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Herzblatt-Geschichten : Mit Bart ist sie viel glücklicher

Sylvie Meis und ihr Freund Bart Bild: dpa

Manche rätseln darüber, für was HK unter einem Post von Heidi Klum stehen könnte und andere sorgen sich um Helene Fischer, die ein fatales Tattoo ihres Freundes ertragen muss. Unsere Herzblatt-Geschichten.

          Auch in dieser Woche verdichten sich die Hinweise, dass die Klatschblätter ihre Leserschaft für nicht sehr helle halten. Nehmen wir das Echo der Frau, das meldet, dass Maite Kelly „auf der Suche nach einer neuen Liebe“ sei, und sie mit den Worten zitiert: „Ich bin Schütze (ihr Sternzeichen, d. Red). Wir brauchen sehr lange, bis wir sagen können, wir sind verliebt.“ Ohne den redaktionellen Hinweis, glaubt das Blatt, könnten die Leser annehmen, Kelly wäre als Sportschützin unterwegs oder würde sich als Amor ihre Auserwählten höchstpersönlich abschießen. Was vergebene Männer betrifft, teilt Kelly dann noch mit, „hab ich keinen Bock“. Hier indes vermissen wir den Hinweis: „Gemeint ist keine Gams oder Ziege, d. Red.“

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ebenfalls auf Männersuche ist „Tagesschau“-Legende Dagmar Berghoff, die in Bunte klagt: „Ich habe zwar viele homosexuelle Freunde, die mich gern begleiten. Aber inzwischen sind auch sie fast alle verheiratet und stehen nicht mehr zu meiner freien Verfügung.“ Diese fatalen Folgen der Ehe für alle hat niemand bedacht: Zahllose Single-Frauen müssen nun auf ihre schwulen besten Freunde verzichten. Auch das Genre der romantischen Komödie dürfte tot sein ohne den ungebundenen und dabei stets fröhlichen homosexuellen Kumpel der Heldin, der deren Liebeskummer mit launigen Sprüchen lindert. Danke, Deutschland!

          Einander gefunden haben Heidi Klum und Tom Kaulitz. Gala hat mal wieder Klums Instagram-Bilder durchstöbert und findet es „auffällig“, was sie neben ein Foto ihres Hongkong-Trips geschrieben hat: „Herzchen und die Buchstaben HK. Stehen sie für Hongkong? Für Heidi Klum? Oder gar schon für Heidi Kaulitz?“ Das wäre natürlich sensationell: Heidi Klum ändert ihre Initialen von HK zu HK. Andererseits könnten Herzchen und HK auch auf einen Herzkasper hindeuten: Hoffentlich ist bei den beiden gesundheitlich alles in Ordnung!

          Der neue Freund namens Bart

          Was aber meint Bild mit ihrer Feststellung, Klum sehe heute des Öfteren ziemlich „durchgekaulitzt“ aus? Nicht das, was mancher nun denken mag, so oder so aber nichts Nettes: Mit ihrem Look nämlich („leicht angefetteter Pony“) nähere sie sich zusehends ihrem Freund an, der „einen Mix aus gelangweilter ,Coolness‘ gepaart mit einer ordentlichen Prise Hygiene-Mangel“ präsentiere. Statt sich an Tom anzupassen, sollte Heidi da besser gegensteuern und den jungen Mann mal kräftig durchklummen.

          Gefunden und glücklich: Heidi Klum (oder nun doch Kaulitz?) und Tom Kaulitz

          Nicht die kleinste Prise Hygiene-Mangel dürften sich jene jungen Netzmenschen leisten, die sich Influencerinnen nennen. Im Alltag sei sie „eigentlich eher natürlich unterwegs“, teilt die Influencerin Dagi Bee In mit. „Feuchtigkeitscreme, Concealer, Bronzer und Lippenpflege reichen da meistens schon aus“, sagt sie. „Und natürlich Mascara, Eyeshadow-Primer, Nagellack, Anti-Aging-Creme, Lipgloss, Rouge, Highliner, Brauengel, Fußlotion und Nagelhautbutter. Aber mehr, wie gesagt, brauche ich im Alltag eigentlich nicht.“ Okay, die beiden letzten Sätze haben wir hinzuerfunden, „natürlich“ bedeutet bei Dagi Bee tatsächlich nur die Anwendung von gerade einmal vier Kosmetikprodukten.

          Kurz an eine Typveränderung dachten wir, als wir in Das Neue die Zeile lasen: „Sylvie Meis – Mit Bart ist sie seit fünf Monaten glücklich.“ Sie will dann aber doch nicht die neue Conchita Wurst werden, sondern hat lediglich einen neuen Freund, der Bart heißt.

          Ein problematisches Tattoo

          „Das 1. Interview“ mit Thomas Gottschalks neuer Freundin kündigt Freizeitwoche an. Dabei handelt es sich um die Mitschrift eines Dialogs, in welchem die offenbar irgendwo Angequatschte mehrfach auf den Medienanwalt des Paares verweist und selbst nichts sagen mag. „Wie haben Sie sich denn kennengelernt?“, wird da gefragt, und die Antwort lautet: „Sie lacht.“ Oder, eine weitere Antwort: „Ich weiß auch nicht (sie lacht)...“ Am Ende des als „Exklusiv-Interview“ gepriesenen Textes wissen die Freizeitwoche-Leser kaum mehr als zuvor, außer dass die Dame offenbar recht humorvoll ist.

          Jack White und Ehefrau Rafaella

          Gesprächiger ist schon Jack White, der mit 78 Jahren Vater eines Sohnes geworden ist und, wie es sich gehört für einen Musikproduzenten, die Charts im Auge hat: „Ich bin jetzt tatsächlich der älteste lebende späte Promi-Papa der Welt. Und gehöre in die Top20 der ältesten Väter der Geschichte“, sagt er Bild: „Und der liebe Gott hat es zugelassen.“ Gratulation, Herr White, doch es würde uns schon interessieren, wer diese Top20 erhoben hat. Zumal Sie als gottesfürchtiger Mensch gewiss die Bibel kennen, in der lange Passagen sich wie folgt lesen: „Seth war hundertundfünf Jahre alt und zeugte Enos und lebte darnach achthundertundsieben Jahre und zeugte Söhne und Töchter; dass sein ganzes Alter ward neunhundertunddreißig Jahre, und starb.“ Gegen solche Väter, Herr White, sind Sie nur ein junger Hüpfer.

          Probleme mit der Schrift, wenn auch nicht der Heiligen, hat auch Helene Fischers neuer Freund Thomas: Er trägt laut Bild am linken Ringfinger „ein kleines Tattoo in Form eines ,K‘ und eines Herzens“. Dies stehe für „King of Hearts“ und korrespondiere mit dem Tattoo seiner früheren Partnerin, welche ein „Q“ für „Queen of Hearts“ ziere. Nicht schön für alle Beteiligten, auch nicht für Helene Fischer, dabei könnte alles noch viel schlimmer sein: Herzchen und „K“ könnten ja auch bedeuten, dass er in Hongkong eine Affäre mit Heidi Klum hatte.

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