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Herzblatt-Geschichten : Pilawa und die Nacktfotos

  • -Aktualisiert am

Armer Kerl: Jörg Pilawa fällt es schwer mit Nacktfotos seiner Fans umzugehen Bild: picture-alliance/ dpa

Nicht jeder weiß mit pikanten Bildchen umzugehen. Auch Udo Walz bevorzugt lieber Funkgeräte statt körperliche Nähe. Catherine Deneuve sieht der Liebe gelassen entgegen und Sarkozy liebt vor allem sich selbst. Neue Herzblatt-Geschichten von Peter Lückemeier.

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          Leider müssen wir uns hier auch einmal mit einem ernsten Thema beschäftigen, nämlich mit dem Alter. Francis Rossi, der Frontmann von Status Quo, ist zwar erst 59, scheint das aber nicht zu mögen: „Dann kommt der Blick in den Spiegel, und wir erschrecken“, stöhnt er in Revue: „Wir sehen unser Alter. Wer auch immer den Spiegel erfunden hat, war ein verdammter Vollidiot.“ Auch Claus Biederstaedt, der sich trotz seiner knapp achtzig Jahre gut gehalten hat, fragt in Das Goldene Blatt: „Was soll denn am Altwerden schön sein? Dass ich heute 45 Minuten länger brauche, um mir eine Unterhose anzuziehen?“

          Einzig Tina Turner (68) vermag dem Herbst des Lebens eine heitere Note abzugewinnen: „Ich bin nun in das Alter gekommen, in dem ich erst mein Gebiss und mein Hörgerät nötig habe, um zu fragen, wo meine Brille ist.“ Der Optimismus der Catherine Deneuve (64) - sie ist etwas fülliger geworden, aber noch immer eine sehr attraktive Frau - gefällt uns ebenfalls gut. In Bunte blickt sie in gelassener Heiterkeit ihrer Zukunft entgegen: „Eine feste Beziehung - warum nicht? Alles ist möglich. Die Welt ist so groß, da mag sich ja eines Tages noch jemand für mich finden.“

          „Auch ein Bierbauch ist kein Weltuntergang“

          Wunderbar, das ist die richtige Einstellung. Auch wir sind ja schon im etwas fortgeschrittenen Alter, aber schöne, nette Redaktionsassistentinnen finden sich doch immer. Obwohl wir die reizende, gertenschlanke Iveta (21) aus Lettland verloren haben, sie serviert jetzt im Herausgeber-Casino, stellten sich gleich zwei mögliche Nachfolgerinnen vor, von denen Agniecska (24) um eine Brustlänge vorn lag. Aber leider muss man ja doch feststellen, dass ältere Frauen es schwerer haben, sich einen jungen Mann anzulachen, als umgekehrt.

          Auch ein armer Kerl: Prinz Jefri muss mit 290.000 Dollar im Monat auskommen

          Woran das liegt? Ganz einfach: dass die Frauen eben doch die besseren und vor allem toleranteren Menschen sind. So lässt sich manche Krankenschwester nicht davon abschrecken, den Chefarzt zu heiraten, obwohl er ihr Vater sein könnte, und in Neue Welt sieht Serienstar Lara Joy Körner aus „Der Arzt vom Wörthersee“ großzügig, wenngleich etwas schrägmetaphorisch über männliche Schwächen hinweg: „Auch ein Bierbauch ist kein Weltuntergang.“

          Salami kaufen ist schon eine verrückte Sache

          Prima, da können wir uns ja jetzt zwei seltsamen Personen zuwenden. Bei der einen handelt es sich um Inge Meysel, über die in Echo der Frau Hildegard Krekel berichtet: „Die Frau war einfach toll! Wie sie damals barfuß im noblen Hamburg-Eppendorf beim Feinkosthändler zwei Scheiben Salami kaufen ging, war schon verrückt.“ Ja, haha, das war sicherlich furchtbar verrückt, was uns auf die zweite komische Person bringt, den französischen Präsidenten Sarkozy, der in Bunte mit einem Satz zitiert wird, der andere direkt in die geschlossene Abteilung für die Napoleons katapultiert hätte: „Bush ist am Ende seiner Karriere, Blair nicht mehr im Amt und Merkel . . . Nein, es gibt nur mich.“

          Das erinnert an den polnischen Autor Wladyslaw Reymont, der, nachdem er den Literaturnobelpreis zugesprochen bekommen hatte, durch eine Pariser Bibliothek gestürmt sein und gerufen haben soll: „Alle Bücher raus, meine in die Regale stellen!“

          Der Frisör mit dem Walkie-Talkie

          Er ist heute vergessen, während der sogenannte Prominentenfriseur Udo Walz sich mit seinem Lebensgefährten und künftigen Gatten in Bunte auf sieben Seiten samt zwölf Farbfotos ausbreiten und Sachen sagen darf, die einen gar nicht interessieren: „Ich hasse auch Küssen. Zwei Münder suchen sich, der eine hat Zwiebeln gegessen, der andere Knoblauch . . . Ich weiß nicht.“

          Eine unangenehme Einstellung zum Küssen, finden wir, aber auch sie hat sicherlich ihr Gutes. Während andere viel Zeit mit Herumknutschen verlieren, hatte Udo Walz Gelegenheit, beim Prominentenfrisieren viel Geld zu verdienen. Jedenfalls kann Bunte über sein Berliner 300-Quadratmeter-Domizil schreiben: „Die Wohnung ist so groß, dass sie sich per Walkie-Talkie verständigen.“

          Nicht jeder weiß mit Nacktfotos umzugehen

          Solcher Wohlstand ist aber noch gar nichts gegen Bill Gates, der jetzt mit 52 in Rente geht und über dessen Reichtum Neue Welt weiß: „Würde Bill Gates sich seine Milliarden in Hundert-Dollar-Noten (rund sechzig Euro) auszahlen lassen, ergäbe dies einen Turm von 58 Kilometern Höhe.“ Dagegen ist Prinz Jefri ein ganz armer Schlucker, denn sein Bruder, der Sultan von Brunei, speist ihn mit monatlich 290.000 Dollar ab, was klar gegen die Menschenwürde verstößt.

          Zum Schluss ein Rat an dich, Jörg Pilawa, alter Schwiegermutterschwarm. In Frau im Spiegel gibst du auf die Frage: „Bekommen Sie viele Heiratsanträge?“ zur Antwort: „Vereinzelt. Nicht zu vergessen die beigelegten Fotos wenig bekleideter Damen. Es fällt mir schwer, damit umzugehen.“ Ja Gott, Pilawa, was soll daran schwer sein? Den weniger Schönen lässt du durch deine Sekretärin eine höfliche Absage zukommen, und um die wirklich Hübschen kümmerst du dich selbst.

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