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Herzblatt-Geschichten : Null Lust auf Ausbildung

Cheyenne Ochsenknecht (rechts) will mal auf den Laufsteg. Ihre Mutter (links) ist Designerin und mit einem Fußballer liiert, der auch Model sein könnte (Mitte) Bild: dpa

Auch in dieser Woche haben unsere Prominenten wieder alles gegeben. Cheyenne Ochsenknecht etwa will nichts lernen und drängt deshalb in die Modebranche. Schön sein muss reichen.

          Das ist doch mal ein erfreuliches Horoskop: „Charme-Offensive“, freut sich Bunte für uns. „Venus verzaubert Ihr Aussehen und bringt viele in Versuchung, Ihnen tiefer in die Augen zu sehen. Worauf warten Sie?“ Tja, wir zögern noch deshalb, weil wir nicht wissen, wie lange dieser Venus-Zauber anhält. Am Ende endet er genau dann, wenn jemand uns gerade tief in die Augen schaut, und plötzlich sehen wir wieder aus wie vorher. Wäre doch ärgerlich.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wobei Schönheit ja auch ein wenig Ansichtssache ist. „Haben schöne Menschen mehr Glück im Leben?“, will Bunte von einer Reihe mehr oder weniger Prominenter wissen, und der eher weniger prominente Schauspieler Helmfried von Lüttichau antwortet: „Schwer zu sagen, weil ich zum Beispiel im Leben auch schon viel Pech hatte.“ Vielleicht, Herr von Lüttichau, waren Sie einfach noch nicht schön genug? Eine etwas andere Selbstwahrnehmung demonstriert Moderatorin Ruth Moschner, die kürzlich bei der Berlin Fashion Week auf den Laufsteg durfte, und zwar gemeinsam mit dem Model Franziska Knuppe. „Na ja, ich sehe immerhin fast aus wie sie“, lässt sie In wissen, „wenn man zwei Tage mit dem Hammer draufgehauen hat.“

          Tänzer Brahim Zaibat, 27, steht auf „natürliche, normale Mädchen“. Klar, deshalb war er auch mit Madonna zusammen

          Ebenfalls zu Gast bei der Modewoche: Tänzer Brahim Zaibat, 27, bis unlängst mit Madonna liiert. Von In befragt, wie die Frau seines Herzens beschaffen sein müsste, entgegnet er: „Sie muss vor allem nett sein. Ich mag natürliche, normale Mädchen.“ Klar, deshalb war er auch mit Madonna zusammen.

          Der Kaiser nimmt Jogi in seinen Club auf

          In die Modebranche drängt es auch Cheyenne, den jüngsten Spross der herzblattnotorischen Ochsenknecht-Sippe. „Auf eine Ausbildung habe ich null Lust“, erzählt die Vierzehnjährige In. „Also gar keine Lust, weil ich ja eh Model werden möchte.“ Wohltuend, wenn junge Menschen so klare Vorstellungen von ihrer Zukunft haben. Andererseits: Bist du sicher, liebe Cheyenne, dass Models keine Ausbildung brauchen? Heidi Klums Models zum Beispiel, das haben wir in ihrer Show gesehen, haben alle lernen müssen, wie man mit einer Vogelspinne auf der Hand posiert. Und wie man sich halbnackig auszieht.

          Apropos: Auf dem Cover von OK! wird Guido Maria KretschmerOK! schreibt aus Platzgründen nur „Guido M. K.“ – mit dem Satz zitiert: „Heidi muss jetzt vor mir zittern.“ Im Heft antwortet Kretschmer auf die Frage, ob sich Heidi Klum wegen seiner neuen Show „warm anziehen“ müsse, wie folgt: „(lacht) Unbedingt, sie muss zittern. Nein, im Ernst, es ist ein Kompliment, dass es von einigen offenbar so gesehen wird. Ich selbst sehe das natürlich ganz anders.“ Die korrekte OK!-Schlagzeile hätte also lauten müssen: „Heidi muss jetzt vor mir zittern (Witz).“ Aber es gab wie gesagt kaum Platz.

          Wie wär’s mit Ruth Moschner? Die darf auf den Laufsteg....

          Wenn es um selbstbewusste Menschen geht, beansprucht Franz Beckenbauer einen Spitzenplatz. Bunte möchte von ihm wissen, ob Jogi Löw nach dem WM-Sieg nun „so unsterblich wie Sie“ sei, und Beckenbauer sagt nicht etwa: „Unsterblich, ich? So ein Schmarrn.“ Sondern: „Ähm, ich kann nur sagen: Welcome to the club.“ Dass wir alle sterblich sind, hat auch Löw selbst erfahren müssen. „Jogi Löw – Familientragödie – Ein Todesfall überschattet seinen größten Triumph“, titelt Freizeitrevue. Gestorben ist Löws Vater. Was, wie selbst Freizeitrevue im Artikel einräumt, „bereits einige Jahre“ her ist. Wie viele, das wissen wir nicht, allerdings war Vater Löw, wie ein Blick in ältere Artikel zeigt, schon 2006 nicht mehr am Leben. Was, mal wieder, einen riesigen Schatten auf die Freizeitrevue wirft.

          Wo die Tiere noch im Einklang mit der Natur leben

          Zu angenehmeren Dingen: „Hurra, ein Junge!“, freut sich Echo der Frau für Letizia von Spanien. Bei einem Besuch des Papstes vor kurzem im Vatikan habe sie die Gelegenheit genutzt, „vor Ort für ein weiteres Kind zu beten“, lesen wir, und das Ergebnis? „Aus Palastkreisen heißt es, die Königin sei wieder schwanger und der festen Überzeugung, diesmal einen Stammhalter unter dem Herzen zu tragen.“ Da sage einer, Beten helfe nicht. Der Tag des Papstbesuchs übrigens war der 30. Juni, da darf man von einer echten Blitzlieferung reden.

          Im Klub der Unsterblichen? „Kaiser“ Franz Beckenbauer

          Noch ganz im Banne dieses Wunders der Schöpfung, würden wir dem Neuen Blatt gern auf seine Reise in die Masuren folgen, denn „im ehemaligen Ostpreußen leben Menschen und Tiere noch im Einklang mit der Natur“. Während bei uns viele Tiere mit der Natur gar nichts mehr am Hut haben. Offen bleibt, ob in den Masuren auch die Pflanzen noch in Einklang mit der Natur leben, dann wäre das Paradies wirklich vollkommen.

          Um noch einmal zum Thema Schönheit zurückzukehren: Schlagersänger G.G.Anderson, 64, bekennt sich im Echo der Frau zu seiner Eitelkeit. „Und wenn ich nach einem Auftritt an der Bar sitze und jemand schätzt mich auf 45, dann fließt immer viel Champagner (grinst).“ Gut zu wissen, denn für heute Abend haben wir noch keinen Plan, wo wir was zu trinken kriegen. Jetzt müssen wir nur noch herausbekommen, wo heute G.G.Anderson auftritt, ihm anschließend an der Bar auflauern und ihm dann sagen: „Mensch, Sie sehen ja aus wie 45 (grinst).“

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