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Herzblatt-Geschichten : Na, ist ja auch egal

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Was ist der erotischste Körperteil des Mannes? Wie reagiert eine Königin auf uneheliche Kinder des Gatten? Darf man Frauen mit Kleidergröße 54 noch „Püppi“ nennen? Neue Herzblatt-Geschichten.

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          Eines der großen Menschheitsrätsel lautet ja noch immer: Warum verlieben sich Frauen in Männer? Sind es die Augen, die Hände, die Stimme, der Gang? Nein, etwas ganz anderes. So sagt es jedenfalls die Autorin, die in Brigitte die Frage „Warum wir Männer so sehr lieben“ beantwortet: „Weil das Erotischste an Männern ihre Unterarme sind und sie einfach nur ihre Arme hochkrempeln müssen, um uns weiche Knie zu bescheren.“

          Männliche Unterarme sind sexy? Da wären wir nicht drauf gekommen, aber überraschende Vorlieben sind ja etwas Wunderbares. Für uns persönlich sind bei Frauen zum Beispiel nicht Beine, Po und sowas das Anregendste, sondern schöne Schultern: makellose, sportlich-zarte Schultern und darüber zwei schwarze Spaghettiträger, ach! Aber warum schwärmen Frauen für nägelkauende, tätowierte, ungewaschen wirkende Typen wie Robbie Williams? Die Antwort gibt Außenhandelskauffrau Melanie (28) aus Hallstadt. Sie durfte bei „Wetten, daß?“ auf der Couch neben dem Sänger sitzen und ließ später Bild in ihr Pheromonhaushaltsbuch blicken: „Er roch so geil nach Mann, nach Schweiß und Rauch.“

          Abgrundtiefe Liebe

          Ehe Sie jetzt, liebe Herren Leser, aufhören, sich zu duschen, und sich täglich drei Schachteln Gitanes ohne Filter reinziehen, wollen wir Sie schnell mit einer ganz wichtigen Frage ablenken, die Sie an Ihre Gattin richten sollten: „Liebst du mich so abgrundtief, wie Königin Juliana ihrem Mann verfallen war?“ Wenn Ihre Frau Sie jetzt etwas verstört anschaut, dann erzählen Sie ihr die Geschichte aus Bild.

          Also, Prinz Bernhard, der war ja ein schlimmer Filou. Vor seinem Tod gab er der niederländischen Zeitung Volkskrant ein Interview, das jetzt veröffentlicht wurde. Darin gestand er, zwei uneheliche Töchter zu haben, eine Französin (heute 37) und eine Amerikanerin(50). Hat er diese Fehltritte gebeichtet? Ja. Wie hat Juliana es aufgenommen? Bestens: „Als ich es ihr erzählte, reagierte sie normal. So, als ob ich ihr sagen würde, daß wir morgen zusammen Tennis spielen gehen.“

          Ist das nicht wundervoll? Wir verneigen uns tief vor der Toleranz dieser großartigen Königin und raten auch der deutschen Frau, es ihr nachzutun. Die adäquate Antwort auf die Beichte eines Mannes hieße also: „Du hast ein uneheliches Kind gezeugt? Ach ja? Mit wem? Na, ist ja auch egal. Gehen wir morgen Tennis spielen?“

          Mitgefühl für die Briten

          Uschi Glas (60) soll aber bitte dennoch von solchen Geständnissen verschont bleiben. Sie fand eine neue Liebe, der Mann ist acht Jahre jünger, warum auch nicht, und Frau Uschi berichtet in Bild: „Ich bin so glücklich und habe noch nie so viel gelacht.“ Dies freut uns sehr, aber vor Weihnachten wandern natürlich unsere Blicke auch voller Mitgefühl aufs britische Königshaus. Schlimm genug, daß Prinz Philip sich nach Angaben von Neue Welt zum Fest für seine Sammlung ausländische Toilettensitze wünscht. Aber wenn sich die ganze Familie zum Weihnachtsgottesdienst trifft, wer muß dann draußen bleiben?

          Natürlich Camilla. Wie mag es ihr da gehen? Wird sie einsam vorm Kamin sitzen und ihren Whisky mit Tränen verlängern? Gottlob will Boris Becker das Fest bei seinen Söhnen in Florida verbringen, was natürlich aber auch dazu führt, daß seine Freundin Caroline „bittere Tränen“ vergießt. Und sein kleines, unschuldiges, rothaariges uneheliches Töchterchen in London? Muß es vaterseelenallein und tränenblind in die Krippe starren? Wir wissen es nicht.

          Hollywood ist nicht normal

          Wir wissen nur, daß Sie, liebe Leserinnen, die Sie gelegentlich von einem Dasein als gefeierte Schauspielerin in Hollywood träumen mögen, sich vielleicht falsche Vorstellungen machen. Renee Zellweger, die jetzt so wunderbar die Bridget Jones gespielt hat, müßte doch, sollte man denken, von Verehrern geradezu verfolgt werden. In Wahrheit Fehlanzeige. „Es ist aber auch“, gibt sie in Echo der Frau zu, „nicht einfach, in Hollywood jemanden zu finden, der einigermaßen normal ist.“ Sehen Sie, da ist ein ganz normales Leben jenseits des Glamours mit kleinen Alltagssorgen vielleicht doch angenehmer, auch wenn jeder versteht, daß Gerlind F. (46) aus Dresden schon mal das Korsett drückt: „Obwohl ich leider sehr dick geworden bin (Kleidergröße54), nennt mein Mann mich nach wie vor ,Püppi'.“

          Dabei würde solch ein Kosename besser zu Prinz Harrys neuer blonder Freundin passen. Sie stammt aus Zimbabwe, trägt nach Bunte-Einschätzung „die Weite des schwarzen Kontinents in ihrem Herzen“ und auf dem Foto leichte Sommerkleidung. Ordentliche Oberweite, astreine Beine, die Schultern allerdings nicht so perfekt wie bei unserer neuen Redaktionsassistentin. Junge, Junge, wunderschön, sie stammt aus Prag, ist zu uns extrem freundlich, aber leider zu den anderen Assistentinnen etwas zickig. Fast so schlimm wie bei Helena Rubinstein und Elizabeth Arden: „Elizabeth wurde von einem Pferd gebissen? Oh, wie entsetzlich! Wie geht es dem armen Pferd?“

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