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Herzblatt-Geschichten : Schwierigste Fragen

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Bild: F.A.Z.

Wenn Ihr Kind derzeit etwas verkorkst ist, machen Sie sich keine Sorgen. Die Herzblatt-Geschichten zeigen: So mancher Promi war in seiner Kindheit „eine unglaubliche Nervensäge“. Außerdem wird geklärt, warum Harald Schmidt seine Familie auf Kreuzfahrten daheim lässt.

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          Heute wollen wir mal über Kinder reden. Sollte Ihr Kind Ihnen derzeit etwas verkorkst vorkommen, so begegnen Sie ihm bitte mit Liebe und Geduld. Und echauffieren Sie sich nicht, denn auch andere junge Menschen waren früher recht problematisch. Sylvester Stallone zum Beispiel hat als Erwachsener Oscars gewonnen und enorm viel Geld verdient, aber im stern erzählt er aus seiner Kindheit: „Ich war eine unglaubliche Nervensäge, die Mädchen blöd anquatschte und Lehrer mit Gegenständen bewarf.“

          Am besten bekämpft man solche Fehlentwicklungen wohl mit viel Liebe, weshalb uns die Haltung Harald Schmidts leicht missfällt. Er spielt jetzt, kein Witz, auf dem „Traumschiff“ mit, bewohnt nach den Recherchen von Frau im Spiegel dabei eine „traumhafte Luxusaußenkabine für 9321 Euro, hat seine Familie aber mit einer kalten Begründung daheimgelassen: „Ein Herzchirurg nimmt Frau und Kind ja auch nicht mit zur Arbeit.“

          „Das Baby als der lebende Beweis für die Untreue“

          Beim Thema Kinder kann man ja nicht umhin, die Gedanken ein wenig nach Berlin schweifen zu lassen. Die außerfamiliäre Beziehung des Herrn Seehofer (57) zu der zierlichen Juristin (32) dauere bereits vier Jahre, haben „Vertraute“ Revue verraten, und das Blatt irrt sicherlich nicht, wenn es feststellt: „Mit einem Baby bekommt die heimliche Liebe eine neue Qualität.“

          Und jetzt kommt etwas ziemlich Kluges: „Bis zur Geburt kann ein Mann zur Ex-Geliebten auf Abstand gehen.“ Sei das Baby aber auf der Welt, dann dürfe er sich nicht länger entziehen, dann zeige er Begeisterung und Stolz, und das müsse die Gattin erst einmal aushalten.

          Oder wie Bunte über diesen Abgrund von Liebesverrat treffend anmerkt: „Das Baby wird immer der lebende Beweis für die Untreue bleiben.“ Seehofer selbst gibt in Bunte zu, seine Lage sei „schon eine Zusammenballung von schwierigsten Fragen für Verstand und Gefühl“, er spreche aber mit allen Beteiligten, und dies geschehe auch „in ganz vernünftiger Form“.

          „Mahlzeiten werden getrennt eingenommen“

          Übrigens könnte Seehofer ja auch zurücktreten und sich aufs Private konzentrieren - aber dass dies als unwahrscheinlich gelten muss, stellt im selben Blatt Graf Nayhauß fest, der ein jahrzehntelanger Politikbeobachter ist und die Macht mit einer Droge vergleicht. „Sie verändert den ganzen Menschen: den ehemaligen Taxifahrer Joschka Fischer zum herrschsüchtigen Minister, der sich aufplusterte, wenn sein Wagen nicht rechtzeitig vorfuhr.“

          Auch jenseits der Politik geschehen interessante Sachen, zum Beispiel gibt Til Schweiger in Bild einen Rat, der auch für Horst Seehofer passen könnte: „Ich hab noch nie was im Leben bereut - weil es nichts bringt! Der Blick zurück verändert nichts.“ Wir sind da anderer Ansicht. Charles zum Beispiel könnte doch aus seiner Ehe mit Diana gelernt haben, liebevoller mit seiner neuen Gattin umzugehen, aber in Echo der Frau müssen wir lesen, dass er und Camilla sich das Leben zur Hölle machen: „Die Stimmung im Clarence-Haus ist eisig. Die Mahlzeiten werden getrennt eingenommen.“

          „Die Sonne im Meer, und man denkt: Boah!“

          Da sieht man mal wieder, wie die Fassade täuschen kann, wie hinter dem schönen Schein die Fratze der Disharmonie grimassiert. Aber auch umgekehrt täuscht man sich schnell. Dieter Bohlen etwa könnte man ja schon mal für etwas oberflächlich halten, auch für aggressiv, denn jüngst hat er in der Jury von „Deutschland sucht den Superstar“ gesagt: „Deine Art zu singen, das klingt irgendwie wie Darmverschluss.“

          Tatsächlich ist dies nur Bohlens Oberfläche. Tief drinnen ist er ein nachdenklicher, sensibler Mann mit philosophischer Neigung, denn in Frau im Spiegel referiert er über seine Empfindungen angesichts des Sonnenuntergangs auf den Malediven: „Auf einmal versinkt die Sonne im Meer, und man denkt: Boah! Da kriegt man dann auch die traurigen Gedanken, und man denkt, so wie der Tag, so ist mein Leben. Du kannst es nicht aufhalten.“

          „Hoher Adel, niedriges Niveau“

          So isses. Ein bisschen selbstreflexiver dürfte aber auch Charles Spencer durchs Leben schreiten. Der Bruder Dianas, von seiner ersten Frau als „dominanter Tyrann“ beschrieben, hatte jüngst seine Jugendliebe geheiratet und mit ihr im vergangenen Jahr ein zweites Kind bekommen.

          Doch in der Aufregung um die Geburt, schreibt Revue, bekam sie gar nicht mit, „was sich da hinter ihrem Rücken im Westflügel des Schlosses abspielte“. Dort poussierte der feine Herr mit einer amerikanischen Reporterin herum und setzte hernach Frau und Kinder vor die Tür. Revue fasst dieses Verhalten in der super pointiertenÜberschrift zusammen: „Hoher Adel, niedriges Niveau“.

          Wir aber sitzen gerade ganz eng neben unserer schönen, sanften Assistentin Marija am Schreibtisch und blättern gemeinsam im Spiegel. Dort lesen wir über die CSU-Politiker: „Dass auch andere ihre Berliner Affärchen haben, wissen alle im Parteivorstand; Seehofer muss nicht das letzte Opfer sein.“ Und da kichert Marija und schmiegt sich an uns, und wir freuen uns auf alles, was da noch kommen mag.

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