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Herzblatt-Geschichten : Pränatales Elternglück

Genießen die Freude über ihr Kind im Stillen: William und Kate Bild: dpa

Alle sind im Baby-Fieber: England freut sich auf das Kind von William und Kate, Rafael van der Vaart wünscht sich nichts sehnlicher als ein Schwesterchen für seinen Sohn. Und auch bei Fürstin Charlene naht das Babyglück – trotz hinterhältiger Intrigen.

          3 Min.

          Sommerzeit, Urlaubszeit - für den Herrn dieser Zeilen. Nicht für uns, denen er außer einem Stapel bunter Blätter nur die erste Person Plural hinterlassen hat. Dennoch danke dafür. Denn uns, die wir sonst täglich den Sumpf der Politik durchwaten, Intrigen und Missgunst bezeugen müssen, war diese Woche ein Jungbrunnen an Emotionen, eine Chance, die ganz großen Lebensthemen zu verhandeln. Allen voran natürlich in diesen Tagen: Elternglück. Vom Goldenen Blatt strahlen uns der Herzog (31) und die Herzogin (31) von Cambridge an, ganz so, als riefen sie selbst die Schlagzeile: „Hurra! DAS BABY“.

          Friedrich Schmidt

          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Das, so lernen wir dann, ist derzeit indes der Ruf der übrigen Briten, „ob auf der Straße, in Cafés oder im Büro“. Anders die Eltern: „Sie genießen die Freude über ihr Kind im Stillen, ohne viel Aufsehen.“ Vorbildlich! „Nichts ist eben schöner als wahre Elternliebe.“ Wer wollte das leugnen - oder sich von Detailfragen wie dem Geburtsvollzug des „kleinen Sonnenscheins“ (0), der zu diesem Zeitpunkt noch auf sich warten ließ, die Freude trüben lassen. Umso mehr, als im Leben, selbst im Sommer, bekanntlich nicht immer die Sonne scheint. Wer wüsste das besser als Sylvie van der Vaart (35), die vormalige Gefährtin des gleichnamigen Fußballspielers Rafael (30), dem sie Sohn Damian (6) gebar.

          Ein 500-Euro-Schein wiegt ja nicht viel

          Von einem Foto, es soll „in Spanien“ aufgenommen worden sein, lächeln uns aus der aktuellen die Van-der-Vaart-Männer an; in der linken Hand hält der Vater einen blau-gelben Fußball, mit der rechten umfasst er - Sabia Boulahrouz (35). „Das muss Sylvie das Herz brechen!“, steht darüber in roten Lettern, und im Text dann dies: „Im ersten gemeinsamen Liebes-Interview schwärmte der HSV-Star sogar neulich: ,Ein kleines Schwesterchen für meinen Sohn Damian wäre toll‘. So was“, fühlt die aktuelle mit, „müsste Sylvie doch das Herz brechen.“ Immerhin: „Das Patchwork-Glück“ ihrer Rumpffamilie sei „mit Geld nicht aufzuwiegen“. Gut, selbst ein 500-Euro-Schein wiegt ja nicht viel.

          Von einer anderen, offenbar weniger glücklichen Patchwork-Konstellation berichtet das Neue Blatt aus dem Hause Kohl. Unter einem Foto des früheren Bundeskanzlers und seiner Frau verkündet es „Das Ende seiner Ehehölle“. Was, fragen wir uns, ist zwischen Helmut Kohl (83) und Maike Kohl-Richter (49) vorgefallen, der, so das Heft, „bösen Stiefmutter“ von Peter (47) und Walter (49) Kohl? Im Artikel die Auflösung: Habe „die 34 Jahre jüngere Ehefrau“ (danke fürs Rechnen!) lange „das komplette Leben des CDU-Politikers bestimmt“, zeige sich „der Einheitskanzler“ nun wieder. „Immer öfter hat er in den letzten Wochen seinen Bungalow in Oggersheim verlassen.“ So ist das also, zumindest für das Neue Blatt: Die „Hölle“, das ist ein Bungalow in Oggersheim.

          Rafael van der Vaart wünscht sich sehnlichst ein kleines Schwesterchen für seinen Sohn Damian Bilderstrecke

          Von einem weiteren Altkanzler hieß es in dieser Woche, er horte Menthol-Zigaretten, um für den Fall gerüstet zu sein, dass diese verboten werden sollten. Helmut Schmidt (94) trug das einen Brief der Bild-Moralinstanz Franz Josef Wagner (69) ein. Der pries dieses „Bekenntnis zur Zigarette - rauchen bis zum Ende“. Rauchen, sehen wir uns bestätigt, macht das Leben selbst dann schöner, wenn es nicht mehr viel zu lachen gibt. So habe Schmidt, weiß Wagner, „als Leutnant seinen sterbenden Kameraden eine Zigarette in den Mund gestopft. Dann haben die sterbenden Soldaten ,Mama‘ gesagt und ihren letzten tiefen Zug genommen. Rauchen ist tödlich und selig.“

          Selig ja, aber tödlich? Allen Warnhinweisen zum Trotz dürfte in diesen Fällen etwas anderes todesursächlich gewesen sein - wenn es nur nicht das Stopfen durch den späteren Bundeskanzler war. Widersprüchliche Meldungen erreichen uns derweil über Fürstin Charlene (35). „Scheint“ es Echo der Frau „fast so, als hätte Monaco bald Grund zu jubeln. Denn das Baby kommt! Charlene hat es selbst verraten! Demnach werden sich Fürst Albert (55) und seine schöne Gattin bald über Nachwuchs freuen können“, weiß das Neue Blatt von einem „hinterhältigen Geheimplan in Monaco“: Charlene blühe „immer dann besonders auf, wenn sie NICHT in Monaco ist“ und solle nun gar „für immer vom Hof gejagt werden!“ Wie ist das zu erklären?

          Die Kollegen berufen sich auf unterschiedliche Quellen: Die einen verweisen auf ein Interview mit einer schwedischen Zeitschrift, der Charlene „mit einem Lächeln“ verraten habe, sie „glaube nicht, dass es noch lange dauern wird, bis wir ein Kind bekommen“; die anderen blicken auf den „französischen Sprachraum“, wo ein „schlimmer Verdacht“ die Runde mache. Die Wahrheit, wir wussten es, steht eben nur in den Sternen. Und ist nicht verhandelbar. Nicht einmal für das „Thronfolgerlein“ aus dem Hause Windsor, mahnt Bunte: „Das Baby“ sei ein „gefühl- und fantasievoller kleiner Krebs, der noch mehr emotionale Geborgenheit und Ruhe braucht als andere Krebskinder.“ Wo aber, Bunte, wären Geborgenheit und Ruhe vollkommener als im Mutterbauch? Ist doch klar, dass die Königskrabbe das voll ausschöpfte.

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