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Herzblatt-Geschichten : Reizende Typen aus der Wirtschaft

Schwer verliebt: Supermodel Heidi Klum mit Freund Tom Kaulitz Bild: dpa

Heidi Klum inszeniert sich auf Instagram als völlig normaler Mensch, Boris Becker genießt sein Single-Leben – und Fahri Yardim spricht ganz offen über die Freuden des Vaterseins. Das und mehr in den neuen Herzblatt-Geschichten.

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          Prominente Mitbürger inszenieren sich gern so, als wären sie völlig normale Menschen. Da zeigt sich das Supermodel auf Instagram dann dabei, wie es herzhaft in eine Pizza beißt. Verschwiegen freilich wird den Followern, dass sie das Stück, nachdem der Auslöser getätigt ist, sofort ausgespuckt und sich den Mund ausgespült hat, damit nicht die kleinste Kalorie an ihren Zähnen hängen bleibt.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ein überraschendes Instagram-Foto hat gerade auch Heidi Klum gepostet, nämlich eines, das sie mit Freund Tom Kaulitz im Bett zeigt, wobei man nur beide Beine und im Hintergrund einen Fernseher sieht. „Die verliebten Turteltauben“, kommentiert Bild, „ließen das Wochenende in der Horizontalen ausklingen, verfolgten vorm TV füßelnd die Fußballpartie Hannover – Leverkusen (2:3).“ So also hat man sich das Jetset-Leben in Hollywood vorzustellen: Man schaut zusammen Hannover (!) gegen Leverkusen (!). Ganz freiwillig. Oder haben die beiden nach dem Foto den Fernseher so schnell wie möglich ausgemacht?

          Während Heidi Klum ja seit geraumer Zeit auf jüngere Männer schwört, orientiert sich Maite Kelly in die andere Richtung. Die neue Frau zitiert sie mit den Worten: „Witzigerweise sind Typen aus der Wirtschaft eher die, die mich reizen. So mit Anzug und Krawatte.“ Dabei setzt sie vor allem auf die „etwas Älteren, so ab 55, die suchen die zweite Lebensfrau, mit der sie alt werden können“. Für die, so die Sängerin, sei sie „perfekt“. Pech für all die drögen Wirtschaftstypen, die zuletzt endlich ihre Krawatten abgestreift haben, um etwas lässiger rüberzukommen: Bei Maite Kelly können sie nun nicht mehr landen. Es sei denn, sie binden sich schnell wieder einen Schlips um – und sagen rasch noch ihrer ersten Lebensfrau adieu.

          Gestochen scharf: Sarah Wiener

          Bei der Anzahl der Lebensfrauen Boris Beckers haben wir längst den Überblick verloren. „Seit zehn Monaten ist die deutsche Tennis-Legende Single“, schreibt Echo der Frau, „so lange wie wahrscheinlich noch nie zuvor.“ Ernsthaft, wie nie zuvor? Hat also schon Klein-Bobbele in der Krabbelstube die ersten Lebensmädels mit dem Schnuller geködert?

          Von den Freuden des Vaterseins berichtet in Bunte Fahri Yardim, der eine Tochter hat: „Diese bedingungslose Liebe macht mich tief verletzlich. Beschenkt mich aber gleichzeitig mit einem unendlichen Feuerwerk.“ Das ist schön gesagt, aber ist solch ein unendliches Feuerwerk wirklich ein so tolles Geschenk? Wäre es nicht besser, wenn die Knallerei mal ein Ende hat? Doch so ist das eben mit Kindern, die sind schwer zu bändigen. Und Yardim ist von klein auf schon einiges gewohnt, lief er als Junge doch mit bei Demos für die Hafenstraße und erzählt Bunte: „Ich habe die Wasserwerfer sozusagen mit der Wiege aufgesogen.“ Das stellen wir uns recht schmerzhaft vor, wenn in einem Nasenloch die Wiege und im anderen ein Wasserwerfer steckt. Aber vielleicht hat der Schauspieler einfach nur ein Bild verwechselt und eigentlich sagen wollen: Die Wasserwerfer wurden ihm in die Muttermilch gelegt.

          Zur „Bienen-Mutti“, schreibt Gala, ist Sarah Wiener geworden, die sich nun als Imkerin versucht und sechs bis acht Völker ihr Eigen nennt: „Genauer lässt sich die Anzahl nicht beziffern, weil schon mal ein Volk die Fliege macht.“ Und während wir noch über dieses faszinierende Bild grübeln – Bienen, die die Fliege machen –, erzählt Wiener: „Ich würde gerne mehr gestochen werden. Bienengift ist sehr gesund und gut gegen Arthritis und Gelenksentzündungen. Für die Haut und das Immunsystem ist es ebenfalls super. Im letzten Jahr bin ich zweimal gestochen worden, das ist ja nix.“ Da wittern wir sofort den nächsten LifestyleTrend: Werden hippe Berliner Imkerinnen im Sommer stolz ihre mit Bienenstichen übersäten Arme vorzeigen („Ich habe siebzehn Stiche, Mareike hat nur vierzehn“)? Einziges Manko dabei: Als tierisches Produkt geht Bienengift leider nicht als vegan durch.

          Jetzt spricht Flori!

          Mehr mit Katzen hielt es bekanntlich Karl Lagerfeld, über den Gala schreibt, vielleicht versöhne er „postum sogar noch zwei Streithähne“, nämlich seinen Patensohn (12) und seine Katze (7): „Choupette und Hudson konnten sich noch nie richtig leiden. Bei einem Notartermin könnten die beiden Frieden schließen.“ Da sind wir sehr gespannt, ob die beiden einander die Pfoten reichen oder sich nach wie vor gegenseitig anfauchen.

          Eher unerfreulich ist das Aufeinandertreffen Florian Silbereisens mit Reportern der Aktuellen verlaufen. „Helene Fischer – Jetzt spricht Flori! Endlich die ganze Wahrheit“, titelt das Blatt, und der Artikel fängt auch vielversprechend an: „Eine Aftershow-Party in Berlin. Die Aktuelle ist vor Ort. Um wichtige Fragen zu klären. Mit Florian Silbereisen, 37. Fragen über Helene Fischer, 34. Und die schwere Zeit nach der Trennung. Wir treffen den Showmaster. Er wirkt angespannt.“ Das sind wir Leser jetzt natürlich auch: Welche Wahrheit wird Silbereisen aussprechen? Und weiter: „,Wie geht’s?‘, fragen wir. Statt einer Antwort brummelt er nur: ,Ich muss jetzt erst mal eine rauchen.‘ Und schon ist er weg – und kommt nicht mehr zurück. Das sagt mehr als tausend Worte...“

          Wir halten fest: Flori hat tatsächlich gesprochen, wenn auch dummerweise nur einen Satz. Und ob der tatsächlich der Wahrheit entsprach? Vermutlich hat er gar nicht rauchen wollen, sondern angesichts der Aktuellen nur schnell die Fliege gemacht. Oder er wollte einfach die Partie Hannover gegen Leverkusen nicht verpassen.

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