Teenager.“ Aber halt, stopp, jetzt haben wir doch etwas Negatives über Albert gesagt, das wollten wir ja gar nicht. Na gut, dann verschweigen wir jetzt wenigstens, was die Neue Revue über ihn enthüllt: „2000 platzte ihm bei einem Polo-Turnier die Hose. Einem Model warf er Shrimps in den Ausschnitt.“ Nun, solches Verhalten ist nicht schön, es gibt aber dennoch Schlimmeres, wie die Schlagzeile aus Das Neue Blatt beweist: „Gemein! Carol (53) spendete ihrem Mann eine Niere - jetzt ließ er sie sitzen.“

          Positiv, wie wir nun mal gestimmt sind, wollen wir auch dir, Hausfrau Ute P. (43), ein gutes Wort zurufen. In 7 Tage klagst du: „Ich kann nicht mitreden und komme mir entsetzlich dumm vor.“ Wir empfehlen: Lies doch einfach 7 Tage, präge dir ein paar Überschriften ein und bereichere die Konversation in deinem Umfeld mit Bemerkungen wie „Sensationelle Fußcreme macht trockene Füße wieder neu“. Oder wenn du auf einer Silberhochzeit jemanden mit so komischen Erhebungen im Gesicht siehst, dann sage ihm doch einfach: „Rotlicht hilft gegen Warzen“ - so wird jedermann dich für wohlinformiert halten.

          Lotter-Lotti sollte sich Patricia Kaas als Beispiel nehmen

          Unser nächstes stärkendes Wort gilt dir, Tenor Helmut Lotti (zehn Millionen verkaufte Tonträger). Bereits deine zweite Ehefrau hat dich aus ihrem Herzen verbannt, weil du nicht treu sein kannst, deine erste Frau behauptet in der Neuen Revue: „Mich betrog er sogar, als ich mit unserer Tochter schwanger war.“ Nun wissen wir, Lotter-Lotti, daß es nicht einfach ist, all den willigen Groupies standzuhalten, aber nimm dir ein Beispiel an der reizenden Patricia Kaas (38). Auch auf sie warten nach Konzerten die männlichen Groupies, doch die bildhübsche Sängerin sagt in der Bunten: „Es ist nicht mein Ding, einfach mit jemandem mitzugehen. Für mich gehört Gefühl dazu. Vertrauen. Nähe.“

          Sehr gut. Wir selbst sind auch so. Nur neulich wollte sich unsere süße Redaktionsassistentin Slavka kichernd wie ein Teenie auf unsern Schoß setzen, da haben wir ihr stotternd die Bluse aufgeknöpft und ganz rote Augen gekriegt.

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